Mittwoch, 7. Januar 2015

KENNST DU DAS?

kennst du das?

du hattest zwei wochen urlaub und morgen ist dein erster arbeitstag. es ist bereits nach mitternacht und du weißt du solltest eigentlich ins bett, aber du willst nicht, denn sobald du schlafen gehst ist dein urlaub vorbei. also surfst du sinnlos durchs netz und nebenbei durch die tv-kanäle, du fängst sogar an einen blogartikel darüber zu schreiben, wissend dass du morgen echt scheiße müde sein wirst. aber du kannst nicht anders, weil... naja, du willst den urlaub nicht beenden.

gleichzeitig weißt du, dass zwei wochen unerledigte mails auf dich warten, mal ganz abgesehen von all den anderen dingen von denen du jetzt noch nichts weißt. und obwohl du deinen job wirklich magst, hast du schiss vor dem nächsten tag. ein grund mehr nicht ins bett zu gehen, denn sobald du dich hinlegst ist schon morgen - und dann geht's los....

kennst du das?

ich kenne sowas sehr gut.....


Freitag, 2. Januar 2015

SCHATZKISTE - P WIE PLAN

p - wie plan



ich hatte mal einen freund, genauer gesagt, WIR hatten einen freund - und mit "wir" sind meine exe und ich gemeint. dieser freund war ein wenig seltsam, eigenbrötlerisch, zudem auch noch extrem penibel, klugscheißerisch und oberlehrerhaft und zudem auch noch irgendwie konservativ. diesen freund hatte meine exe sozusagen in die partnerschaft eingeschleppt. aber trotz seiner seltsamkeiten mochten wir ihn und verbrachten ziemlich viel zeit mit ihm.

so ergab es sich dann, dass wir von ihm auf einen kurztrip nach london eingeladen wurden. er selbst hatte diese reise gewonnen, die eigentlich für 2 personen inklusive flug, übernachtung und vollpension gedacht war, er konnte aber auf 3 flüge mit verzicht auf unterbringung und verpflegung umtauschen. das passte ganz gut, denn meine exe hatte ja verwandtschaft in london, also mussten wir uns um die unterbringung keine sorgen machen.

da wir recht wenig zeit hattem jedoch so viel wie möglich sehen wollten, übernahm sie es sich zu informieren und einen ausgefeilten plan zu entwerfen. und tatsächlich funktionierte diese planung auch mehr oder weniger gut. ich erinnere mich in mindestens zwei museen gewesen zu sein, wir waren im londoner dungeon, im momi (museum of the moving image), im hyde park und sind auch mal in einem roten doppeldeckerbus gefahren.

madame tussauds haben wir jedoch angesichts der unglaublich langens chlange zum anstehen ausgelassen. ich erinnere mich auch an seltsames essen, an verwirrte fish & chips lieferanten, die nicht glauben konnten, dass wir 3 liter eis bestellt hatten und an an einen besuch meinerseits in einem großen plattenlanden, der viel zu kurz war.

bilder gibt es auch von dem spektakel, jedoch nur in analoger form. ist ja schon ein paar jährchen her....

mit den jahren brach der kontakt zu diesem freund leider ab, vor allem nachdem er geheiratet und wir uns getrennt hatten. sie hat immer noch so ein- zwei mal im jahr kontakt zu ihm, ich überhaupt nicht mehr.

JAHRESWECHSEL

eigentlich weiß ich so gar nicht was ich über das vergangene jahr schreiben soll. das heißt nun nicht, dass nichts passiert wäre, im gegenteil. das seltsame ist, dass ich eigentlich gar keine lust habe über all das zu schreiben - und das wo ich doch im grunde sehr gerne blogge. ich mag nur irgendwie nicht den blick in die vergangenheit richten, das mache ich ja sowieso andauernd in meinen blogbeiträgen. aber in die zukunft blicken bringts nun auch nicht wirklich, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. kennt man ja.

nun denn, ich versuche es einfach mal, am besten in kategorien:

job:

man hat es vielleicht mitbekommen, seit mitte dieses jahres habe ich, nach relativ langer durststrecke, einen job. zum teil ist das sicher auch ein ergebnis des kurses in den mich anfang des jahres meine betreuerin des ams (arbeitsamt) geschickt hatte. ich kannte diesen kurs bereits und freute mich sogar drauf, da ich wusste, dass ich hier nicht umsonst sitzen würde, da die qualität ziemlich gut war, also ist, also, es war gut als ich ging und ist es vermutlich nach wie vor.

ein ergebnis dieses kurses war, dass ich für mich beschloss nie wieder einen job anzunehmen nur weil man halt irgendeinen job braucht. das hat mir bisher nichts gebracht, außer krurzfristige besserung der finanziellen verhältnisse, also versuchte ich es mal anders. ich hatte einfach die schnauze voll von mittelmäßigen bis beschissenen jobs die ich eigentlich machen möchte mit schlechten bedingungen und mittelmäßiger bis schlechter bezahlung. also dachte ich mir, ich suche mir einen job den ich wenigstens gerne mache, wenn schon der rest nur bescheiden ist, denn einen job den ich nicht mag mit extrem guter bezahlung zu finden ist sicher schwieriger.

tja und so kam es dann auch. zumindest arbeite ich jetzt in einer branche in der ich schon lange fuß fassen wollte. anfangs sah es zwar so aus, als ob ich mit diesem job erst recht in die scheisse gegriffen hätte, aber inzwischen hat sich das auf wundersame art und wiese ins gegenteil verwandelt. jetzt muss nur noch die bezahlung besser werden ;-)

apropos bezahlung....

finanzielles:

nun, durch den job hat sich meine finanzielle situation so langsam wieder wingependelt. naja, wir wollens nicht übertreiben, aber zumindest muss ich nun nicht mehr überlegen ob ich mir mal einen kaffee leisten kann, weihnachten war auch kein problem, es konnten alle wünsche problemlos erfüllt werden und es kommt auch nicht mehr vor, dass man überlegen muss wie man mit 20 euro noch über die letzte woche im monat kommt.

so weit, dass ich daran denken kann etwas anzusparen bin ich jedoch noch lange nicht, der urlaub in der südsee wird auch noch warten müssen und wenn kühlschrank, waschmaschine oder irgendwas anderes großes eingeht gibts immer noch ein problem. jedoch ist das problem dann nicht mehr ganz so groß wie es vorher war, das ist ja auch schon mal was.

ach ja, ebenfalls gegen mitte des jahres schmiss mich meine bank raus und kündigte sämtliche konten. die geschichte die dahinter steckt ist zu lang um sie hier jetzt zu erzählen. das ende vom lied ist jedoch, dass ich zu besseren bedingungen bei einer anderen bank untergekommen bin. im grunde konnte mir also nichts besseres passieren.

gesundheit:

hier gibts eigentlich nichts zu berichten. durch den job habe ich wohl ein bisschen abgenommen, jetzt über die feiertage aber wieder was draufgefuttert. der rücken ist mal schlechter, mal besser, je nach dem wie er gerde drauf ist. ach und ich brauche unbedingt eine neue brille. ich bin draufgekommen, dass ich mit dieser brille auf kurze distanz schlecht sehe. ohne brille sehe ich jedoch wunderbar, also muss was neues her.

romantik, liebe und so:

naja, sagen wirs mal so: im westen nichts neues. alles klar? gut. im grunde mag ich darüber nämlich nichts schreiben.

besondere anschaffungen:

da wäre zunächst einmal das auto. ich musste knall auf fall den schönen großen fetten bquemen angenehmen volvo gegen einen uralten golf tauschen. die wahl war nicht wirklich gegeben, ich musste nehmen was gerade da war. und der volvo war nun wirklich schon total hinüber. wobei sich die frage stellt ob ich mit dem golf so viel besser dran bin. aber das wird sich bald herausstellen.

ich habe mir zwar keinen neuen pc angeschafft, aber fast. es gab eine neue festplatte und ein neues betriebssystem. die neue festplatte deshalb, weil die alte offensichtlich hinüber war und die kiste somit extrem bremste. zum glück funktionierte sie trotzdem noch, wenn auch mit einschränkungen. und das neue betriebssystem gab es weil ich erstens bisher mit windows vista arbeiten musste, was mir nicht so sehr gefiel und zweitens weil ich ebruflich ständig mit windows7 zu tun habe und mir dachte, dass ich dann zuhause das eine oder andere im job gelernte zuhause nachvollziehen kann - und umgekehrt. ansonsten hätte ich einfach mal windows10 ausprobiert.

oh und schuhe! das mag jetzt nichts besonderes sein, ist es dann aber doch. da ich in meinem job sehr viel mehr zu fuß unterwegs bin als ich bisher war, hatte ich es geschafft innerhalb 2 monaten 3 paar schuhe zu verschleißen. es mussten also neue her. außerdem kaufe ich sowieso ca. alle 2 jahre neue schuhe, es war also sowieso zeit *g*.

an dieser stelle wage ich mal einen kleinen blick in die zukunft: vermutlich werde ich diese jahr ein neues handy brauchen. aber zeurst gibt es entweder ein anderes auto, oder ich muss so einiges an geld in den golf stecken.

sonstiges:

ja und was gab es noch?

meine haare werden immer länger und das ist gut so, denn das war nämlich der plan. im laufe dieses jahres werde ich wohl die länge erreichen die ich angestrebt hatte, dann ist wieder schluss mit dem wachsen lassen. der bart passt dann auch dazu, dann sehe ich ein bisschen so aus wie jeff bridges in r.i.p.d. ^^

ich würde gerne wieder mehr schreiben, aber ich komme nicht dazu. man kennt das ja, man kommt abends von der arbeit nach hause und möchte erst mal essen und entspannen, ein bisschen herumsurfen, sich durch die social medias wühlen und vielleicht ein bisschen spielen, hin und wieder natürlich auch was ansehen. ja und dann ist auch schon schlafenszeit. vielleicht sollte ich mir einfach ein oder zwei abende in der woche fix reservieren um zu schrieben? hm... die idee ist nicht schlecht, vielleicht mache ich das tatsächlich.

natürlich sollte ich hier auch erwähnen, dass es einen todesfall in der familie gab über den ich hier gebloggt hatte.

dann bin ich mal gespannt was 2015 bringen wird.....


Dienstag, 23. Dezember 2014

WEIHNACHTEN UND EIN RITUELLER SELBSTMORD

weihnachten ist für mich meistens ein moment der besinnung. aber nicht im religiösen sinne, denn in meinem fall geht es dann eher darum darüber nachzudenken wie sich das weihnachten feiern im laufe der jahre für mich geändert hat.

das weihnachten im trauten familienkreis, mit vater, mutter und geschwistern gibt es natürlich längst nicht mehr. die eltern sind schon lange geschieden, der eine elternteil sogar weit weg gezogen und neu verheiratet, die geschwister sind nun zwar nicht ganz so weit weg, aber weit genug um sich nur mehr alle halbe jahre zu sehen, meistens eben zu weihnachten, oder zu irgendeinem geburtstag.

doch man hat ja nun eine eigene familie, mit partner und kind - bzw. man hatte. die paar jahre in denen es ein gemeinsames weihnachten mit partnerin und kind gab, lief es recht "normal" ab, erst essen, dann bescherung und so weiter...

inzwischen sieht mein weihnachten ganz anders aus: ich feiere am frühen abend zusammen mit der mutter des gemeinsamen nachwuchses. früher feierten wir zusammen mit ihren eltern, heute nur mehr mit ihrem vater, denn ihre mutter ist ja inzwischen verstorben. ihr vater, der inzwischen im alterheim lebt, wird meist ziemlich schnell sentimental, da er den tod seiner frau immer noch nicht so richtig verkraftet hat und geht deshalb meistens recht früh wieder nach hause. bei meiner exe, also der mutter unseres nachwuchses, gibt es traditionellerweise fondue aus 3 fleischsorten, mit jeder menge gebäck und allerlei saucen. seltsamerweise wurde das so tradition, der nachwuchs wünscht es sich jedes jahr aufs neue so und die exe findet das ganz klasse, denn da muss sie nicht viel aufwand betreiben. es wird, so wie auch früher schon, erst gegessen, und danach dann beschert. danach wird dann fast immer gespielt. meistens gab es unterm christbaum ein neues spiel, das muss dann natürlich ausprobiert werden.




später fahre ich wieder zurück nach hause, wo meine brüder zusammen mit meiner mutter weihnachten feiern, bzw. gefeiert haben. hier gibt es nun gans oder ente (heuer sogar beides) , oder irgendwas in der art. die dortige bescherung ist natürlich schon vorbei, aber für mich wird nochmal nachbeschert. man sitzt und trinkt ein bisschen, vielleicht wird auch gekifft, unter umständen wird sogar was gespielt, aber ganz sicher wird getratscht, denn man sieht sich ja kaum noch. ja und so gegen mitternacht ists dann vorbei, ich setze mich dann alleine vor den pc, checke meine social medias und versuche so zu tun als ob es keinen grund gäbe depressiv zu sein.

genau genommen gibt es ja auch tatsächlich keinen grund dazu. ich feiere weihnachten mit kind und exe, mit ex-schwiegervater, mit meiner mutter und meinen brüdern. es gibt jede menge zu futtern und es wird gespielt. jedoch fühle ich mich überall nur als gast. nirgendwo ist es MEIN weihnachten. aber ja, natürlich bin ich bei kind und exe mehr als willkommen und ja, natürlich feiern meine brüder und mutter bei mir zu hause weihnachten, dennoch bleibt das gefühl, da wie dort, irgendwie fremdkörper zu sein.

bezeichnenderweise ist einer meiner lieblingssoundtracks zum weihnachtstag filmmusik die so gar nichts mit weihnachten zu tun hat, im gegenteil, es geht um um einen japaner, der sich rituell das leben nimmt. der film heißt "mishima", die musik wurde von phillip glass kommponiert und vorgetragen wird das ganze vom kronos quartet. bevor jedoch nun seltsame, wenn auch vermeintlich naheliegende querverbindungen und schlüsse gezogen werden: nein, ich denke ganz und gar nicht an selbstmord, schon gar nicht an einen rituellen! mir geht es hierbei auch überhaupt nicht um den inhalt des filmes, ich habe ihn ehrlich gesagt auch noch gar nicht gesehen, nein, ich liebe einfach diese musik. aus irgendwelchen gründen finde ich sie nun mal passend zum weihnachtstag. ich fühle mich wohl dabei und komme dadurch gut in stimmung.



Sonntag, 14. Dezember 2014

SCHATZKISTE - P WIE PERSONALAUSWEIS

p - wie personalausweis



als ich das erste mal in meinem leben meinen eigenen personalausweis bekam, war ich ziemlich stolz darauf. denn das bedeutete, dass ich nun nicht mehr den ausweis meines vaters brauchte um ins ausland reisen zu können. bis dahin war ich nämlich nur in diesem eingetragen. eine welt ohne grenzkontrollen innerhalb europas lag noch in ferner zukunft und die landkarten sahen damals auch noch anders aus. es gab noch ein yugoslawien, eine ddr und eine tschechoslowakei. wenn man mal schnell nach rosenheim wollte, dann musste man stau in kiefersfelden mit einplanen.

später gab es dann auch noch einen reisepass, doch den habe ich irgendwo verlegt. ich weiss dass ich ihn irgendwo haben muss, aber ich finde ihn leider nicht mehr. das bild in diesem ist nämlich um einiges hübscher als jenes im reisepass.

dass ich meinen namen zensiert habe versteht sich hoffentlich von selbst. der sieht übruigens deshalb so zerfleddert aus, weil er einmal aus versehen mitgewaschen wurde.

ich habe inzwischen übrigens keinen neuen, weder personalausweis, noch reisepass. irgendwie ergab es sich,d ass es nie nötig wurde. es steht aber seit jahren auf meiner to-do liste.