mit musik aus japan ist das so eine sache. entweder sie ist total billig, oder sie ist einfach großartig, ein mittelmaß scheint es nicht zu geben. vielleicht ist es zufall, dass ich ausgerechnet 2016 auf viele äußerst interessante künstler, bzw. tracks gestoßen bin, vielleicht tut sich auch gerade derzeit etwas, ich weiß es nicht. fakt ist jedoch, dass mir derzeit vermehrt japanische musiker auffallen, darum gibt es hierfür eine eigene rubrik.
ye ye - ate a lemon
dies ist vermutlich der "normalste" track in dieser sammlung. ein toller popsong, der vermutlich im regulären radioprogramm nicht sehr auffallen würde.
takeshi nakatsuka - japanese boy
extrem schräges video zu jazzigen klängen. die amis mögen den jazz erfunden haben, aber auch japaner können das verdammt gut.
migimimi sleep tight - puputan
wenn es um härtere klänge geht ist musik aus japan ja schon länger ein geheimtipp - oder bereits darüber hinaus. bis auf den kurzen polka-anfall zwischendrin geht das hier ziemlich heftig ab. und dann, wenn man denkt jetzt ist es zu ende, wird nochmal nachgelegt.
stuts - renaissance beat / pushin'
so cool dieses stück electroswing, das sich übrigens später in lässigen mellow dancefloor wandelt auch ist, es nervt ehrlich gesagt ein wenig dem typen dabei zuzusehen wie er es auf seinem mpc1000 zusammenbastelt. also am besten einfach nur hinhören.
rei - cocoa
so wie rei spielt wohl kaum jemand auf diesem planeten gitarre. das mädel weiß wirklich was sie tut und macht einen dabei ganz schwindelig.
soha - after the rain
ich weiß jetzt nicht genau wie ich das hier beschreiben soll. jazzrock? verkopfte gitarrenmusik? auf alle fälle alles andere als leicht zu hören, geschweige denn zu kapieren.
kie katagi - gold fish
ganz zum schluss noch etwas versöhnliches. sehr hübsches gitarrengklimper, das, ganz klischeehaft, vor dem geistigen auge bilder aus ghibli filmen erscheinen lässt.
heute widmen wir uns tracks aus österreich und originellen coverversionen, genauer gesagt widme ich mich diesen kategorien..
ÖSTERREICH
dass ich mich für musik aus österreich interessiere liegt für mich als österreicher auf der hand. das genre "austropop" ist ja einerseits so gut wie tot, andererseits wurde es in den letzten jahren durch acts wie zum beispiel wanda, die inzwischen aber schon wieder niemand mehr schmerzfrei hören kann, wieder neu belebt. also, keine angst, hier gibt es weit und breit keine wanda.
butter - schön dass es dich gibt
ich habe ja ein faible für elektronisches, ebenso für schöne texte. beides wird durch butter aufs angenehmste bedient.
akjela - wüde viecha
österreicher lieben es ja den rest der welt mit ihrem dialekt zu drangsalieren. meistens nervt das gewaltig, doch manchmal geht das sehr in ordnung, wie in diesem fall bei akjela. obwohl mich dieser dialekt fast zu sehr an die brünftige gesangskuh der "seer" erinnert. aber dafür kann sie ja nichts. also akjela kann nichts dafür, die gesangskuh der seer sehr wohl.
5/8erl in ehr'n - alaba, how do you do?
ok, nun doch sowas wie austropop. aber zu meiner verteidigung: genau so sollte austropop sein! textlich dielaktisch, österreichbezogen und extrem groovy.
COVERVERSIONEN
interessante coverversionen mag ich vor allem deshalb, weil sie eine neue sicht- oder auch hörweisen auf altbekanntes liefert.
luna lee - zz top "la grange"
luna spielt das koreanische gayageum, eine art zither oder auch hackbrett. sie hat jede menge dieser coverversionen in ihrem repertoire, doch diese hier fiel mir als erste auf.
orkestra obsolete - new order "blue monday"
auch hier haben wir es mit einem hackbrett zu tun, aber auch mit jeder menge ana nderen fast ausgestorbenen instrumenten. dass ausgerechnet einer meiner elektronischen lieblinge gecovert wird macht das ganze erst zu einem richjtigen knaller.
steve'n'seagulls - guns'n'roses "november rain"
ich bin dieser truppe wirklich dankbar für dieses cover, denn november rain hasse ich seit ich es das erste mal hören musste. nun gibt es endlich eine hörbare und vor allem interessante version.
leo moracchioli - los del rio "macarena"
leo produziert metal-coversionen. und das macht er verdammt gut. es gibt jede menge interessanter tracks von ihm und sicher auch viele bessere, immerhin produziert er jede woche einen neuen song, doch macarena war jener track der mich auf ihn aufmerksam machte.
manchmal ist ein track einfach eindeutig elektronisch, poppig oder gitarrenlastig. in diesem blogbeitrag sind wir nun bei den gitarrentracks.
GITARREN LAUT
la femme - tatiana
ein bisschen klingt das hier wie plastic bertands ca plane pour moi, nicht nur weil es französisch ist. party, stimmung, immer feste druff.
yeti lane - l'aurore
die gitarren sind mir hier ein bisschen zu schneidend, liegt aber vermutlich an der schlechten abmischung des videos. der track knallt auch nicht, dafür wirkt er jedoch ziemlich bedrohlich und düster.
deap vally - gonnawanna
ok, das video ist echt schräg, dafür haut der song ziemlich rein. und mitgröhlen kann man auch! das haben die mädels fein gemacht.
nothing but thieves - itch
ja, ich habe auch so was wie "normale" härtere tracks im angebot. dies hier ist also der besagte quotentrack. da gibts alles was man sich so von einem gitarrenlastigen härteren stück musik wünscht. und gut ist es auch noch.
GITARREN LEISE
wo es laute gitarren gibt, muss es auch leise gitarren geben, oder?
cass mccombs - opposite house
das ding ist dermaßen weichgespült, dass es ob seiner flauschigkeit schon fast den niedlichkeitstod stirbt. aber zum glück nur fast, so kann man sich einfach hineinsinken lassen.
wolfie's just fine - a new beginning
dieses stück ist zwar ruhig, langsam und leise, trifft einen jedoch härter als sämtliche oben angeführten "harten" tracks, vor allem wenn man das video ansieht.
so sehr ich auch versucht habe irgendeine art von ordnung/einteilung/schubladisierung vorzunehmen, es wird immer tracks geben die eigentlich in mehrere schubladen passen würden. in diesen fällen habe ich mich dann einfach für die meines erachtens nach logischste einteilung entschieden.
DIE POP/HITFRAKTION
hier sammle ich all jene songs, die entweder tatsächlich so etwas wie hits im jahr 2016 wurden, oder es meiner meinung nach sein hätten sollen, wobei ich "hit" so definiere, dass es reicht, wenn ich den track immer wieder mal im radio hören konnte.
k.flay - blood in the cut
also, diese stimme, die manchmal extrem klingt, dabei jedoch von ganz und gar nicht naiven dingen erzählt, ist doch einfach zum verlieben, oder? und endlich traut sich mal wieder jemand was - und hat damit erfolg. k.flay macht was sie will und das ist gut so.
louis the child feat. k. flay - it's strange
dies ist die einzige doppelnennung die sich in meiner liste findet. der grund dafür ist, dass ich diesen song entdeckte, lange bevor k. flay herself in mein radar geriet. ich wusste damals einfach nicht wer jetzt wer ist. jedenfalls konnte ich auch beim ersten mal anhören nicht viel mit dem track anfangen, aber ich wusste, irgendwas hatte mich da am haken. bereits beim zweiten mal anhören hatten mich k.flays art zu performen und die seltsame hookline überzeugt.
louis berry - restless
was für eine stimme! es fehlt nur der richtige song um aus louis berry einen superstar zu machen, wobei das hier auch schon großartig genug ist. seltsam, dass ich nie wieder etwas von ihm gehört habe.
caravan place - midnight
der track ist noch relativ neu, kann also leicht sein, dass er sich noch zu jenem hit entwickelt, der er eigentlich sein sollte. also, echt jetzt, wie cool ist das denn? leichte anleihen an electroswing, aber nicht zu sehr, ein bisschen melancholie, ein mellow flow der sich wie caramell über den track legt und ein gehöriger schuss coolness. bitte mehr davon!
the vaccines - give me a sign
hier leben die 80er wieder auf, genauer gesagt ist dies wohl die wiederbelebung von reo speedwagon. jedenfalls erinnert mich das sehr daran. das video dazu erweckt den selben eindruck, obwohl es sich um eine parodie auf solche bands handelt. die geschichte braucht ein bisschen bis sie anfängt....
na das ist doch mal ein song, der wie gemacht für die charts zu sein scheint! anständige gitarren, solide produziert, lässige hookline und ewas zum mitgröhlen (huh-hah).
space in space
hier wird es jetzt sehr explizit, es handelt sich nämlich um ein masturbationsvideo. ich habe absolut keine ahnung von wem der track stammt, aber völlig unabhängig vom video mag ich ihn, weil er sehr nach 80er jahre klingt. mehr über dieses video kann man hier nachlesen.
der treibende bass und der fast schon hymnische refrain, das ist hitpotential ohne ende. und genau so spielte es sich dann auch ab. ich habe den song eine zeitlang sicher x-mal im radio gehört bis ich dann endölich ehrausfand wer und was das ist. das wichtigste ist jedoch, dass man sich nicht abhört, der track geht immer wieder,
lil dicky - molly
dies ist eigentlich ein trauriges liebeslied mit einem refrain den man nicht mehr so schnell wieder vergisst. auch hier wundert es mich, dass ich es nie wieder gehört habe...
tom rosenthal - us
zeit wieder fröhlicher zu wrden und tom rosenthal ist genau der richtige dafür. seine songs haben alle etwas unbeschwertes, fröhliches, auch wenn ihnen immer ein hauch von melancholie untergestreut wird. vielleicht mag ich sie deshalb so sehr.
lola marsh - you're mine
dieses handgeklatsche ist doch derzeit ziemlich in, oder? abgesehen davon ist das ein sehr eingängiger song mit catchy bassline und allem was so dazugehört.
kevin drew - you in your were
nein, das ist kein tippfehler, der song heißt wirklich so. trotz des seltsamen titels hätte dieser song hitpotential, zudem gibt es im video einen gastauftritt des großartigen zach galifianakis. und feist ist auch irgendwie dabei.
john grant - down here
anfangs macht der song nicht viel her, später auch nicht, aber wenn er dann vorbei ist kann man ihn nicht vergessen und möchte ihn noch einmal hören.
the lumineers - ophelia
wer nach diesem song nicht dieses "o-o-ophelia" im kopf hat, hat nicht zugehört! ein sehr schönes stück, das es gottseilounddank offenbar auch bis ins radio geschafft hat. und das ist gut so.
regina spector - small bill$
ich mag ja alle tracks die ich hier aufliste, aber dies ist in der popfraktion mein absoluter liebling! glaubt mir, es braucht tage um dieses "la lala la la lala la la" aus dem refrain wieder aus dem kopf zu bekommen, was jedoch nicht funktioniert, weil man sich den song inzwischen schon wieder zig mal angehört hat.
obwohl ich kaum noch radio höre, außer im auto und dort bekomme ich dann auch nur selten mehr als einen halben song mit, obwohl ich keine musiksender im tv mehr ansehe (gibt's außer go tv eigentlich noch relevante musiksender?), stolperte ich dieses jahr doch hin und wieder über interessante musik. und das war gar nicht mal so wenig, wenn man sich meine liste des best of 2016 ansieht. ja-ha, da kommt jetzt ein bisschen was auf euch zu, 72 tracks um genau zu sein, ich hab's gezählt! und, wie bereits angemerkt, das ist nur das best of, das ist sozusagen meine virtuelle playlist die ich zusammenstellen würde wenn ich denn ein mixtape für 2016 basteln müsste.
um hier also niemanden mit dem schieren gewicht all dieser tracks zu erschlagen habe ich versucht sie ein bisschen zu schubladisieren und werde euch mit kleineren portionen füttern.
JAZZ/WORLDMUSIC
tommy guerrero - el camino negro
das ist die richtige musik für lange autofahrten, funktioniert jedoch sicher auch in der bahn, im bus oder in sonstigen fortbewegungsmitteln. zugegeben, am allerbesten vermutlich dort wo es heiß, karg und staubig ist. ich hatte übrigens einen weiteren track von ihm in meiner liste, wollte jedoch keine doppelnennungen. und ehrlich gesagt bin ich mir nciht ganz sicher ob das überhaupt in diese kategorie passt, aber es passt auch in keine der anderen kategorien, am ehesten noch hierher.
geoffrey secco - whelk song
ich mag vertrackte rhythmen, ich mag "intelligente" musik, somit mag ich auch ziemlich viele jazzige sachen, doch über solche zu stolpern, ohne sich irgendwie in dieser szene zu bewegen ist so gut wie unmöglich. so gesehen hatte ich hiermit glück. das ding animiert nicht nur mit den fingern zu schnippsen und dem fuß zu wippen, es animiert aufzustehen und zu tanzen!
gogo penguin - all res
bloß nicht vom klaviergeklimper einlullen lassen! spätestens wenn die drums loslegen weiß man, dass das jetzt noch sehr viel interessanter wird. das ist genau die art jazz bei dem mir warm ums herz wird, hier fühle ich mich wohl.
peggy gould feat. yoo ah-in - hungboo
ja, das video ist kacke, dafür ist die musik um so besser. aber ob das jetzt wirklich in die kategorie worldmusic fällt, kann ich nicht mit bestimmtheit sagen, auch jazz scheint mir nicht ganz zuzutreffen, doch auch hier wüsste ich nicht wo ich das sonst einordnen hätte sollen. auf alle fälle wird der tune mit der zeit irgendwie immer entspannedner und gleichzeitig mehr catchy.
SCHRÄGES
wintergatan - marble machine
und wieder habe ich ein zuordnungsproblem, denn der song an sich ist gar nicht schräg, im gegenteil, er ist sogar sehr catchy, ich würde fast schon sagen das ist popmusik, doch das schräge hierbei ist ja nicht die musik, sondern die art wie die musik gemacht wurde. ja, diese maschine wurde tatsächlich von ihm gebaut und sie spielt die musik! beeidnruckend, nicht wahr?
oscar - good things
das hätte ich fast in die pop-kategorie eingereiht, aber dazu ist einfach zu windschief, zu wackelig. da ich jedoch unperfekte dinge sehr mag, habe ich mich in diesen track nahezu verliebt. das schräge video tut dann noch sein übriges.
sonreal - whoa nilly
und auch hier hatte ich zuordnungsprobleme, denn auch das ist eigentlich zu eingängig um als schräg zu gelten, aber in kombination mit text und video wusste ich wieder mal nicht wo ich das sonst hinpacken sollte. das video, bzw. der song braucht ein bisschen bis es wirklich losgeht....