Mittwoch, 30. Juli 2014

BEGRÜSSTE UMSTELLUNGEN

mehr als die hälfte meiner ersten arbeitswoche ist nun geschafft. und ich bin auch geschafft! diese andauernde herumrennerei hat mich in den ersten tagen, nun ja, nicht fertig gemacht, aber zumindest angestrengt. ich hatte gestern und heute vormittag noch einen tierischen muskelkater. bist du gelähmt (wir in tirol sagen das gerne mal anstelle von "bist du deppert), im wahrsten sinne des wortes. gestern abend überlegte ich mir wirklich sehr genau ob ich jetzt wirklich aus meinem stuhl aufstehen soll oder nicht, weil ich kaum mehr hoch kam. und bereits gestern nachmittag, bzw. auch noch heute vormittag war das treppe hinabsteigen sehr sehr abenteuerlich. hinauf ging es ja noch, zwar nicht so schnell wie bei den jugendlichen kollegen, aber dennoch. kurz gesagt, alles was auf die oberschenkel ging spürte ich ganz besonders intensiv.

heute war es mit der herumrennerei zum glück nicht mehr ganz so schlimm und ich konnte meinen geschundenen körper sich ein wenig ausruhen und erholen lassen. dafür musste ich direkt aufpassen nicht einzunicken wenn ich einem meiner kollegen dabei zusah was auch immer er gerade machte. das ist nämlich das nächste problem: ich bin ja nachtmensch und habe mich in den letzten eineinhalb jahren auch dementsprechend mit meinem tagesrhythmus angepasst, bzw. eingerichtet. das heißt, ich war in der regel bis ca. 03:00 uhr morgens wach (+/- 1-2 stunden, je nachdem) und stand erst am späteren vormittag auf. dazu stellte ich mir sogar extra jeden tag den wecker, damit ich nicht ewig schlafe und mir so das letzte bisschen rhythmus völlig zunichte mache. tja, nun bin ich das eben so gewohnt, sollte aber um 08:00 uhr morgens frisch wie ein fisch im wasser sein - und natürlich voller tatendrang.

ein bild aus meiner wohlverdienten zigarettenpause - im regen

es ist für mich also ein wenig schwierig, ABER ich freue mich auf meinen job! ich gehe gerne arbeiten und DAS heißt jetzt mal wirklich was! bei einem anderen job ginge mir das extrem auf die nerven, hier denke ich mir jedoch, dass es nur gut für mich sein kann, wenn ich jeden tag zusammengerechnet ein paar kilometer spazieren gehe.

so ist das nun mal wenn man seinen job mag. dann nimmt man auch dinge in kauf die man woanders hassen würde,

Montag, 28. Juli 2014

MÄNNER DIE AUF MONITORE STARREN

heute war also mein erster arbeitstag. und wie es sich für einen ersten arbeitstag traditionellerweise so gehört fing der tag auch gleich so richtig kacke an, und zwar mit einem platten reifen.

zum glück hatte ich sowieso eine gehörige verzögerung, von der meine nunmehrige chefin auch wusste, bevor ich endgültig an meinem neuen arbeitsplatz aufschlagen konnte. um das gelände überhaupt betreten zu dürfen, muss man nämlich eine reihe an sicherheitsschulungen über sich ergehen lassen, man wird registriert und fotografiert und bekommt dann eine id-karte die man ständig tragen muss. so fiel es nicht sonderlich auf, dass ich 5 minuten länger brauchte weil ich noch schnell reifen wechseln musste. darin habe ich inzwischen ja übung *meh*.

ansonsten war der erste tag recht chillig, obwohl ich schon lange nicht mehr so viel zu fuß ging wie heute. das betriebsgelände ist recht groß, also fährt man natürlich mit dem auto von einem termin zum nächsten. meistens hat man ja auch noch irgendwelche devices dabei, wie zb. handys, laptops, pcs, tastaturen, mäuse und ähnliches zeux.... 

da fällt mir ein, ich habe ja noch gar nicht erwähnt was ich eigentlich mache. ich bin im it-support. den ganzen tag werden pcs und laptops aufgesetzt, daten egsichert, alte geräte gegen neue eingetauscht, handys neu vergeben und lauter solche dinge. ja, ich mag das sehr und genau solch einen job wollte ich immer haben! man könnte jetzt darüber philosophieren, dass es sich lohnt nicht gleich das erstbeste anzunehmen und auf das richtige zu warten, aber erstens ist noch nicht heraussen ob ich diesen job auch in ein paar wochen oder monaten noch so cool finde wie heute, zweitens hat man ja oft keine wahl und muss einen job den man eigentlich gar nicht will, weil einem sonst das arbeitsamt (wie auch immer es in den verschiedensten ländern heißen mag) aufs dacht steigt und sauer wird.

also weuter im text.

man darf natürlich das auto nicht einfach irgendwo abstellen, sondern an ausgewiesenen parkplätzen. also latscht man ständig von büro zum parkplatz, treppen rauf, treppen runter, durch lange gänge und dann das ganze wieder retour. und zwischendurch macht man ein bisschen was oder starrt auf monitore oder displays und sieht dabei zu wie das ding seine arbeit macht. da ich ja neu bin und selbst noch nichts alleine erledigen kann, war ich heute nur zuseher. also starrten heute des öfteren drei kerle auf einen bildschirm.....

aber durch den anfang mit dem reifenplatzer und der ständigen rumrennerei kam ich heute fast den ganzen tag nicht aus dem schwitzen heraus. würde mich nicht wundern wenn ich ausgerechnet bei einem it-job durch viel bewegung abnehme ^^

Freitag, 25. Juli 2014

RESTEFICKEN: PROVINZIELLE UNIVERSALANKÜNDIGUNG

da mir heute nichts besseres einfällt gibt es wieder mal resteverwertung:


provinz tirol:

ich gewinne immer mehr den eindruck, dass sich ausgerechnet in tirol die event- und kulturwüste mitteleuropas befindet. natürlich finden auch hier jede menge kulturveranstaltungen statt, aber irgendwie ist alles so... "provinziell". entweder handelt es sich um die b-, c- oder gar d-liga der kulturschaffenden, oder es geht wieder mal um volkstümliches. wirkliche weltklasse ist in tirol nicht zu finden. zumindest ist das mein höchst persönlicher eindruck.

wir haben festspiele in erl, wir haben eine oper in innsbruck, wir haben jede menge theater, kleinkunstbühnen und sonstiges zeug, aber man hört und sieht kaum etwas. und wenn, dann nur uninteressantes.

an weltstars ist sowieso nicht zu denken. die gastieren in wien oder münchen, mit ein klein wenig glück in salzburg, aber auf gar keinen fall in tirol. und wenn doch, dann sind sie weltstars eines genres, für das sich in tirol keine 100 leute interessieren.

woran liegt das? was ist passiert? ich erinnere mich an zeiten an denen es immer wieder mal festivals mit acts wie the cure und the the, gianna nannini und ähnlichem kaliber gab, sogar die rolling stones gastierten in tirol. und heute? heute ist das highlight das open-air konzert der ursprung buam im zillertal. und vielleicht nächstes jahr die austragung des eurovisions-songcontests. himmel hilf! tirol setzt moos an.....


der universalartikel:

die deutsche sprache ist nicht leicht zu erlernen, das kann einem jeder fremdsprachler bestätigen, ja sogar unsere eigenen kinder könnten das wenn sie es schaffen würden sich anständig zu artikulieren. das liegt vor allem an den verschiedenen artikeln "der, die das".

dabei machen es uns doch unsere migrierten gastarbeiter vor: sie verkürzen gerne mal jeden artikel zu einem universalartikel, nämlich dem "dö". so werden aus der hammer, die säge, das lineal ganz einfach dö hammer, dö säge, dö lineal.

noch viel einfacher würde es, wenn wir uns aus verschiedensten sprachen den accent ausleihen würden. dann würde aus kutsche und watsche, schule und abwasch nämlich kuce und wace, sule und abwas. den accent denken sie sich bitte jetzt selbst jeweils über c und s, ich habe nämlich gerade keine ahnung, wie ich das auf dieser tastatur hinbekommen soll.


eine ankündigung:

zu guter letzt möchte, bzw. muss ich etwas ankündigen (ja, so stehts eh in der zwischenüberschrift - was für eine überraschung!): da sich mein privatleben im umbruch befindet und somit auch meine tagesablauf, bzw. meine tägliche routine ändern wird, liegt es im bereich des möglichen, dass ich es in zukunft nicht mehr schaffen werde täglich zu bloggen.

ehrlich gesagt weiß ich nicht ob ich es schaffe oder nicht. ich kündige es nur vorsichtshalber an, damit es dann keine beschwerden aus den reihen meiner 3 stammleser gibt, falls es keine täglichen blogs mehr geben sollte ;-) - vorgenommen habe ich es mir dennoch. also... mal sehen....


Donnerstag, 24. Juli 2014

SCHATZKISTE - H WIE HOCHZEITSBILD



h - wie hochzeitsbild


gegen ender 80er jahre begab ich mich auf ein abenteuer und trampte völlig alleine, fast ohne geld ins damalige jugoslawien. meine eltern fuhren kurz nach mir ab und kamen natürlich vor mir an, sie warteten dort also schon auf mich. ich war auch schon alt genug um mich auf solch ein abenteuer einzulassen, also hatten sie nichts dagegen. die geschichte meiner reise wäre einen eigenen blogeintrag wert, vor allem weil es so ziemlich das einzige wahre abenteuer war auf das ich mich jemals eingelassen hatte. ich machre auch einige bekanntschaften während dieses trips, doch die personen auf dem bild waren nicht dabei, die hatten in dieser phase meines abenteuers noch absolut nichts mit mir zu tun.

das kennenlernen kam dann später, auf dem campingplatz. dort lernte ich burkhard kennen und schätzen, wir wurden sozusagen urlaubsfreunde. das ging dann sogar so weit, dass ich nach abreise meiner eltern (und geschwister) noch eine woche länger blieb um dann zusammen mit burkhard wieder zurück nach hause zu fahren. er musste sowieso in meine richtung und für einen freien gratis-schlafplatz nahm er gerne den kleinen umweg in kauf.

wir blieben auch danach noch lange in kontakt, meistens per brief oder telefon, andere kommunikationsmöglichkeiten gabes damals ja noch nicht. ja und eines tages kam eine einladung zu seiner hochzeit.

ich reiste also ins tiefste deutschland, irgendwo in die hannoversche gegend, um bei dieser hochzeit dabei zu sein. und ich muss sagen, es war die großartigste hochzeitsfeier, die ich jemals erleben durfte. feiern können die deutschen, das muss man ihnen lassen!

ein paar wochen danach bekam ich dann per post dieses hochzeitsbild zugeschickt, mitsamt rahmen. dieser rahmen besteht aus stoff, darum sieht er auch so versifft aus. das ding nahm eben jeden dreck an. und darum verschwand das schlussendlich in der schatzkiste.

soweit ich weiß bekamen die beiden dann noch zwillinge. inzwischen sind sie jedoch geschieden. glaube ich zumindest. man hat sich im laufe der jahre irgendwie aus den augen verloren... wie so oft....

Mittwoch, 23. Juli 2014

ZWANGSENTSPANNUNG

zwangsbeglückt zu werden ist ja generell ein zweifelhaftes vergnügen. ganz besonders dann wenn man dem nicht entrinnen kann. nun ja, der begriff "zwang" beinhaltet ja schon die auswegslosigkeit, insofern war das gerade ein wenig unlogisch. sorry.

für mich zählt es du den schlimmsten dingen dieser welt, wenn ich mir unfassbar schlechte musik anhören MUSS. "wann muss man denn schon musik hören? man kann es doch auch einfach überhören!" wird nun vielleicht der eine oder andere als gegenargument anbringen. nun, in kaufhäusern und einkaufszentren muss man sich zum beispiel musik anhören. der zweck dieser berieselung ist uns allen klar und es trifft uns auch nicht unvorbereitet. insofern kann man hier auch tatsächlich weghören, da es ansonsten genug andere geräusche gibt auf die man sich konzentrieren kann. ansonsten funktioniert dieses "weghören" bei mir nicht. wenn irgendwo musik spielt höre ich auch hin. das kann so weit gehen, dass ich nicht mehr mitbekomme wenn sich jemand mit mir unterhält, weil ich mich total auf die musik konzentriere. darum sitze ich in clubs auch lieber rum anstatt tanzen zu gehen.

man wird aber auch woanders mit musik berieselt. hin und wieder hat der busfahrer im öffentlichen nahverkehr den radio laufen, in lokalen läuft fast immer musik und sogar bei den friseuren muss man es über sich ergehen lassen. in all diesen fällen hat man jedoch die wahl ob man sich das antun möchte, oder doch lieber ein anderes lokal oder einen anderen friseur wählt. mit dem bus wirds schon schwieriger, aber zur not kann man sich ja kopfhörer aufsetzen und sein eigenes programm laufen lassen.

speziell für mich ist sogenannte entspannungsmusik die reinste folter. seichtes dahingewaber diffuser klanglandschaften ohne bruch, ohne ecken kanten, ohne irgendwas von dem sich mein musikbegeistertes und nach anregung lechzendes hirn stimulieren lassen könnte treibt mich in den selben wahnsinn wie es vermutlich metal und drum'n'bass bei den verbrecherischen produzenten solcher harmoniesümpfe der fall sein wird. ich warte ständig auf einen höhepunkt, auf ein highlight, auf einen kontrapunkt, auf IRGENDWAS, aber da kommt einfach nix. da könnte ich direkt die wände hochgehen.

und nun stelle man sich folgendes vor: herr von sinnen ist in einer situation gefangen aus der er sich nicht einfach so hinausstehlen kann - und dann wird ihm auch noch entspannungsmusik vorgespielt! das ist mir schon des öfteren passiert. im warteraum eines frauenarztes den ich zusammen mit meiner damals schwangeren exe besuchen musste/durfte, bei der physiotherapie, bzw. während der massage und sogar beim zahnarzt.

prinzipiell finde ich die idee dahinter ja nicht schlecht, dass man ausgerechnet bei mir damit das genaue gegenteil erreicht kann ja niemand ahnen. ich bin vermutlich einer von sehr sehr wenigen menschen die bei entspannender meditationsmusik auszucken.

ich würde mir einfach wünschen, dass man in solchen situationen entweder die möglichkeit bekäme diese zwangsbeschallung auszuschalten, oder zumindest die musik seiner wahl anhören könnte.

zum abschluss hab ich einen track für euch, der beides in sich vereint. hier wurde ein stück aus einer thai-chi cd gesampled - das weiß ich deshalb so genau, weil ich mir diese cd viel zu oft anhören musste während meine exe sich dazu verbog - und von "quincy" daraus ein drum'n'bass track gebastelt: QUINCY - BRUCE LEE MC