Donnerstag, 29. September 2016

LESEZEICHEN - ZWEI MAL GRAPHIC NOVEL: FRIEDVOLLE KRIEGER UND FAHRENHEIT 451

dan millman:

der friedvolle krieger




angeblich haben millionen menschen die romanvorlage gelesen. angeblich handelt es sich um einen bestseller. ich gebe zu, ich habe das nicht nachrecherchiert, aber wundern würde es mich, denn wir haben hier einen astreinen paolo coelho clon - und somit ist auch klar wohin die reise geht, nämlich ins land der verschwurbelten esoterik.

damit hätte ich ja noch klarkommen können, die geschichte war auch annehmbar interessant, zumindest die ersten drei viertel, doch dann kippte das ganze ins absurde und unverständliche.

doch selbst damit hätte ich leben können, wenn nur die umsetzung der graphic novel besser gewesen wäre, aber leider schwächelt es auch hier gewaltig. der zeichenstil ist mit viel gutem willen mittelmäßig, der bildaufbau nicht mal das.

von dieser graphic novel war ich wirklich sehr enttäuscht. es hatte "ok" angefangen und endete fast in der mülltonne, wenn es nicht ein geliehenes buch gewesen wäre.

das lesezeichen:

wie man unschwer erkennen kann, haben wir hier wieder mal eines jener beliebigen lesezeichen die es gratis in der bibliothek gibt. es gibt verschiedene farben, dieses mal war nun mal das blaue dran.


ray bradbury:

fahrenheit 451



nun, die geschichte ist ja bekannt und wurde großartig verfilmt, also dachte ich mir, dass hier nicht viel schiefgehen könnte, doch ich leider ging es trotzdem schief!

im gegensatz zum friedvollen krieger war an der story absolut nichts auszusetzen, doch auch hier hatte mir der zeichenstil den genuss gehörig verleidet. leider kann ich es nicht so richtig festmachen, denn im grunde war der stil gar nicht mal so schlecht, aber auch hier hatte ich ständig das gefühl, dass es über mittelmäßig - wenn auch merkbar ambitioniert - nicht hinaus kam.

so kam es, dass ich dieses buch nicht einmal zu ende las. so wie für ein hörbuch der sprecher essentiell ist, denn mit ihm steht und fällt das hörerlebnis, durch ihn sind wir gefesselt oder gelangweilt, so sind für graphic novels natürlich die zeichner fast noch wichtiger als der autor selbst. öde bilder sind genau so schlimm wie öde erzähler.

das lesezeichen:

nein, ich habe nicht zwei mal das selbe lesezeichen verwendet, ich habe mehrere davon, dass es sich so ergab, dass ich zwei der selben sorte hintereinander benutzte, war reiner zufall. aber irgendwie passt das nun auch wieder zu den enttäuschenden büchern. fade lesezeichen zu faden büchern. ich sollte mehr auf meine lesezeichen hören.