Montag, 17. April 2017

MEHR ZAHLENMYSTIK

kann sich einer meiner leser noch daran erinnern wie ich mich über die häufung der zahl 327 in meinem leben wunderte und darüber, dass außer mir niemandem dieses seltsame phänomen wahrzunehmen scheint? wenn nicht, dann kann man dies HIER und HIER nachlesen.

nun, dieses phänomen hat soeben eine fortsetzung, bzw. eine bestätigung erfahren. aber seht selbst:


man wird mir zustimmen, dass diese häufung der 327 schön langsam signifikant und nicht mehr abzustreiten ist, ganz besonders, wenn eine dreistellige zahl zufällig gewählt wird. mit dem benfordschen gesetz lässt es sich nämlich nicht erklären.

schräg, oder?

Sonntag, 9. April 2017

VERWIRRT VERIRRT

gestern nacht, oder, um genau zu sein, heute früh, ist mir etwas passiert, das mir seit gefühlten hundert jahren nicht mehr passiert ist. ich habe mich verfahren, verfranzt, verirrt. und zwar dermaßen gründlich, dass ich tatsächlich eine zeit lang nicht mehr wusste, wo ich nun eigentlich gerade bin. das kommt bei mir tatsächlich normalerweise nicht vor. ich habe, ohne damit jetzt angeben zu wollen, einen außergewöhnlich guten, man kann schon beinahe sagen "präzisen" orientierungssinn. sogar in gegenden in denen ich vorher noch nie war finde ich meinen weg, bzw. mein ziel mit sprichwörtlich traumwandlerischer sicherheit und wo ich einmal gewesen bin, finde ich auch nach jahren wieder dorthin zurück. das war bereits schon in jungen jahren so, noch vor internet, google maps und smartphones. ich nutzte dieses talent sogar beruflich als ich noch kurierfahrer, bzw. paketzusteller war. keine adresse war zu abstrus dass sie nicht von mir gefunden werden konnte. nun gut, in meiner ca. 7 jährigen karriere als paketschubser gab es genau zwei adressen die ich nicht ausmachen konnte, wenn man aber bedenkt, dass ich zwischen münchen, zell am see, bozen und dem bodensee adressen finden musste, finde ich das herausragend. tja, und nun ist es mir tatsächlich doch wieder mal passiert - und das schlimmste: es passierte in meiner heimat!

vermutlich führten drei dinge zu meiner temporären orientierungslosigkeit:

1) die unfassbar schlechte beschilderung einer umleitung. das fatale daran war, dass die umleitung nicht einfach nur eine umleitung war, es war vielmehr ungefähr so, als wolle man von berlin nach hamburg, würde aber nach leipzig umgeleitet werden, um dann auf halber strecke wieder umzudrehen um auf der gegenfahrbahn in die richtige richtung weiter zu fahren. doch die beschilderung um abzufahren entdeckt man erst, wenn man schon an der ausfahrt vorbei ist. man versucht also an der nächsten ausfahrt abzufahren, um dann zu entdecken, dass man hier nicht auf die gegenfahrbahn auffahren kann.

2) dass es finsterste nacht war, war dem ganzen natürlich nicht sehr förderlich. also, es war förderlich für meine verirrung, aber nicht um den richtigen weg zurück zu finden. so fand ich mich zunächst einmal an einer mautstelle, zahlte sinnloses lehrgeld, und fuhr dann einige minuten später irgendwo in unbekannten gefilden auf einem berg herum. ich sah dörfer, die ich bisher nur vom hörensagen kannte und deren standort mir nur vage bekannt war.

3) ich war noch nie in dieser gegend. ich bin zwar oft genug daran vorbei und drumherum gefahren, war aber noch nie dort oben in den dörfern auf dem berg. ich konnte mich nur an wegweisern orientieren und hoffen so wieder in halbwegs bekannte gegenden zu gelangen.

schlussendlich fand ich dann doch den weg zurück, bzw. nicht dort hin zurück von wo ich gekommen war, sondern zurück auf die autobahn die mich nach hause bringen würde. bitter war jedoch zu bemerken, dass wenn ich anstatt auf die autobahn zu fahren einfach noch ein stückchen durch die stadt gefahren wäre und einfach die nächste auffahrt genommen hätte, mir das alles ersparen hätte können. so bin ich ein halbe stunde sinnlos durch die gegend getaumelt.

irgendwie hat mich das ganze dann doch ein wenig erschreckt. wie kann es sein, dass ausgerechnet ICH mich dermaßen verfahre? werde ich alt? fahre ich zu wenig oft durch die gegend? verblöde ich?


Samstag, 1. April 2017

MAERZTRACKS

dieser märz hatte es in sich. es gab viel mehr an interessanten tracks und videos zu hören und zu sehen, als die monate davor. nun gut, ich achte ja auch erst seit drei monaten darauf, dennoch kommt mir vor, als wäre dieser monat extra produktiv gewesen. hier nun also jene tracks und videos, die mich aus den verschiedensten gründen im monat märz beeindruckt hatten:

wir haben dieses mal das comeback der gorillaz, obwohl dies bereits der zweite veröffentlichte track aus dem neuen album war, nehmen wir einfach diesen als comeback, der erste war nämlich einfach nur kacke, trotzdem haut mich auch dieser nicht vom hocker, immerhin klingt er wenigstens wieder nach gorillaz. und das 360° video dazu ist auch recht sehenswert. weiters haben wir höchst interssantes, nahezu avantgardistisches aus polen, das trotz sprachverständnisproblemen sehr hörens- und vor allem sehenswert ist, es gibt ein tolles stück popmusik aus der geisterbahn, ein irgendwie depressives, aber sehr schönes stück unter mitwirkung von faith no mores mike patton, noch ein irgendwie depressives, aber sehr schönes stück, wenn auch völlig anders, unter mitwirkunhg von vanessa paradis, endlich mal einen song für ostern anstatt für weihnachten der japanobitches die mal ladybaby hießen, sich nun aber the idol nennen, einen weiteren track von den selben, bei dem dann aber doch mehr die luzi abgeht als beim ostersong, eine rock band die man wörtlich nehmen sollte, eine coverversion eines hierzulande unbekannten songs, komplett mit dem gameboy gebastelt (bitte klickt und abonniert dieses geniale, talentierte mädel!!!!), eine unfassbar passende und würdige coverversion peter gabriels sledgehammer durch die ja inzwischen bekannten postmodern jukebox, eine sehr stille coverversion des cheap trick klassikers i want you to want me, eine beeindruckende live performance auf der straße, ein interaktives video zu einem inzwischen, wie ich glaube, ziemlich bekannten song, und ein aus über 6.000 zeichnungen erstelltes video.


Gorillaz - Saturnz Barz (Spirit House) 360°



BOVSKA - Cyrk



Roosevelt - Moving On



Kaada/Patton - Red Rainbow



Oren Lavie ft. Vanessa Paradis - Did You Really Say No



The Idol Formerly Known As LADYBABY - Easter Bunny



The Idol Formerly Known As LADYBABY - Pelo



Rock Band



Deerful - Not Over You



Postmodern Jukebox - Sledgehammer



Puddles Pity Party - I Want You To Want Me



Kawehi - (Not Another Lame) Fight Song



Portugal The Man - Feel It Still


Holly Herndon - An Exit



BONUS:

wie jedes monat, so gab es auch in diesem monat tracks, die ich bisher übersehen, einfach vergessen, oder nun wieder entdeckt hatte:

es gibt einen track, der durch tv-werbung meine aufmerksamkeit fand, einen mit trommelnden frauen der erst zwei monate alt ist und es deshalb leider nicht in die märz liste schaffen durfte, eine wundervolle neuinterpretation des pop klassikers video killed the radio star, die jedoch ebenfalls nicht in die märz liste durfte, da ich sie zu spät entdeckte, ein animiertes video voller zwirnfäden (ebenfalls ein wenig zu spät entdeckt *seufz*), einen tollen song über planetengrößen der mich immer zum mitsingen anregt, ein video in dem es weniger um den track geht, als um die gezeigte performance, wiewohl der track auch toll ist, der eigentlich ein werbeclip ist, dann haben wir zwei 360° videos, die mich aber mehr durch ihre tracks, als durch die videos beeindruckten, ein mädchen das "sich nix scheisst", oder anders formuliert, mit dem was man chuzpe nennen könnte, mit einem tollen stück elektroswing, mit einer großartigen neuinterpretaion des unsquare dance, und einer frau die offenbar recht lebhaft träumt.


Klyne - Don't Stop



Georgia - Feel It



Bruce Woolley & Polly Scattergood with The Radio Science Orchestra - Video Killed the Radio Star



Daniel Knox - White Oaks Mall



Steve Mason - Planet Sizes



KENZO World - The new fragrance (Sam Spiegel & Ape Drums feat. Assassin - Mutant Brain)



Faces On TV - Traveling Blind 360°



Moderat - Reminder 360°



Bomba Estéreo - Soy Yo



Caravan Palace - Wonderland



Unsquare Dance



Oren Lavie - Her Morning Elegance

Mittwoch, 1. März 2017

FEBERTRACKS

hier also meine tracks des monats februar - jene die zu ohrwürmern wurden, die ich einfach toll fand oder deren videos mich faszinierten.


wir haben dieses mal black metal der anderen art, eine virale russische zirkusnummer, die man sowohl vorwärts, als auch rückwärts ansehen kann, einen österreichischen act, den ich eigentlich abgrundtief hasse, noch mehr musik aus österreich, die mich an meine jugend erinnert, eine hervorragende coverversion, die mich dazu animierte auf der stelle das ganze album des originals anzöhren, etwas elektronisch-blubberndes, sowas wie muppetpuppen, nochmal sowas wie muppetpuppen, fast schon expliziten zeichentrick, was symmetrisches nur für nicht-epilepktiker, einen asiatischen hühnerliebhaber, einen asiatischen cthulhu, einen feuer-liebhaber und einen neu bearbeiteten klassiker.


als bonus, also jene tracks die bereits älter sind, mir aber entweder erst jetzt aufgefallen oder wieder mal über den weg gelaufen sind, gibt es ein mal 8 bit, einen marathontänzer, was cooles tropisches, animierte streichholzschachteln, sowas wie eine country/folk supergroup und  jemanden der yea sagt.


body count - no lives matter



leningrad - kolschik (richtig/rückwärts)



leningrad - kolschik (falsch/vorwärts)



bilderbuch - bungalow


flut - linz bei nacht



aurora - teardrop



dark sky - kilter



chance the rapper - same drugs



big baby d.r.a.m. - cute

(offenbar hat der künstler etwas dagegen wenn man sein video verlinkt)


one sentence supervisor - scope explosion



max cooper & tom hodge - symmetry




chicken attack - song voyage



yaldaboath

(leider kein youtube-video vorhanden, bitte auf den link klicken)


ryan oxford - fa fa fired

(leider kein youtube-video vorhanden, bitte auf den link klicken)


addison groove - changa

(leider kein youtube-video vorhanden, bitte auf den link klicken)



BONUS:

toxicity (8 bit cover)



utah saints - something good



gablé - tropicool



戯言スピーカー -英語バージョン- (nonsense - lautsprecher)



case/lang/veirs - atomic number



yeasayer - silly me







Donnerstag, 23. Februar 2017

KURZ AUFREGEN

am unsinnigen (donnerstag) ist nicht viel los, hieß es, da mögen die leute ja selbst nicht mehr, hieß es, das wird heute gemütlich, hieß es. und dann hetzte ich heute doch irgendwie von einem usertermin zum nächsten, pausenlos, verschwitzt und genervt. doch damit kann ich leben, manche tage sind nun mal so.

dann die heimfahrt durch den ort. lauter verrückte. maskierte rücksichtslose "lustige" fußgänger und überforderte autofahrer verursachten ein megachaos. doch auch damit kann ich leben, ist ja nur ein mal im jahr. naja, vielleicht zwei- oder drei mal. helloween und krampus gibt es ja auch noch.

dann noch kurz bei der trafik stehen bleiben um für tabaknachschub zu sorgen, dort auber einen zettel lesen müssen, auf dem steht, dass heute nachmittag geschlossen ist. also, umdrehen, nein, besser nicht, besser andere route als die durch den ort wählen und zur trafik am bahnhof fahren, denn die hat garantiert offen. auch damit kann ich leben, auch sowas kommt nun mal hin und wieder vor.

und durch all das 20 minuten später als gedacht nach hause kommen. ja, auch damit kann ich leben, immerhin war es immer noch früher als sonst üblich, da wir ausahmsweise mal früher feierabend hatten.

doch mit folgendem kann ich nicht leben und hat mir für heute, quasi als tropfen der das fass zum überlaufen brachte, gründlich die stimmung verkackt: zuhause drauf kommen, dass die frau, von der ich mich 5 jahre lang verarschen lassen habe, die schlussendlich dann meinte ich solle sie doch endgültig vergessen, die ich trotz allem nie persönlich getroffen habe (ja, laaaaaange story, werde ich euch aber garantiert nie im leben erzählen), dass jenes verdammte weibsbild also, mich angerufen hatte, dass ich sie dann per sms fragte was es denn gäbe und sie mit einem text antwortete, der offenbar nicht für mich bestimmt war. der inhalt war zwar im grunde völlig harmlos (also keine schweinerein, tut mir leid), für mich aber, angesichts all der dinge die geschehen, bzw. nicht geschehen sind und gesagt wurden, von höchster brisanz. und dann regt sie sich auch noch dass ich mich aufrege!

ich möchte hier absolut nicht haarklein auseinanderdröseln was, warum, wer, wann und so weiter. tatsache ist jedenfalls, dass mir das heute vollkommen die stimmung verhagelt hat, ich mich über die dreistigkeit dieser frau aufregen muss und dies hiermit nun getan habe.


Mittwoch, 1. Februar 2017

JÄNNERTRACKS

nachdem ich mich mit meinem jahresrückblick für 2016 quantitativ fast übernommen hatte, habe ich beschlossen besser einfach jedes monat einen überblick über jene tracks/videos zu präsentieren, die mir im laufe des monats auffielen, für ohrwürmer sorgten oder einfach nur toll anzusehen/zuhören waren.

schnippo schranke - murmelbahn



bonaparte - white noize



m185 - chew



sonámbulo - the sleepwalker



pulse 4k (tony anderson - the way home)



sohn - hard liquor



dead seem old - this mess won't make itself



charlotte day wilson - work



marcus olsson - vicious cycle

(leider kein link für youtube auffindbar)


BONUS:

natürlich stolpere ich auch weiterhin über ältere tracks/videos - oder entdecke sie wieder. diese kommen hier in die bonusabteilung.


cruisr - all over



the helio sequence - battle lines



charles x - can you do it



king dude - my mother was the moon



koloto - fay



Montag, 30. Januar 2017

ZETWAHRNEHMUNGSVERSCHIEBUNG



es ist schon seltsam wie sich mit fortschreitendem alter die wahrnehmung zeitlicher perioden verschiebt. wochen und monate huschen an einem vorbei und plötzlich ist es sommer, obwohl man gerade noch den christbaum entsorgt hat. kein wunder, dass dinge, die man sich "für später mal" vorgenommen hat, bereits seit jahren unerledigt bleiben. seltsamerweise funktioniert das jedoch nicht mit einzelnen tagen. so ein arbeitstag zieht sich immer noch wie melasse am haken, dafür sind die abende und das wochenende schnell vorbei.

kürzlich stellte ich erstaunt fest, dass ich seit 17 jahren in der selben wohnung lebe. wenn man bedenkt, dass dies die neunte wohnung ist, in der ich meinen wohnsitz habe, ich also in den ersten 30 jahren meines lebens 8 mal umgezgen bin, dann müsste ich in diesem zeitraum rein statistisch bereits wieder vier bis fünf mal umgezogen sein. da jedoch sechs von diesen wohnortwechseln unfreiwillig waren, sprich, ich als kind mit meinen eltern mit umziehen musste, verwundert dies nun doch nicht mehr so sehr.

trotzdem - 17 jahre! wow! in manchen dingen bin ich dann wohl doch sehr konservativ. obwohl ich prinzipiell offen für neues bin, bin ich von veränderungen nicht sehr begeistert. erst recht nicht, wenn es um meine persönliche wohlfühlzone geht. ich erinnere mich an einen arbeitsplatz, der innerhalb von dreieinhalb jahren zwei mal umgebaut und umgestellt wurde und im zuge dessen ich vier mal meinen schreibtisch wechseln musste. ich hasse so etwas! darum hasse ich es auch, wenn die möbel in meiner wohnung umgestellt werden und natürlich hasse ich es wenn ich umziehen muss. sei es meine wohnung oder mein arbeitsplatz, das ist meine höhle und die soll gefälligst so bleiben wie ich es haben will. basta!

aber, um beim thema zu bleiben, mein aktuelles auto ist auch bereits 15 jahre alt, kommt mir dabei jedoch jünger, bzw. neuer vor, als meine ersten beiden gebrauchtwagen. der eine war damals 12 jahre alt, der andere 11. und beide waren typische alte gebrauchtwagen, passend für fahranfänger, als zweitwagen oder für fünfköpfige türkische familien (man verzeihe mir dieses klischee).

vielleicht liegt meine verschobene wahrnehmung was mein kfz betrifft auch daran, dass ich mich erinnern kann dass dieses auto einmal brandneu war. in meiner inneren timeline ist das ding im jahr 2017 mit baujahr 2002 natürlich viel jünger als mein erster damals 1992 mit dem baujahr 1980, auch wenn es unlogisch klingt.

natürlich treiben filme und musik das ganze nochmal auf die spitze, aber das ist vielleicht eine geschichte für ein anderes mal....

Mittwoch, 25. Januar 2017

KEIN MOSAIKSTEIN

ich war in meinem leben ja oft und lange genug auf arbeitssuche und "durfte" mich dementsprechend oft in bewerbungsgesprächen wiederfinden. meistens waren sie ganz ok, hin und wieder äüßerst angenehm, jedoch manchmal auch fast schon spooky.

ganz besonders erinnere ich mich an ein vorstellungsgespräch, zu diesem ich im vorhinein zwei bis drei seiten eines formulars ausfüllen musste. ein paar dieser fragen waren äußerst persönlich, ja fast schon illegal, und ich weigerte mich diese dinge einem völlig fremden menschen einfach so preis zu geben, nur um dadurch möglicherweise einen job zu bekommen, von dem ich nicht einmal wusste, ob ich ihn wirklich haben möchte.

als es dann zu dem persönlichen gespräch kam, wurde ich natürlich darauf angesprochen. ich antwortete, dass ich mich für eine arbeitstelle bewerbe und nicht für eine freundschaft, ich es also nicht nötig befinde diese sehr persönlichen fragen zu beantworten, da sie in absolut keinerlei kausalität zur ausübung meines vielleicht zukünftigen jobs standen.

mein gegenüber meinte daraufhin, dass er (ja, es war NATÜRLICH ein er) ja wissen müsse wer und wie ich bin, denn eine firma sei wie ein mosaik, jeder mitarbeiter wie ein mosaikstein, und um zu wissen wo und wie ich da hineinpasse, an welchen stellen er noch abschleifen und zurechtschnitzen müsse, seien diese angaben eben notwendig.

ich antwortete, dass ich mich erstens nicht zurechtschleifen ließe, und es im übrigen nicht nötig sei mosaiksteine zurechtzuschleifen, denn wer sein handwerk beherrsche, der käme mit dem zurecht was da sei. letzteres stimmt natürlich nicht so ganz (ja, ich habe tatsächlich in grauer vorzeit professionell gelernt mosaike zu legen), aber das muss man ja nicht jedem auf die nase binden.

der anlass warum ich heute darüber schreibe ist, dass ich heute über diesen comic stolperte und deswegen an diese begebenheit denken musste.


ja, natürlich kann man nicht mit seiner art rücksichtlos überall hineinrumpeln und meinen "ich bin nun mal so, wer nicht mit mir zurecht kommt muss eben noch an sich arbeiten". ein gewisses maß an anpassung, rücksichtnahme und empathie sollte schon vorhanden sein, dennoch sollte man sich auch nicht von anderen zurechtschleifen, -biegen oder sonstwie gewaltsam ändern lassen, nur um in ihre welt zu passen.

Freitag, 6. Januar 2017

MEIN MUSIKJAHR 2016 - UNKATEGORISIERBARES UND SOMIT FINALE

NICHT KATEGORISIERBAR

ja, doch, natürlich kann man alles irgendwie kategoriesieren und somit irgendwie irgendwo einordnen, nur hätte es dann unter umständen mehrere kategorien mit nur einem song gegeben und wären somit ein bisschen sinnlos gewesen, es kam aber auch hin und wieder vor, dass ich einfach nicht wusste wo genau ich das jetzt hinstecken hätte sollen. man darf mir gerne vorschläge machen.

und mit dieser liste sind wir dann beim finale angelangt, mehr gibt's nicht. nächstes jahr vielleicht wieder.


clipping - shooter

wenn es eine hiphop- oder rap kategorie gegeben hätte, dann wäre dies dort gelandet. mit viel wohlwollen hätte ich es auch in der elektronischen abteilung unterbringen können. doch dieser track ist mir aufgrund seines kniffes die drums durch geräusche abgefeuerter waffen zu ersetzen einzigartig genug um ihn eben nicht dort unterzubringen.



bastien duprez - sillon 672

dies ist zwar ebenfalls elektronisch, jedoch gleichzeitig auch klassik, noch genauer minimal music, also das wofür vor allem phillip glass bekannt ist. da ich glass sehr mag, fühlte ich mich mit diesem track natürlich sofort sehr wohl, denn obwohl sich das genre minimal music nennt, tut sich in solchen musikstücken weitaus mehr als man beim ersten hinhören mitbekommt.



doe paoro feat. adam rhodes - the wind

trotz eingängigkeit entzieht sich dieser track wirklich allen schubladen. und er ist wunderschön. mehr gibt es dazu nicht zu sagen.



deerful - break

gut, das hier hätte ich wirklich im elektronischen unterbringen können, da das mädel aber ganz alleine im stillen kämmerchen mit billiger elektronik an ihren stücken bastelt, beschloss ich sie hier noch einmal extra hervorzuheben. vor allem deshalb, da sie keine sau kennt. ihr kanal hat derzeit knapp über 500 follower, hätte jedoch mindestens zwei nullen mehr verdient, denn was sie macht ist wirklich verdammt gut. also, abonniert deerful bevor sie hip wird!



tja, leute, das war's! wenn ihr durch meine zusammenstellungen etwas neues entdecken konntet, dann freue ich mich über ein entsprechendes kommentar, wenn ihr meine zugegebenermaßen sehr lange liste jedoch für überflüssig hält, dann haltet doch bitte besser die finger still. ich hatte meinen spaß, ich hoffe ihr auch.

Donnerstag, 5. Januar 2017

MEIN MUSIKJAHR 2016 - ALT ABER VERGESSEN, ÜBERSEHEN, WIEDER AUFGETAUCHT ODER JETZT ERST ENTDECKT

man stolpert ja im laufe eines jahres nicht nur über völlig neue sachen, sondern auch über acts die man schon lange kannte, sie aber aus den augen verloren hatte oder von denen man dachte es gäbe sie nicht mehr oder die man schlicht komplett vergessen hatte. zudem findet man auch immer wieder sachen die zwar schon mehr oder weniger uralt sind, die es aber bisher erfolgreich geschafft hatten an der eigenen wahrnehmung vorbeizuschleichen.


ALTBEKANNT UND WIEDER AUFGETAUCHT

hier zeige ich euch also jene acts die zwar verschwunden waren, zumindest aus meinem blickfeld, nun aber wieder aufgetaucht sind.


james - dear john

"sit down" fand ich damals sehr ok, in "sounds" habe ich mich damals schlichtweg verliebt. ich habe heute noch die kaufkassette mit der langen albumversion, kann sie mir jedoch leider nicht mehr anhören. ich dachte james hätten sich aufgelöst, aber offenbar gibt es nun neues von ihnen.



plaid - do matter

ehrlich gesagt kenne ich nur einen song von plaid der sich auf einem sampler aus den 90ern befand, aber den fand ich hervorragend. irgendwie hatte es sich ergeben, dass mir nie wieder etwas von plaid über den weg lief. offenbar gibt es sie noch - oder wieder. gut so.



the avalanches - frankie sinatra

ich weiß noch dass ich the avalnches damals cool fand - und dann waren sie ewig verschwunden. doch jetzt sind sie wieder aufgetaucht, was zum glück auch vom rest der welt nicht unbemerkt blieb.



the pixies - um chagga lagga

die pixies hatten sich ja bereits in den 90ern zu vieler leidwesen aufgelöst, bzw. wurden sie (angeblich per fax) von frank black aufgelöst, der dann solo weiter machte. irgendwann in den 2000ern fanden sie wieder zusammen, kamen aber nie mehr richtig in die gänge. dann verließ kim deal die band und die pixies klangen auf einmal nicht mehr wie sie selbst. nun gibt es aber mit paz lenachantin veritablen ersatz und die pixies klingen nun doch wieder nach pixies. mal sehen ob das auch so bleibt, oder vielleicht noch besser wird, so ganz ist das ja noch nicht das gelbe vom ei, ich freue mir aber trotzdem nen arm ab.



ALTBEKANNT ABER VERGESSEN ODER ÜBERSEHEN

hier finden wir altbekannte acts die ich irgendwie vergessen oder übersehen hatte.


friedrich liechtenstein - das badeschloss (made for the future)

jeder kennt den supergeil-edeka-werbespot, aber kaum jemand weiß, dass friedrich liechtenstein außer dem supergeilen track auch noch wirklich wundervolle musik macht. ich war einerseits dermaßen perplex dass ich das nicht mitbekommen hatte, andererseits so begeistert, dass ich mir gleich das album besorgen musste. und ich kann behaupten, dass es sich gelohnt hat! zudem verbinden mich familiäre bande mit bad gastein, das album mit dem selben titel musste ich also sowieso haben.



belle and sebastian - wrapped up in books

jaja, belle and sebastian kennt man, aber irgendwie dann doch wieder nicht. mir kommt vor, die hauen ein produkt nach dem anderen raus und niemand kriegt es mit, so auch ich nicht, dabei beherrschen die den retro-sound wirklich vortrefflich. dieses spezielle stück hörte ich immer wieder als hintergrundmusik auf einem blog, bis ich merkte, dass ich mit dem fuß dazu wippte und anfing mitzusingen. mein erstaunen war groß als ich dahinter kam wer das denn eigentlich ist.



snoop lion - here comes the king

snoop lion ist eigentlich snoop doggy dog und den track kenne ich eigentlich schon seit er damals heraus kam, irgendwie hatte ich ihn jedoch total vergessen, so dass ich ihn nicht mehr erkannte, als er in letzter zeit immer wieder im radio zu hören war. ich bin jetzt wirklich kein großer snoop fan, aber ich finde ihn prinzipiell ne coole socke, und den track sowieso.



ALT ABER ERST JETZT ENTDECKT

hier kommen nun all jene sachen die zwar schon alt sind, mir aber vollkommen neu waren.


middle class rutt - pick up your head

ja, hier kracht es, es ist laut und der typ schreit auch noch, aber in verbindung mit den sehr interessanten drums finde ich das ding echt toll.



erobique & jacques palminger - wann strahlst du?

den song gibt es anscheinend schon länger, wurde mir gesagt, das video gibt es jedoch erst seit dezember 2015. mir kommt die stimme bekannt vor, komme aber seit dem ersten mal anhören nicht drauf. mir fallen immer nur die fabulösen thekenschlampen ein, die sind es aber nicht. und erobique glaube ich auch von irgendwo her zu kennen, kann jedoch nichts in meinem archiv finden. seltsam. dabei ist sowas genau mein ding. ein bisschen windschief und erbärmlich, dabei jedoch wunderschön.



hakan lidbo - clockwise

das erinnert mich an die ganz frühen art of noise und genau deshalb muss ich es lieben, ob ich will oder nicht.



bonga - mona ki ngi xica

ich habe absolut keine ahnung wo ich das aufgegabelt habe, bzw. es mich, was mich aber noch mehr nervt ist, dass ich es so lange übersehen hatte. das ist doch wohl ganz großes kino! also, musikalisch gesehen, video gibt es ja keines, bzw. nur standbild.



gordon giltrap - dodo's dream

das hier ist jetzt mal wirklich alt! aufgrund des genres ist jedoch klar, dass ich das bisher nicht entdeckt hatte. ich kenne viel ähnliches von den labels windham hill und biber records, aber man kann halt nicht alles kennen, vor allem in diesem genre nicht, zählt es doch zum jazz. und das ganze ist dann auch noch live! wem da nicht die kinnlade runterklappt, dem ist nicht mehr zu helfen.



engine earz experiment - kaliyuga

ich mag sitar, ich liebe tablas und wie wir alle wissen stehe ich auf elektronisches. wenn alles zusammen kommt bin ich nicht mehr zu halten. nachdem talvin singh ja schon seit ewigen zeiten mit indischen instrumenten und breakbeats herumexperimentiert hatte, war es nur eine frage der zeit bis jemand auf den trichter kam das ganze mal mit dubstep zu versuchen.



amadou & mariam - camions sauvages

wenn es um manu chao geht bin ich in der regel ziemlich gut informiert, schon seit seinen zeiten bei mano negra, noch bevor er solo zum superstar aufstieg. warum dies hier an mir vorbei driftete ist mir wirklich ein rätsel.



hugo kant - thou shalt not kill

ich muss mich allen ernstes fragen warum man von hugo kant nichts sieht oder hört. alle seine (deren?) tracks bewegen sich auf höchstem niveau und niemanden scheint es zu interessieren. zum glück hat mich eine liebe freundin darauf aufmerksam gemacht.



mars argo - using you

auf mars argo kam ich über -zig ecken. angefangen hat es mit dem youtube phänomen that poppy, hierüber kam ich auf titanic sinclair, der das mastermind hinter that poppys präsenz zu sein scheint. beide haben tolle songs, doch vor that poppy gab es noch die zusammenarbeit, oder man kann auch sagen titanic sinclairs projekt, mars argo, und die ist um ecken besser als die beiden vorher genannten. anscheinend waren die beiden jedoch ein paar und mit that poppys kommen musste mars argo wohl gehen. nichts genaues weiß man nicht. mars argos kanal und sämtliche videos zu den songs sind inzwischen leider verschwunden. schade, da waren wirklich echte perlen dabei. nur hin und wieder kann man auf anderen kanälen auf mars argo songs stoßen.



vitalic - poison lips

ganz ehrlich, wenn das nicht der hintergrund track zu einem werbeclip gewesen wäre, hätte ich es wohl nie entdeckt. das ist jedoch kein wunder, denn alle anderen tracks von vitalic sind, sagen wir einfach mal "so lala". doch poison lips ist spacig und funky, der inbegriff von disco schlechthin. das glitzert nur beim hinhören. klasse!



stay tuned - only one more to come!

MEIN MUSIKJAHR 2016 - ELEKTRONISCHES

ELEKTRONISCHES

wie ich in vorherigen posts schon angedeutet hatte habe ich ein faible für elektronische musik aller art. das muss nicht unbedingt dancefloor sein oder extra schräg und ausgeflippt, ich mag elektronische klänge vor allem deshalb, weil hier am meisten herumexperimentiert wird. deshalb gibt es eine eigene kategorie für elektronisches.


mujuice - hurt

um nicht gleich mit der tür ins haus zu fallen beginne ich mit einem moderaten stück. wie so oft in der elektronischen musik ist es instrumental und eignet sich besonders gut zum autofahren.



king de luxe - wave arp

dann legen wir mal los mit den überwuzelten hypernervösen beats. seltsamerweise klingt das ganze dann doch recht entspannt. liegt vielleicht daran, dass ich vertrackte rhythmen entspannender finde als vor sich hinwaberndes undefiniertes glattgelutschtes zeug ohne ecken und kanten.



lorn - acid rain

mal nicht instrumental, dafür klingt der track wie betäubt. eben, so wie man es im video sehen kann, als ob man gerade mit dem auto wo dagegen gefahren und mit dem kopf gegen das lenkrad geknallt wäre.



robot koch ft. julien marchal - eclipse

man lasse sich nicht von den anfänglichen klavierklängen irritieren, es wird sehr bald sehr elektronisch. doch die vom klavier vorgegebene ruhige gangart wird beibehalten.



rawtekk - here's to them

und schon wird es wieder zeit eine heftigere gangart einzulegen. der track schleppt sich zwar wie ein verwundetes tier dahin, kommt aber recht laut und heftig auf einen zu. nichts für leute die "elektronisch" immer noch nur mit jean michel jarré und kraftwerk assoziieren.



a tribe called red ft. black bear - stadium pow wow

a tribe called red sind tatsächlich amerikanische, genauer gesagt kanadische ureinwohner, also das was wir "indianer" nennen würden. selbst bezeichnen sie sich als mitglieder der "first nation". und dieses credo tragen sie mit ihrer musik auch ziemlich eindrucksvoll vor sich her und in die welt hinaus.



overwerk - winter

hier hat sich offenbar jemand am soundarchiv von boris blank (yello) bedient und klingt dann doch so sehr anders. jedoch nicht zwingend schlecht. auch gut, aber eben anders.



raffertie - last train home

hier wird es wieder heftig, aber weder der rhythmus, noch die geschwindigkeit ist es die den track so heftig machen, sondern der überaus eindringliche bass. ich könnte mir durchaus vorstellen, dass der bass in der richtigen lautstärke auf einer anlage gespielt epileptische anfälle auslösen könnte.



rone - nakt

der track ist vermutlich älter, dafür ist das video, das kein original ist, von 2016. rone lief mir in diesem jahr ziemlich oft über den weg, so dass ich mich wundern muss, wie er mir bisher verborgen bleiben konnte. zum abschluss dieser kategorie also wieder etwas versöhnlich-schönes elektronisches. leider bricht der track vorzeitig ab, aber hier kann man ihn sich in voller länge anhören.



stay tuned - still more to come!