Donnerstag, 22. Dezember 2016

WARUM ATTACK ON TITAN ÜBERBEWERTETER KACKMIST IST

ich muss das jetzt mal loswerden: "attack on titan" (die anime-serie) ist ganz große, heillos überbewertete kacke! wieso? na, deshalb:

fangen wir mal mit wissenschaftlicher logik an. es gibt mindestens ein, wenn nicht sogar mehrere debunk-videos, in denen nachgewiesen wird, dass die behauptung, die menschheit müsse innerhalb ihrer schützenden mauern hunger leiden, ganz klar widerlegt wird. für ackerbau und viehzucht ist mehr als genug platz. aber lassen wir diesen punkt mal beiseite, mit sehr viel wohlwollen kann man ja doch irgendwie akzeptieren, dass es innerhalb dieses universums nun mal so ist.


sehr viel mehr stören mich zwei andere punkte:

1) die geschichte ist so angelegt, dass es in einer umgebung spielt, die dem deutschen landschafts-, sprach- und kulturraum sehr ähnlich ist. wenn nicht unbedingt deutsch, so zumindest mittel- bis nordeuropäisch. da stört es dann doch sehr, wenn man alle 20 sekunden mit japanismen konfrontiert wird. die figuren handeln, denken, benehmen, agieren so, wie es im japanischen raum üblich ist. das passt einfach so gar nicht zusammen.

doch selbst das kann man irgendwie mit "is halt so" abtun, also kommen wir zu meinem kritikpunkt nummer

2) die episoden dauern in etwa 24 minuten. davon gehen ca. 7-8 minuten an "was bisher geschah", vorschau auf die nächste episode, vorspann, nachspann und doofe zwischeneinblendungen mit "factsheets" die man sowieso nicht richtig mitbekommt weil die zeit dafür dann doch wieder viel zu kurz ist, drauf. es bleiben also ca. 16 minuten in denen uns eine geschichte erzählt werden soll. das problem an der ganzen sache, und somit mein allergrößter kritikpunkt an dieser serie ist, dass der großteil dieser erbärmlichen 16 minuten aus ansprachen, inneren ansprachen, diskussionen, monologen und inneren monolgen besteht, so dass man alle halbe minute am liebsten "jetzt halt doch endlich mal die klappe und mach was, um himmels willen" brüllen möchte. würde man diese ganzen unnötigen passagen kürzen oder ganz herausschneiden, dann bliebe pro folge nur eine handvoll minuten in denen etwas wirklich relevantes geschieht übrig. effektiv könnte man also jede folge auf ca. 5 minuten herunterkürzen. behaupte ich jetzt einfach mal so.

ja, genau das nervt mich soooooooo extrem an attack on titan! folge fängt an, irgendjemand geht von hier nach dort und macht was, folge ist vorbei. so in etwa kommt es mir vor.

dem ganzen könnte ich noch einen dritten punkt hinzufügen, nämlich jenen, dass einer der gründe, warum ich anfing diese animeserie anzusehen, jener war, dass es hieß "gewöhnt euch nicht zu sehr an die protagonisten". ich hatte mir also, ähnlich wie bei game of thrones oder the walking dead erwartet, dass es jederzeit jeden treffen kann um ins gras zu beißen. aber dem ist nicht so. dem ist ganz und gar nicht so. wenn jemand stirbt weiß man oft nicht mal wer das jetzt eigentlich war. bis auf die mutter des protagonisten, die gleich in der erstenj folge dran glauben muss, kann ich mich an keinen einzigen überraschenden oder emotional bewegenden tod erinnern. es gibt also sehr wohl eine safe zone für die protagonisten - und das kotzt mich jetzt aber schon dezent an.

warum schau ich mir das dann überhaupt an? weil ich hoffe, dass es irgendwann doch noch besser wird. weil ich dann doch ein klitzekleines neugierig bin wie es weitergeht. und weil ich ungerne serien anfange ohne sie zu ende zu sehen, wenn sie auch nur ansatzweise unterhaltsam sind und keine reine aneinanderreihung von austauschbaren episoden sind.