Sonntag, 8. Dezember 2013

AUTOFAHREN UND WAS EINEM DABEI SO BEGEGNEN KANN

es gibt ja so einige hassobjekte und schreckgestalten, die einem im täglichen strassenverkehr begegnen können.

vor allem im frühjahr sind es die bauern mit ihrem traktoren. im schlimmsten fall morgens und abends mit einer herde kühe die auf die weide getrieben wird. und im herbst dann wieder das selbe spiel mit den kuhherden. und den ganzen rest des schneefreien jahres über kriechen sie mit ihren traktoren vor einem her. nun gut, das ist deren job. sie müssen es tun und im grunde bin ich ganz froh, dass es bauern gibt. trotzdem nerven sie.

im winter sind es schneepflüge und schneeräumungsdienste. ja, natürlich sind auch die notwendig, aber warum immer gerade dann wenn ICH unterwegs bin? ganz gerne auch auf der autobahn, dort fahren sie zu zweit, denn der linke schiebt dem rechten den schnee hinüber, und der rechte schupft dann alles ganz von der autobahn. überholen ist also entweder unmöglich, oder einfach nur hirnrissig und lebensgefährlich. naja, wie gesagt, es muss sein, trotzdem nervt auch das extrem.

auch strassenreinigung finde ich extrem lecker. nur komisch,d ass die immer dann unterwegs sind, wenn es sowieso gerade regnet - und das auch noch irgendwo mitten in der pampa und nicht direkt in der ortschaft.

von wohnmobilen, wohnwägen und sonstigen touristen die bei jeder kuh auf der wiese nahezu in ohnmacht fallen möchte ich gar nicht erst anfangen.

dann haben wir da noch den korinthenkacker, den pensionisten, den jungen rowdy, den business-rowdy, ganz bewusst provokativ erwähne ich nun auch noch die frau mitsamt der unterkategorie winzige türkin im riesigen merzedes kombi.

der korinthenkacker (wer diesen ausdruck nicht kennt klickt hier) fährt in der regel ein betont "vernünftiges" fahrzeug. meistens einen vw polo oder ähnliches. er sitzt aufrecht in seinem wagen, sitz ganz nach vorne, lenkrad nahezu auf der brust, das auto ist blitzsauber und jede noch so kleine oder roststelle wurde penibel ausgebessert. es kann einem kaum etwas besseres passieren, als einen gebrauchtwagen von einem korinthenkacker kaufen zu können, denn an solch einem wagen ist alles tiptop, garagengepflegt, natürlich nichtraucherwagen und bis zum bitteren ende wurde jeder verdammte service und vorgeschriebene ölwechsel durchgeführt. das einzig blöde an solch einem wagen ist, dass er nicht anständig fährt, denn er wurde nie richtig eingefahren, da sich korinthenkacker auch penibel an sämtliche geschwindigkeitsbeschränkungen halten, und seien sie auch noch so unsinnig. zudem muss ja benzinverbrauchsschonend gefahren werden. wenn man also das erste mal mit solchen einem wagen ausfährt, kann man sich darauf einstellen, dass überholvorgänge nahezu unmöglich und steigungen fast unpackbar sind, da die karre einfach nicht zieht. wie denn auch? das gaspedal wurde vermutlich nie vollkommen durchgetreten. und noch eine blöde eigenschaft haben korinthenkacker an sich: sie GLAUBEN nur alles richtig zu machen, tun es aber im endeffekt ganz und gar nicht. wenn zum beispiel jemand in einem polo beim einbiegen in den kreisverkehr blinkt, beim ausfahren aber nicht, wenn solch einer auf der landstrasse mit 70 dahinzuckelt, aber mit den selben 70km/h durchs dorf rast, dann ist das unter garantie ein korinthenkacker.

die pensionisten sind den korinthenkackern sehr ähnlich, mit dem unterschied, dass sie sich oft von ihrer abfindung endlich mal ein richtiges auto gegönnt haben. und damit wird die ganze sache noch gefährlicher, denn meistens können sie mit ihrem 150ps starken schlachtschiffausmaße annehmenden merzedessen, bmws und ähnlichen ungetümen nicht umgehen. so kriechen sie also weiterhin verkehrsbehindernd dahin, mit dem unterschied, dass sie mit ihren ubooten mehr platz brauchen als vorher. das wirkt sich ausserdem auch auf die parkplatzsituation aus. erstens brauchen sie ewig bis sie eingeparkt haben, zweitens stehen sie dann in der regel völlig bescheuert in der parkbucht. und zu all dem kommt dann auch noch die langsamere reaktion und die ständige verwirrung.

der junge rowdy ist der bekannteste autofahrertyp. gerade erst führerscheinb gemacht und gleich ein heisses getuntes teil gekauft. kofferraum ist nicht wichtig, darum kommen dort subwoofer, nitroflasche und sonstige technik hinein. ausserdem steckt man noch weitere tausende von euro in den wagen, damit er geil aussieht. naja, ER findet, dass seine karre geil aussieht, ICH kann es nicht nachvollziehen. die eine oder andere tuningmaßnahme mag ja durchaus sinnvoll gewesen sein und ein paar ps mehr oder meter an bremsweg weniger gebracht haben. doch nützt das alles nichts wenn man fährt wie die letzte sau. da unterscheiden sie sich nicht sonderlich von den pensionisten. wer mit seinem gerät nicht umgehen kann, kann es logischerweise auch nicht richtig einsetzen. die allerschlimmsten exemplare verschwinden ja dann meistens sowieso durch die natürliche auslese und enden am nächsten baum oder brückenpfeiler. nur schade, dass sie dabei auch oft genug unbeteiligte und unschuldige mitnehmen. zum glück sind die jungen rowdys meistens dann unterwegs, wenn ich es nicht bin

der business-rowdy ist ein ehemaliger junger rowdy, der es geschafft hat zu überleben. vermutlich auch deshalb, weil er dann doch ein bisschen talent fürs fahren entwickelt hat. nun hat er es aber auch geschafft einen gutbezahlten job zu ergattern und sich endlich ein auto zu kaufen, das er nicht mehr extra tunen muss, es reicht ihm wenn an seinem bmw ein dezentes "m" geschrieben steht, oder "amc" auf dem merzedes und blinkt dich unweigerlich auf der autobahn von hinten an. völlig egal wie schnell man selbst gerade unterwegs ist, er ist schneller, völlig egal ob ein platz machen überhaupt möglich oder sinnvoll wäre, er will vorbei. fahren hat er ja inzwischen vermutlich gelernt, nur das einparken bereitet immer noch probleme. business-rowdys parken wo sie wollen, wann sie wollen und wie sie wollen, denn sie sind wichtig und haben keine zeit für solchen unnützen firlefanz wie zb "normal" einparken ohne gleich 3 plätze zu belegen. gerne stehen sie beim supermarkt direkt vor dem eingang, so dass man ihnen am liebsten den vollen einkaufswagen in die seite rammen möchte, oder auch gerne auf behindertenparkplätzen. man müsste ihnen vielleicht mal sagen, dass geistige behinderung nicht zum parken auf behindertenüparkplätzen berechtigt, aber vermutlich ist ihnen das völlig egal. wenn ich hier schreibe, dass business-rowdys nur bmw und merzedes fahren, dann stimmt das nicht. sie fahren auch audi. von volvos, opels, fords, volkwagen, citroens, also kurz von allen anderen werde ich so gut wie nie angerüpelt, die stehen auch immer normal auf parkplätzen rum.

und nun zu den frauen. und haltet jetzt erst mal die luft an, meine damen, ich sage NICHT dass frauen generell nicht fahren oder einparken können. der großteil kann das sehr wohl. ich sage nur, dass wenn sich jemand im verkehr oder beim einparken dämlich anstellt und weder pensionist, korinthenkacker oder tourist ist, es sich immer um eine frau handelt. weibliche rowdys sehe ich jedoch nie, weder junge, noch business, noch sonstige, das halte ich ihnen zugute.

und dass die winzigen türkenmuttis im riesigen merzedes kombi ihres mannes probleme beim fahren haben, weil sie nicht über das lenkrad hinaussehen, ist auch logisch. im grunde muss man sie ja bewundern, dass sie sich damit überhaupt auf die strasse trauen - und dass ER sie lässt. aber ehrlich gesagt gibt es das in allen ausprägungen. winzige frauen sollten einfach auch besser winzige autos fahren. punkt.

bei all dem blieb bisher die rätselhafteste kategorie der seltsamen autofhrer unerwähnt, nämlich die fahrer mit hut.

es zählt zu den modernen mythen, dass autofahrer mit hut mit vorsicht zu genießen sind. und seltsamerweise stimmt diese beobachtung auch. das ist aber ganz logisch. pensionisten haben oft und gerne hüte auf, korinthenkacker ebenso.

der auslöser für diesen blog war mein eigener hang dazu autofahrer mit hut zu sein. ich liebe hüte. im sommer strohhut, im winter einen wetterfesten hut. und zum anzug einen stylischen. und ich neige dazu die hüte auch beim autofahren zu tragen, vorausgesetzt das auto, bzw. der raum zwischen kopf und dach lässt es zu. in den letzten jahren ließen es meine autos nicht zu, doch seit kurzem fahre ich ein auto, in dem es wieder möglich ist hut zu tragen. und das auto passt auch zu einem fahrer mit hut, fiel mir kürzlich auf. die ausmaße eines mittleren ubootes und zu viele ps, hunderttausend komfort-kinkerlitzchen (inkusive sitzheizung *rrrrrrr*) und dazu auch noch eine anhängerkupplung. so fragte ich mich, ob ich enn nicht selbst inzwischen zu einem typischen fahrer mit hut geworden bin, der fährt wie der erste (oder wahlweise letzte) mensch auf erden, es selbst aber nicht mitbekomme.

nach reiflicher überlegung und selbstbeobachtung kam ich zu dem schluss NEIN, bin ich nicht! ICH doch nicht! niemals! auf gar keinen fall! neeeiiiinnnnn!!!!!!!!!!!

nur alle anderen fahren wie arschlöcher.