Samstag, 27. Juni 2015

LESEZEICHEN - NAMENLOS

DER AUTOR:

Ich bediene mich hier am besten der worte des verlages:

"Anonymus hat im Verlauf der Jahrhunderte zahllose Bücher veröffentlicht. Es wäre unmöglich sie hier aufzuzählen, Was er sonst noch gemacht hat, wo er wohnt, ob er verheiratet ist, Kinder hat und wie er so lange überleben konnte, ist leider unbekannt."


DAS BUCH:

Wie man bereits an obigem text erkennen kann, handelt es sich hier um unterhaltungsliteratur die man logischerweise nicht ernst nehmen darf. doch, fangen wir ein wenig weiter vorne an: wie kam ich zu diesem buch?

nun, ich suchte neues lesematerial und stolperte darüber. der klappentext las sich interessant, die aufmachung, bzw. das cover gefiel mir ausnehmend gut, also kaufte ich es. ausnahmsweise sogar zum regulären preis, obwohl ich doch sonst eher king of wühlkisten, flohmärkte, second hand verkäufe und weißer wochen bin. ich ging sogar noch weiter und kaufte ein weiteres buch dieses autors, aus den selben gründen. dass es sich bei diesem anonymus zwar in den fällen dieser beiden bücher vermutlich um den selben autor handelt ist wohl klar, dass er nichts mit seinen vorgängern aus vergangenen jahrhunderten zu tun hat, ebenso.

ich weiß nicht was ich mir diesem buch erwartet hatte, jedoch sicher nicht das was ich dann zu lesen bekam. es ist eine mischung aus western mit horrorelementen und einem anstzändigen schuss humor, jedoch leider ein bisschen zu sehr mit klischees gewürzt. im klappentext werden einem unerwartete wendungen versprochen, diese gab es zwar, jedoch dann doch wieder nicht ganz so unerwartet. möglicherweise lag es am leser, also an mir, oder an der tatsache, dass man vielleicht besser nichts von unerwarteten wendungen im klappentext erwähnen sollte, wenn es diese tatsächlich im buch gibt, das schraubt nur die erwartungen hoch.

zudem handelt die geschichte NICHT vom buch ohne namen, auch wenn es in der geschichte vorkommt und eine nicht unbedeutende rolle einnimmt, aber irgendwie ist der titel dann doch themenverfehlung.

alles in allem machte es dennoch spaß es zu lesen und war, nun  ja, sagen wir "mal was anderes". wer auf westernszenarien steht, wer vampire und übertreibungen die schon ins splatterartige gehen mag, der ist hiermit sehr gut bedient. wer mehr dem mystery genre verfallen ist könnte sich hier ein blaues auge holen - vielleicht sogar ein blutiges.

und das cover ist wirklich sehr schön, sogar als taschenbuch! autor und titel sind sogar im prägedruck!


DAS LESEZEICHEN:

ich habe absolut keine ahnung wo ich mir dieses ding eingefangen habe. ich vermute mal, dass es ein waisenkind meiner exe ist. ich mag jedoch die zahlreichen gebrauchsspuren (auch ein indiz dafür dass es ursprünglich nicht mir gehörte) und in diesem speziellen fall den umstand, dass es farblich sehr gut zum buchcover passte.

auf der rückseite kann man lesen, dass es erstens vom hauptverband des österreichischen buchhandels kommt, zweitens im jahr 2002 erschien und drittens, dass es sich um einen beitrag von schülern und schülerinnen im rahmen eines illustrationswettbewerbs handelt.