Freitag, 15. August 2014

SCHATZKISTE - K WIE KALENDER

k - wie kalender




obwohl ich immer ein verfechter und befürworter technischer möglichkeiten war, blieb ich immer im analogen zeitalter hängen. meine notizen mache ich dort wo sie hingehören, nämlich auf irgendwelchen zetteln die dann herumliegen oder von mir herumgetragen werden, oder in notizbüchern. und trotz mannigfaltiger möglichkeiten sein leben und seine termine auf elektronische art und weise zu organisieren, nutzte ich immer einen notizkalender. eine zeit lang lief das parallel, so daß ich meine termine einerseits zwischen handy und outlook synchronisierte, und andererseits sie nochmal zusätzlich in den guten alten notizkalender eintrug. das analoge hat nämlich so seine vorteile. der kalender steht nämlich im blickfeld, so daß ich nur den blick heben oder schwenken muss um meine termine mit einem blick erfassen zu können, in der elektronischen variante müsste ich entweder herumklicken, oder mit den fingern herumwischen.

ja natürlich kann man sich das auch so organisieren, dass man auch in elektronischer form alles im blick hat, aber seit sich ich keine großartigen beruflichen termine mehr notieren muss (weil es sie einfach nicht mehr gibt), genügt mir mein guter alter notizkalender vollkommen.

der analoge notizkalender in papierform hat zudem noch einen weiteren vorteil: wenn das jahr vorüber ist drehe ich ihn um und mache aus ihm einen notizblock, denn die rückseite jeder kalenderwoche ist in der regel unbedruckt. so habe ich wieder material für meine notizen, die ich ja auch nur mit stift auf papier notiere. auch hier könnte ich meine mannigfaltigen listen locker per excel dateien organisieren, doch ich liebe es herumzukritzeln, notizen einzufügen, erledigtes auszustreichen, kurz gesagt, ich finde es irgendwie befriedigend dem erledigungsprozess mittels ausgestrichener punkte zusehen zu können. es macht einen viel emsigeren eindruck als irgendwelche dateien die immer ganz clean daherkommen. zudem muss man für elektronische dinge ja immer erst mal das dazugehörige gerät zur verfügung haben, bzw. einschalten. zugegeben, mein pc läuft vom moment des aufstehens bis zum schlafen gehen durchgehend, dennoch könnte es sein, dass das ding mal ausfällt. stift und papier habe ich jedoch immer zur hand.

das heutige bild zeigt eine ausnahme in der reihe meiner notizkalender. normalerweise besorge ich mir immer einen stehkalender, denn meistens bekommt man diese sowieso von bank, versicherung oder sonstigen firmen geschenkt, und wenn nicht, dann kann man solch einen kalender um sehr wenig geld erwerben. in jenem jahr, aus dem dieser kalender stammt, gab es jedoch keinen stehkalender, weder geschenkt, noch zu kaufen, also wich ich auf ein exemplar in notizbuchform aus. das war zwar recht praktisch, weil ich ihn, zumindest theoretisch, einstecken hätte können, da ich meinen notizkalender jedoch immer am schreibtisch stehen habe musste ichd as nun anders lösen. ich legte das kalenderbüchlein also mit den aufgeschlagenen seiten auf den schreibtsich und ließ die aufgeschlagenen seiten von einer sehr großen büroklammer auseinander halten, damit es nicht immer zusammenklappte.

wie man am bild sehen kann musste mein kalender so einiges über sich ergehen lassen. so bekam er einmal eine kaffeedusche ab und ein anderes mal meinte mein nachwuchs, dass es nötig wäre mit der schere daran herumzuschnipseln.

sein notizbuchformat (ca. din-a 6 bis din-a 7) ist auch der grund für das aufbewahren, denn als normaler stehkalender hätte er längst seine neue bestimmung als notizblock gefunden. das büchlein kann ich nicht mehr anders verwenden, also beschloss ich es einfach aufzuheben. daran dass es ein besonderes jahr gewesen wäre lag es nicht, das war nämlich nicht der fall.