Samstag, 1. August 2015

URLAUBSBERICHT TAG 8 - TODESRUTSCHE AUS DER HÖLLE

zum glück waren wir gestern grillen, denn heute war das wetter wieder *meh*.

der nachwuchs hatte beschlossen, dass wir schwimmen gehen sollen. aufgrund des mauen wetters sollte es ein hallenbad sein. und was sucht er sich aus? eine erlebnistherme. ERLEBNISTHERME! wenn die wörter "erlebnis" und "therme" im zusammenhang mit "bad" oder "schwimmen" fallen, dann muss man seine geldtasche ganz fest umklammern, sonst verbrennt sie auf der stelle.

nun gut, ich bin ja solchen sperenzchen nicht abgeneigt. früher mussten wir bis nach bad tölz fahren um etwas besonderes zu erleben, solche dinge wie ein wellenbad, ein solebad und lange rutschen gab es sonst nirgends. inzwischen gibt es das nun offenbar auch hier gleich um die ecke.

wir zahlten also eine unchristliche summe um uns drei stunden in dieser erlebnistherme aufhalten zu dürfen. geboten wird hier ja einiges. überall sprudelt und strudelt es, man kann ins freie schwimmen, wenn einem die decke auf den kopf fällt, wahlweise kann man sich auch in einer salzlake suhlen, alle stunde gibt es wellen und rutschen gibt es auch. lange rutschen. unheimliche rutschen. dunkle rutschen. und eine rutsche in der mir fast schlecht wurde. ich bin zwar seit kindesbeinen an ein großer rutschenfan, aber das war mir dieses mal wirklich zu viel.

es gab genau genommen zwei rutschen. eine klassische, in der man auf seinem arsch hinunterrutscht, wobei man hier mit blinkenden lichtern, kurzen dunklen strecken und einer durchsichtigen passage mit sicht nach draußen rechnen muss, und eine die man mit großen reifen bewältigen musste. normalerweise sind die rutschen mit reifen die harmloseren, aber diese war die hölle. gleich in der ersten kruve drehte ich mich, so dass ich seitwärts rutschte. und dann drehte sich die bahn auch noch unendlich lange immer in die selbe richtung, dazu kommt, dass in den wänden lange lichtstreifen eingearbeitet wurden, so dass man ganz genau mitbekam wie schnell und wie falsch man gerade unterwegs ist. das war der punkt an dem mir schlecht wurde. dann drehte ich mich auch noch rückwärts und fiel bald darauf vom reifen. unten kam ich zuerst an, der reifen nach mir. nie wieder, sage ich, nie wieder!

sohnemann hat die zeit jedoch voll ausgekostet und offenbar viel spaß dabei, denn gesehen habe ich ihn so gut wie gar nicht. währenddessen hielt ich zwischendurch ein teures nickerchen. schon doof irgendwie, da zahlt man eine mörderkohle um dann die teuer erkaufte zeit zu verschlafen. aber was soll ich machen? alles auszuprobieren war anstrengend, vor allem die todesrutsche, schwimmen ist generell anstrengend und die verdammte liege war einfach zu bequem.

bilder gibt es nur zwei. es kommt irgendwie nicht so gut, wenn man an einem ort, an dem die leute fast nackt herumrennen ständig fotos macht.