Samstag, 5. April 2014

WIE ICH ZUM SCHREIBEN KAM

das mit dem schreiben ist in meinem fall so ne sache.....

lesen hat mich lange zeit viel mehr interessiert als schreiben. nun gut, als ich noch jung war, gab es kaum bis keine computer, ich hätte von hand oder mit der schreibmaschine schreiben müssen. das war ziemlich mühsam, bzw. es wäre ziemlich müphsam gewsen, also ließ ich es. stimmt so nicht ganz, ich habe irgendwo ein kleines heftchen herumliegen mit kurzen geschichten von mir. das könnte ich vielleicht mal hervorkramen und sehen ob ich daraus irgendwas verwerten kann.

eine zeit lang schrieb ich sogar tagebuch. das ging ungefähr ein jahr lang so. es war in der zeit, in der ich beim bundesheer war. ich "flüchtete" jeden tag aus der kaserne, ging einen kaffee trinken und schrieb. mit dem sold ging sich ein kaffee am tag gerade noch aus, dazu eine schachtel zigaretten und ein paar kleinigkeiten, dann war das geld auch schon wieder weg. mit der zeit war ich in diesem kaffee schon bekannt, man hielt mich jedoch für einen fleißigen schüler. nach dieser zeit verlor ich das interesse am tagebuch schreiben wieder, da musste ich auch nicht mehr täglich flüchten. auch diese tagebücher müssen noch irgendwo rumliegen....

später dann gabs einen commodore c64, sogar mit textprogramm, doch das war noch dermaßen kompliziert, dass es nicht in frage kam, bzw. keine lust zu schreiben in mir aufkeimen ließ.

dazu kam dann noch, dass ich nicht gewusst hätte wie und wo ich eigene texte der öffentlichkeit zugänglich machen hätte können. aber ich war ja diesbezüglich sowieso nicht ambitioniert, also stellte sich mir diese frage auch nie.


ich hatte dann jahrelang eine kuriosität in meinem zimmer herumstehen, nämlich eine ausrangierte telexmaschine von siemens. zu der war ich irgendwie über meinen vater gekommen, auf dunklen wegen sozusagen. das teil war ganz praktisch, denn es hatte einen kleinen bildschirm, auf dem man den kompletten text schreiben konnte, man konnte recht leicht korrigieren und auch ein wenig formatieren, dann druckte man ihn einfach in einem rutsch aus. man konnte den text sogar auf floppy disketten speichern. das teil war nur ein wenig sperrig. naja, sehr sperrig sogar, aber das nahm ich gerne in kauf. auf diesem gerät schrieb meine damalige partnerin und heutige mutter meines kindes (immer wieder von mir liebevoll "exe" genannt, was sie überhaupt nicht leiden kann) übrigens ihre diplomarbeit. ich glaube, die dazugehörigen disketten existieren immer noch irgendwo, das gerät jedoch nicht mehr. man musste übrigens diese disketten dazu direkt bei siemens besorgen, da man sie nur vorformatiert bekam. irgendwann schmissen wir das ungetüm dann doch raus. und zu schreiben regte es mich auch nie an.

erst als ich einen "richtigen" pc hatte, das internet dazu kam und ich die möglichkeit hatte zu bloggen, fing ich eines tages irgendwie an blogs zu verfassen. anfangs war es der übliche mist wie bei anderen auch, viele zitate, fremde texte und belangloser käse. aber irgendwann begann ich persönlicher zu werden, entwickelte ansätze eines eigenen stils und hatte plötzlich freude daran zu schreiben und es anderen zugänglich zu machen. mit dem ersten lob wurde natürlich der spass daran größer, weil ich merkte, dass das tatsächlich auch andere gut finden.

und so habt ihr mich nun an der backe! ich freue mich, wenn meine schreiberei jemandem gefällt. so schnell werde ich vermutlich auch nicht wieder damit aufhören. im gegenteil, wenn ich mir meine schreibaktivitätskurve ansehe, dann stieg die bisher stetig an. so solls auch bleiben.