Mittwoch, 5. März 2014

VON SEMINAREN, FINANZIELLER AKROBATIK, TANKSTELLENPREISEN, DEFEKTEN AUTOMATEN UND DEM DING AUF DER NASE

heute gebe ich mal privates von mir preis und lasse euch an meinem tag teilhaben:

wie einige bereits wissen - und andere vermutlich ahnen - bin ich ja schon seit längerem arbeitslos. nein, ich bin "aktiv auf arbeitssuche" (*augenroll*), man sollte ja keine negativen begriffe verwenden, wie ich heute zum wiederholten male gelernt habe. und wo werden einem solche weisheiten beigebracht? natürlich in kursen, bzw. seminaren, in denen man lernt, wie man sich am effektivsten bewirbt.

nein, ich möchte diese art von fortbildung nicht lächerlich machen, man lernt nämlich durchaus so einiges dabei, vor allem über kommunikation. wer bisher nur sehr wenig mit pc und office programmen zu tun hatte, lernt nebenbei auch das. man tauscht erfahrungen und erkenntnisse aus, kann sich tipps geben und abholen, und so weiter und so fort. also, so ganz für den hugo ist das alles dann doch tatsächlich nicht, sogar dann nicht, wenn man es bereits zum dritten mal mitmacht, so wie ich.

löblich an der ganzen sache ist, dass man natürlich die fahrtkosten erstattet bekommt. weniger löblich ist, dass man die zahlung erst zur nächsten überweisung mitüberwiesen bekommt. wenn der kurs, verzeihung, das seminar also anfang des monats beginnt und über 5 wochen andauert, dann benötigt man eine monatskarte. diesen betrag muss man also im voraus auslegen. wenn diese monatskarte jedoch mehr als 100,- öschis ausmacht, dann wird das für jemanden, der jedes monat finanziell mehr oder weniger am limit lebt, schon ein wenig heikel. vor allem dann, wenn der monat davor weniger tage hatte, als alle anderen des restlichen jahres und das einem zugestandene geld täglich berechnet wird. so fehlen einem also sowieso schon zwischen 60 und 80 euronen für dieses monat, man muss ausserdem noch mit einem betrag, der für 28 tage berechnet wurde, 31 tage auskommen (wer jemals am limit lebte weiss wie scheisse knapp das werden kann). hier noch zusätzlich einfach so über 100 euros für eine monatskarte aus dem ärmel zu schütteln, ist sehr schwierig bis unmöglich. wenn man schon länger vom ams-geld lebt, dann gewährt einem die hausbank auch irgendwann keinenn überzeihungsrahmen mehr, also fällt das flach. und selbst wenn man freunde, bekannte, oder verwandte hätte, die einem den betrag vorstrecken könnten, wieso sollten sie das tun, bzw. warum sollte man sie damit belästigen, wo doch das dilemma überhaupt erst durch die doofen bestimmungen des ams entstand? als ich dieses seminar nämlich das erste mal besuchte, bekam man bei vorweisen der fahrkarte das geld sofort bar auf die hand zurückerstattet. dies wurde inzwischen zum nachteil der seminarbesucher geändert.

nun, ich will hier nicht großartig darüber schimpfen, ich merke nur an, dass die handhabe der fahrtkostenrückerstattung vielleicht nochmal überdacht, bzw. überarbeitet gehört.

was tut nun jemand, der es finanziell nicht vermag die kosten der monatskarte vorzustrecken? er ruft bei seinem ams-betreuer (in meinem fall betreuerin) an, um eine lösung zu finden. und was tut der ams-betreuer, bzw. die betreuerin? sie ist nicht erreichbar! klasse! aber die freundliche dame in der vermittlung (vermutlich eher callcenter) versprach mir, dass ich zurückgerufen werde. tja, das passierte jedoch nicht. also schrieb ich eine e-mail, in der ich den sachverhalt darstellte und bat um finanziellen vorschuss, bzw. andere lösungsvorschläge, mit gleichzeitiger ankündigung, dass ich morgen (also heute) früh auf der matte stehen würde.

gleichzeitig ergab sich dieser tage ein anderes finanzielles dilemma. ich bekam bisher jedes monat wohnbeihilfe als zuschuss. ich war der meinung,d ass dies erst per april ablaufen würde, hatte mich aber offenbar vertan, was ich daran bemerkte, dass der übliche betrag zum üblichen zeitpunkt eifnach nicht auf dem konto eingelangt war.

schöne kacke. sind wieder nicht wenige euronen, die dieses monat fehlen. doch heir kann ich niemandem den affen umbinden, hier war ich ganz und gar alleine schuld.

also aktivierte ich die liebe dame am sozialamt meiner gemeinde, mailte ihr alle möglichen nachweise und unterlagen, erklärte worum es geht, dass ich eigentlich gerade den kurs besuche und dass ich deshalb alles so weit es geht per mail erledigen werde und heute gleich kurz nach acht bei ihr aufschlagen würde, um die ganze sache auf die reihe zu bekommen, bzw. meine unterschrift auf dem antrag zu leisten. vorher machte ich noch einen kurzen abstecher bei der mutter meines kindes, denn von ihr benötigte ich ebenfalls eine bestätigung. tja, und was soll ich sagen? alles paletti, die wohnungsbeihilfe wird wie gewohnt weiterlaufen und der betragd er mir dieses monat fehlt wird offenbar beim nächsten mal nachbezahlt.

so weit so gut. zurück zum ams.

nach der sozialamts-aktion startete ich natürlich durch, um gleich beim ams vorbeizuschauen. kaum am parkplatz vor dem ams amgekommen, klingelte das telefon. meine betreuerin war dran. sie erzählte mir, dass sie schon alles in die wege geleitet hätte und erklärte mir zu wem ich gehen müsse. und sie betonte, dass ein vorschuss auf diese art eigentlich absolut unüblich wäre. das war mir nun wiederum egal, ich kann ja nix für die umstände, aber ich war ehrlich dankbar für ihren einsatz.

der typ beim ams, von dem ich dachte er würde mir den vorschuss geben, drückte mir nur einen hochoffiziellen zettel in die hand und schickte mich weiter. zum sozialamt! tatsache! aber, großes aufatmen, nicht zu jenem in meiner gemeinde, sondern zu einem anderen.

um das ganze jetzt mal abzukürzen: auch das ging reibungslos über die bühne, den vorschuss habe ich in der tasche und im seminar wurde mein fehlen aufgrund der umstände entschuldigt.

doch der tag ist noch nicht zu ende!

dass ich in innsbruck an einer billig-discounttankstelle teurer tankte, als ich es bei mir zuhause bei der ansonsten teuren shell tun hätte können, sei nur nebenbei erwähnt. das war zwar leicht ärgerlich, aber was solls. mal kommts so, mal kommts anders.

da ich ja nun über die finanziellen mittel verfügte, wollte ich heute noch die zugkarte besorgen, damit ich morgen früh keinen stress bekomme. also machte ich einen abstecher zu meinem bahnhof. und siehe da: automat kaputt! gestern ging er noch! das weiss ich ganz genau, da ich gestern an ebendiesem herauszufinden versuchte, welche karte ich denn überhaupt benötige und wie viel sie denn kosten wird. zudem wird auch noch für das parken eine parkberechtigungskarte verlangt. ohne diese könnte es sein, dass ich mein auto dann ganz woanders abholen darf. diese karte bekommt man auch an diesem automaten, zusammen mit dem fahrschein. der schalter war natürlich unbesetzt. ob nur gerade jetzt, oder für heute überhaupt nicht mehr, weiss ich nicht, ich hatte auch keinen nerv es herausfinden zu wollen.


tja, dann also nicht. jetzt stehe ich morgen früh vor der wahl, entweder hoffen, dass der automat funktioniert, oder am schalter anstellen und hoffen, dass die schlange nicht allzu lange ist, auf alle fälle dann auch noch mit der parkberechtigungskarte wieder zum auto zurücklatschen und diese dort deponieren. ich müsste also um einiges früher los um ja meinen zug nicht zu versäumen, denn wenn ich den versäume, dann versäume ich auch die anschlussverbindung, die mich innerhalb innsbrucks in die nähe des seminars bringt. ich frage mich, ob ich das alles riskieren soll, oder ob ich einfach morgen wieder mit dem auto fahre. naja, mal sehen....

und der tag ist immer noch nicht zu ende!

vor ca. 2 wochen brach mir an meiner brille das... dings... ab. hm, wie heisst das denn? dieses kleine teil mit dem die brille auf der nase aufliegt. also, eigentlich gibts 2 teile, eins links, eins rechts, für jeden nasenrückenflügel eines. ihr wisst was ich meine? gut.

da es auch letztes monat wieder mal ziemlich knapp war, traute ich mich einfach nicht damit zum optiker zu gehen um das reparieren zu lassen. mir war sowas noch nie passiert, also wusste ich nicht was das wohl ksoten würde. und da es auch so ging, wartete ich eben ab. man kann auch mal 2 wochen ohne das teil auskommen. aber heute fuhr ich dann doch endlich zum optiker und drückte denen meine brille mit der bitte um reparatur in die hand. ich wurde noch gefragt, ob man beide teile ersetzen dürfe, ich dachte mir "naja, was solls?" und gab grünes licht. nach 3 minuten war die sache erledigt. kosten: 3 euro! ich war dermaßen glücklich, dass ich gleich 2 euro trinkgeld gab. mannomann... 3 euro... wenn ich das gewusst hätte, wäre ich viel schneller dort gewesen.

nun, so hatte dieser tag zumindest einen sehr postiven abschluss. und ich habe wieder schmerz- und druckstellenfreien durchblick.