Samstag, 5. Juli 2014

MISTVIEH - TOT

lasst uns heute mal trivial sein - und mörderisch!

angeregt durch einen - zugegebenermaßen garantiert nicht ganz ernst gemeinten - produktvergleich von fliegenklatschen in der freitagsbeilage der tageszeitung der standard, fing ich an darüber nachzudenken, welches eigentlich meine bevorzugte art und weise der fliegen- und sonstigen insektentötung darstellt.

nun könnte man natürlich argumentieren, dass es ja nicht zwingend notwendig sei fliegen und sonstiges lästiges insektengetier zu töten, doch ich gehe jede wette ein, dass jeder mensch auf dieser welt früher oder später fliegen, stechmücken und anderes getier erschlägt, bzw. erschlagen hat. sogar jene indischen mönche die dermaßen mit der natur im einklang leben, dass sie kleine glocken an den fußgelenken tragen um mit jedem schritt die kleinen tiere zu warnen, bevor sie sie aus versehen zertreten. dass diese viecher logischerweise entweder gar nicht hören, geschweige denn den logischen zusammenhang zwischen glocke und gefahr herstellen können, lassen wir jetzt mal unter den tisch fallen.

ich persönlich verzichte auf fliegenklatschen, denn ich finde diese nicht so effektiv wie die von mir bevorzugten methoden. methode eins ist das fliege in der hand fangen, mit viel schwung auf den boden oder die tischplatte klatschen, sod ass das viech total benommen ist und dann mittels drauftreten oder mit dem finger zerdrücken ermorden. um eine fliege mit der hand einfangen zu können braucht man erstens viel übung und zweitens viel platz, denn dazu muss man schnell sein und schnell wird man nur durch ausreichend schwung. methode zwei baut auf die reaktionsfähigkeit der fliege auf. wenn man sich einer fliege sehr langsam nähert, bemerkt sie es nicht. wenn man dies dann mit einer methode kombiniert die schneller zuschlägt als die fliege reagieren kann, ist diese methode unschlagbar. man "spannt" also einen finger (am besten zeigefinger) mit der zweiten hand, nähert sich langsam der fliege, positioniert sich und lässt dann den "gespannten" finger auf das getier herunterschnellen. das funktioniert jedes mal, weil man auf die art viel schneller ist als die fliege reagieren kann. ähnlich funktioniert es auch mit kunststofflinealen.


früher baute meine familie auf diese von der decke hängenden klebrigen fliegenfänger. trotzdem flogen imemr fliegen herum, also gab es auch immer fliegenklatschen, doch damit erwischt man nur ca. jede dritte fliege. auch insektenstecker funktionieren nur ungenügend, da sie nicht sofort wirken, sondern auf zeit bauen. kurz probierte ich auch klebestreifen aus, die angeblich für fliegen tödlich sein sollten, sobald sie diese berühren. tote fliegen sah ich nur selten, die aufkleber jedoch ließen sich noch jahrelang nicht entfernen.

generell habe ich aj nichts gegen fliegen, doch die viecher sind so blöd, dass sie einem dadurch auf die nerven gehen, dass sie sich gerne immer wieder auf die selbe unbedeckte körperstelle setzen. da deren kurzzeitgedächtnis nur ca. 0.5 sekunden lang funktioniert, vergessen fliegen schon gleich nach dem fortjagen dass sie gerade fortgejagt wurden und setzen sich sofort wieder auf die selbe stelle. tja, wer doof ist muss sterben.

ansonsten töte ich nur stechmücken und pferdebremsen, da deren stiche lästig sind und auch ziemlich schmerzen können. die beste methode ist, wenn man bemerkt, dass das vieh stechen möchte und wartet bis es seinen saugrüssel im eigenen körper versenkt. wie allgemein bekannt schmerzen und jucken mücken- und bremsenstiche ja nur deshalb, weil wir allergisch auf deren speichel reagieren. das heißt, der ideale zeitpunkt um zuzuschlagen ist dann, wenn sie gehandicapt sind weil der saugrüssel im fleisch steckt, aber noch kein speichel abgesondert wurde. leider bemerkt man jedoch oft erst dann dass man gestochen wurde, wenn der stich schmerzt, dann ist es in der regel schon zu spät und man kann das mistige vieh nur noch mit dem erschlagungstod bestrafen - sofern man es überhaupt noch erwischt.

ich muss leider zugeben, dass ich auch spinnen töte, obwohl ich es eigentlich besser wüsste. aber was soll ich sagen? bei spinnen werde ich hysterisch, da denke ich nicht mehr großartig nach. aber ich werde mich hüten meine tötungsmethoden hier näher zu erläutern (meistens ist es herumzappeln und drauftreten).

bei wespen, bienen, hornissen und bhummeln bleibe ich ziemlich cool, da ich weiß, dass sie in der regel nichts von mir wollen, viel eher wollen sie etwas von dem abbekommen, das auf dem tisch herumsteht. herumfuchteln wäre in dieser situation genau das falsche. andererseits musste ich mit einer wespenplage fertigwerden, als ich beim bundesheer war und meinen dienst in der küche ableistete. wir lernten schnell wespen per peitschenschlag mit dem geschirrtuch zu betäuben, als sie dann benommen am boden lagen traten wir mit unseren schweren bundesheerstiefeln einfach drauf. naja, damals war es nötig, heutzutage würde ich das nicht mehr tun.