Sonntag, 16. Februar 2014

BUCHAUSZUG - KAPITEL 8, TEIL 2 - SEX AND DRUGS AND ALL

Tom zog langsam aber intensiv unter Funkys wachsamen Augen an dem viel zu großen Joint, den er sich vorsichtshalber mit Little Joe teilte und den er auch von ihm hatte bauen lassen, da er selbst über die Fähigkeit solche Dübel zu basteln nicht verfügte. Zigaretten zu drehen war kein Problem für ihn, aber diese Riesenkeulen verlangten nach einer bestimmten Technik von der er nichts wusste und auch nichts wissen wollte. Tom hatte sich für Gras entschieden, da er wusste, dass dieses Zeug normalerweise kaum bis keine Wirkung auf ihn hatte und Funky damit dennoch zufrieden gestellt zu sein schien. Funky selbst hatte sich ein paar bunte Pillen eingeworfen und diese mit seinem 25jährigen Scotch hinuntergespült.

            „Ich bin ja ungern lästig“ meinte Tom zwischen zwei Zügen an seinem Joint in Richtung Funky, „aber könnten wir mal nachsehen ob das benötigte Kabel nun vorhanden ist, oder nicht?“
            „Immer schön der Reihe nach“ meinte Funky. „Erst die Dröhnung, dann die Mädels, dann das Kabel.
            „Was denn, die Katzen hast du doch gerade erst gefüttert, oder? Komm, ich habs nicht gern wenn ich Stress krieg weil die Zeit zu knapp wird“ meinte Tom.
            „Habe ich denn was von Katzen gesagt?“ raunte Funky fast schon flüsternd und lächelte dabei, stand mühsam aus seinem Ledersessel auf, schnappte sich seine Killerpistole, die noch immer auf dem Tisch lag, und wankte in Richtung einer dritten Tür, um dann darin zu verschwinden. Tom und Joe sahen sich zum wiederholten male an diesem Tag mit hochgezogenen Augenbrauen an.
            „Darf ich euch Ivanka, Elena und Sonia vorstellen?“ Funky kam mit drei SEHR leicht bekleideten Mädchen im Schlepptau zurück. Dier erste hatte einen äußerst knappen Bikini an, die Zweite einen Mikro-Mini und ein bauchfreies Top, offensichtlich ohne BH, und wenn man genau hinsah konnte man auch erkennen, dass sie kein Höschen trug, und die Dritte kam überhaupt nur im Slip und oben ohne. Zwei von ihnen trugen Schuhe mit hohen Plateu-Fick-mich-Absätzen, die im Bikini war barfuss.
            „Grizzleys Freunde sind auch meine Freunde, und die bekommen nur den besten Service von mir! Was auch immer für Schweinerein euch vorschweben, die Mädels freuen sich, wenn sie euch was Gutes antun dürfen.“
            Tom ließ fast seinen Dübel in sein Selters, nein in sein Mineralwasser fallen, denn eine der drei Damen hätte die viel jüngere Schwester von Elisabeth sein können. Die viel jüngere und noch viel verdorbenere Schwester Elisabeths, wohl gemerkt! Es war jene im Bikini. Sie hatte sogar ihre Haare zu einem Zopf geflochten.
            „Wie, was, jetzt, hier? Bist du irre?" Frug er Funky. „Du willst tatsächlich dass wir uns zugedröhnt von deinen Mädels bedienen lassen und uns auch noch gegenseitig dabei zusehen sollen?“
            „Ja“ meinte Funky lapidar. „Hast du ein Problem damit? Wenn dem so ist kann dich vielleicht mein kleiner schwarzer öliger Freund dazu überreden?“ Er öffnete sein Sakko um ihn an die Waffe, die bequem, aber sehr griffbereit in einem Schulterholster saß zu erinnern.
            Tom schluckte, zog noch einmal tief an dem Joint, und wandte sich an das Elisabeth-Double. „Wie heißt du?“ fragte er sie und musste dabei husten, da er vergessen hatte vorher den THC-geschwängerten Rauch auszuatmen. Wenn er die Wahl hatte zwischen Funkys kleinem schwarzen öligen freund, und Elisabeths kleiner versauter Schwester, dann musste er nicht lange überlegen. Er fragte sich nur so langsam, WAS Funky Grizzley wohl schuldete, wenn er schon um ein paar dahergelaufene Typen solch einen Aufwand machte, und was Grizzley dann im Gegenzug dafür von ihm selbst haben wollen würde. Und vor allem: Was war das bitte für ein irrer Typ, der Koffer voller Kabel, andere Koffer voller Drogen und Waffen mit sich herumschleppte, alleine in seltsamen, aber wirklich faden Lokalen herumsaß, während er offenbar gleich mehrere nymphomanische Frauen zuhause auf sich warten ließ?
            „Ich bin Ivanka“ holte ihn die versaute Bikini-Elisabeth gurrend aus seinen Gedanken zurück, und setzte sich auf seinen Schoß.  Sie strich ihm durchs Haar und beugte den Kopf um an seinem Ohrläppchen zu knabbern. „Ich liebe es zu schlucken! Darf ich denn deinen Saft schlucken?“ hauchte sie ihm ins Ohr und griff ihm dabei in den Schritt, wo bereits schon ein wenig mehr auf sie wartete als noch 2 Minuten davor.
            Tom gab den Joint, den er immer noch in den Händen hielt an Joe weiter, der ihn geistesabwesend annahm und der fasziniert zwischen seine Beine starrte, wo sich bereits Elena oder vielleicht auch Sonia, wer weiß – und wen interessiert das auch schon? – zu schaffen machte.
            „Mach was du willst, ich bin mir sicher es wird mir gefallen“ seufzte Tom. „Ich nenn dich Lisa, ist das okay?“ sagte er noch, schloss die Augen, dachte nicht weiter über diese seltsame Situation nach und hoffte, dass er nun nicht plötzlich aus einem Traum hochschrecken würde.

            Big Nick seufzte und kämpfte darum nicht aufgrund seines bereits dritten Bieres einzuschlafen.