Sonntag, 23. Februar 2014

JAMES ROBBINS IRRT

"Verrückt ist, wer immer wieder das gleiche tut und ein anderes ergebnis erwartet."
(James Robbins)

claude monet hat es getan! er hat das selbe motiv, nämlich die kathedrale von rouen, immer wieder gemalt, und zwar genau 33 mal. vermutlich sogar öfter, denn einige bilder hat er offenbar zerstört. 

wie kann es nun sein, dass ausgerechnet diese bilderserie zu seinen besten werken gehört, ja sogar zum besten das der impressionismus zu bieten hat? vielleicht, weil man einfach ein wenig verrückt sein muss, um immer wieder das selbe zu tun, um dann zu erkennen, dass es sehr wohl immer wieder andere ergebnisse gibt?

es kommt nämlich immer auf eine vielzahl von faktoren und parametern an. im fall der kathedralenbilder waren es vor allem die sich ändernden lichtverhältnisse. und in weiterer folge auch die versetzung des standpunktes, denn die ersten bilder entstanden in einer leerstehenden wohnung, zu die er dann später keinen zugang mehr bekam und sich deshalb einen anderen platz zum malen suchen musste.


das zitat, das heute am anfang dieses beitrages steht, ist also nur dann gültig, wenn man sich in einer unabänderlichen umgebung, bzw. situation befindet. wenn es keine faktoren und/oder parameter gibt die sich ändern können, dann ist es tatsächlich sinnlos immer wieder das selbe zu versuchen und zu hoffen, dass sich etwas ändert. doch wann ist das schon so? jede sekunde ändern sich bedingungen. die sonne scheint aus einem anderen winkel, der wind weht stärker oder schwächer oder gar nicht, menschen ändern ihre ansichten....

ich würde so weit gehen zu behaupten, dass jemand, der NICHT immer wieder überprüft ob sich irgendetwas geändert hat und dadurch möglicherweise ein anderes ergebnis ergibt, der wahre verrückte ist, und nicht jener, der es immer wieder versucht. dass obiges zitat von einem motivationstrainer stammt, hätte eigentlich von anfang zu denken geben sollen ;-)