Montag, 12. Mai 2014

RESTEFICKEN

da ich mir ja vorgenommen hatte täglich einen blogbeitrag zu liefern, habe ich mir mit der zeit angewöhnt notizen zu machen wenn mir eine idee für ein passendes thema durch die gehirnwindungen sickert. genauer gesagt führe ich eine liste mit ideen, um in zeiten, in denen ich gerade mal kein spontanes thema zur hand habe, nicht hirnlos dazustehen. ich erwähnte ja bereits, dass ich ein glühender verfechter des erstellens von diversen listen bin.

nun kann es aber sein, dass ich im nachhinein so manche idee doch ein wenig zu gewagt, zu irrelevant, zu an den haaren herbeigezogen oder schlicht zu dämlich finde. oder ich finde einfach keinen richtigen ansatz zum thema, bzw. keinen weiterführenden gedanken dazu. so bleibt die idee einfach erst mal auf der liste stehen. irgendwann ist die liste dann voll, viele dieser blogideen wurden im idealfall bereits gestrichen, bzw. abgearbeitet, der rest bleibt stehen, bzw. wird auf eine neue liste übertragen.

heute ist wieder so ein tag, an dem ich keine zündende idee habe, also sehe ich mal in meiner liste nach. und wie es der teufel so will habe ich nur mehr unausgegorenes zur verfügung. also, was mache ich nun? da ich nur ungern etwas verschwende - ich versuche auch immer wenn ich cds und dvds brenne diese so voll wie möglich zu bekommen - werde ich diese liste der unausgegorenen blogideen einfach mal abarbeiten. mal sehen was daraus wird:

schreibstilfrage

hier hatte ich im sinn über schreibstile nachzudenken, vor allem über meinen eigenen. wie man dazu kommt überhaupt einen eigenen stil zu finden, dass man von manchen beeinflusst wird und diese nachahmt, egal ob bewusst oder unbewusst und dass man jene die man nicht mag versucht zu vermeiden. also, nicht nur stile, sondern auch redewendungen, phrasen, satzstellungen und so weiter.

ich hätte hier zum beispiel über meine bevorzugten autoren und ihre schreibstile referieren können, aber irgendwie fand ich das dann einerseits doch ein wenig zu trocken und andererseits bestand hier die gefahr sich ins uferlose zu verlieren. zudem deckt sich das weitestgehend mit dem nächsten thema:

autoren

warum ich daraus nochmal einen eigenen punkt gemacht habe, ist mir inzwischen rätselhaft. vielleicht wollte ich meine lieblinge aufzählen und leseempfehlungen geben? oder beispiele anführen? ich weiß es wirklich nicht mehr. ist somit also abgehakt.

funk und soul - einschätzung

erinnert ihr euch noch an den megahit "live is life" von "opus" aus den neongelben 80ern? in deutschland waren opus bis dahin ja weitestgehend unbekannt, wir österreicher kannten opus jedoch schon länger, denn hier hatten sie schon vor live is life einige hits - die übrigens allesamt viel besser waren als das unsägliche oben erwähnte machwerk (obwohl ich zugeben muss, ich es damals auch super fand). wer sich dafür interessiert kann ja gerne mal auf suche gehen, ich möchte mir das einstellen einiger beispiele hier ersparen.

jedenfalls mochte ich opus damals sehr. so war das hallo auf meiner seite ziemlich groß, als ich eines tages in einer wühlkiste eine uralte opus lp namens "daydreams" fand, von der noch niemand etwas gehört hatte. als ich mir die songs dann anhörte war mir auch klar warum, die songs waren nicht schlecht, aber nun mal auch nichts besonderes. vor allem klang es nicht nach opus.

als ich mir diese lp anhörte kam zufällig der nachbar und bruder eines meiner damaligen freunde dazu. er war einige jahre älter, aber ich kam ganz gut mit ihm aus. er hörte ein weilchen zu und begann dann mit mir über musik zu reden. und dann kam der satz der mir diese unausgegorene blogidee lieferte: er meinte dann plötzlich "weißt du welchem sound ich immer noch nachtrauere, der wahrscheinlich auch nie wieder kommen wird? dem funk und soul! das war ein wahnsinn!"

nun, wie wir vermutlich alle wissen dauerte es nicht lange, bis rap und hip hop aus amerika auch bei uns ankamen. ein merkmal dieser musik war unter anderem auch das sampeln von alten funk- und soulklassikern. und daran hat sich bis heute nichts geändert. im r'n'b lebt es auch noch ein stückchen weiter.

somit war diese einschätzung wohl offenbar völlig daneben - und ich kann es ihm nicht mehr unter die nase reiben, weil ich ihn seit ca. 30 jahren nicht mehr gesehen habe *hmpf*.





tja, mit dem erzählen dieser unausgegorenen ideen ist nun doch fast ein ganz guter blog daraus geworden, doch bei weitem nicht so wie ich es mir für jede einzelne idee gedacht, bzw. gewünscht hätte. aber was solls.... beim resteficken kann auch manchmal was gutes rauskommen. in der gastronomie gibt es hierfür viele beispiele, wie z.b. pasta puttanesca, wunu, oder ähnliches.

mahlzeit!



ps: es liegen noch einige andere gärende blogideen herum, aber die spare ich mir für ein anderes mal auf!