Donnerstag, 1. Mai 2014

TSCHINDERASSA

1. mai, tag der arbeit, staatsfeiertag.

nein, der tag der arbeit wird heute nicht thema. immer wenn ich über arbeit, jobs, arbeitsmarkt, ams, gehälter und ähnliche themen schreibe bläst mir ein heftiger und kalter wind ins gesicht. darauf habe ich heute keine lust.

viel mehr lust hätte ich heute auf lange ausschlafen gehabt, doch das war mir nicht vergönnt. einerseits weil mich mein kind aus dem bett klingelte, andererseits weil die dorfmusik mit mords getöse durchs dorf marschierte, so wie jedes jahr am 1. mai. nun gut, ich habe derzeit zum glück oft genug die gelegenheit lange zu schlafen, wenn ich das möchte, doch das war nicht immer so und wird vermutlich auch nicht immer so sein.

ja, es ist brauchtum, ja es ist ein feiertag, ja, es ist allgemein üblich und gesellschaftlich toleriert und ja, das ganze wird dann im zuge des maibaum aufstellens zum volksfest. trotzdem, es ist im grunde genommen lärmebelästigung, es wird sogar der verkehr aufgehalten wenn die musik durchmarschiert. vor allem ist es nicht meine art solch einen tag auf diese weise zu feiern, nicht meine kultur. trotzdem muss ich damit leben.


man stelle sich mal vor, all die afrikastämmigen einwohner dieser gemeinde (und das sind gar nicht mal so wenige), würden an einem sonntag vormittag einen feiertag begehen, indem sie laut trommelnd und singend quer durchs dorf marschieren würden. DA wäre die empörung groß! mich würde es vermutlich freuen, da mir dieser "lärm" höchstwahrscheinlich rein vom ästhetischen standpunkt aus gesehen viel besser gefallen würde.

aber was solls? ich lebe in tirol, da wird nun mal die musik morgens durchs dorf gejagt, da läuten die glocken um 6 uhr in der früh, da werden im frühjahr und im herbst ein paar wochen lang morgens und abends die kühe durchs dorf zur weide getrieben, hier finden nun mal solche dinge statt. woanders gibts sicher was anderes das mich nerven würde.

aber ich will mich drüber aufregen dürfen!

luja sog i!