Mittwoch, 25. Juni 2014

HOMOPHOBIE

homophobie ist eine gruppenbezogene menschenfeindlichkeit, in diesem fall gegenüber menschen die angehörige ihres eigenen geschlechts jene des anderen vorziehen.

nun gibt es nach wie vor menschen, die schwule und lesben am liebsten tot sehen würden, oder wenn schon nicht tot, dann zumindest im gefägnis, und wenn schon nicht im gefängnis, dann zumindest gekennzeichnet, damit man sie sofort erkennt und ihnen aus dem weg gehen kann. da wir jedoch in keinem jener länder leben, in denen gleichgeschlechtliche liebe mit dem tode bestraft wird, wird man ihnen doch wohl wenigstens das recht auf gesellschaftliche gleichstellung absprechen dürfen. vor allem in unserer christlichen kultur ist der schutz vor sexuellen perversionen unsere heilige pflicht, wie man am äusserst vorbildlichen verhalten unserer kirchenmannschaften sehen kann. die kleinen messdiener, die von unseren gottgesandten mißbraucht wurden und nach wie vor werden (der nächste fall wird sicher nicht lange auf sich warten lassen), hatten es sicher verdient und wenn nicht, dann fällt uns schon noch ein guter grund ein. außerdem war das ja alles nicht so gemeint.

dass jetzt auch noch ein typ, der wie eine frau aussieht, aber einen bart trägt den songcontest gewonnen hat, ist sowieso der gipfel der frechheit. hätte der sich nicht wenigstens rasieren können? so weiß man doch nicht was das ist, manderl oder weiberl. und DAS soll jetzt vorbild für unsere jugendlichen sein? die sollen sich doch lieber an unsere politiker und gottesfürchtigen männer halten!

aber so ein bisschen bi unter frauen ist schon  toll anzusehen, wenn man sich abends, wenn die alte schon im bett ist, mal ein bisschen entspannen möchte. wozu haben wir schließlich internet? ausserdem sind das dort ja sowieso alles ausländische mädels.


na im ernst leute, IHR HABT DOCH EINEN KLATSCHE!?!?!?! ist es nicht vollkommen egal ob man lieber frauen oder männer küsst, ist es nicht völlig egal welchem geschlecht der körper angehört, der mich zum orgasmus bringt? genau so wie es auch völlig egal sein kann auf welche art und weise er das tut. warum soll jemand der sein eigenes geschlecht bevorzugt im nachteil sein gegenüber jemandem der seinen partner schon seit jahrzehnten nicht mehr liebt, nur mehr wegen der kinder und dem haus zusammen ist und sich seinen sex entweder beim seitensprung, im swingerclub oder im bordell holt?

schwul, lesbisch, bi, transsexuell, pansexuell, transvestit, asexuell oder was auch immer zu sein ist NICHT ansteckend! es ist auch nicht ansteckend wenn man solche menschen akzeptiert oder gar unterstützt. zudem ist es keine freie entscheidung. wenn es eine wäre, dann könnte doch jeder interessierte mal über seinen schatten springen und einfach gleichgeschlechtliche liebe ausprobieren. geht aber nicht, denn entweder man ist hetero, oder eben nicht. so wie man eben homosexuell, oder bi, oder whatever ist, bzw. eben nicht.

da es also weder eine freie entscheidung, noch eine krankheit ist, ist es auch nicht therapierbar. und dennoch gibt es jetzt in den usa, genauer gesagt in texas ein  programm für therapiewillige homosexuelle. es wird zwar behauptet, dass dies alles freiwillig wäre und dass man nur wolle, dass man in diesem land die freie wahl hätte, doch wie es wirklich aussieht... nun, darüber kann man nur mutmaßen.

wovor habt ihr homophoben denn bitte angst? davor dass ihr in einem lokal von einem schwulen angemacht, besoffen und dann im suff vergewaltigt werdet, so wie ihr es samstag abend in der disco mit den mädels macht? mal ehrlich, mir ist kein einziger fall bekannt in dem sowas passiert wäre. die geschichten mit den priestern lassen wir jetzt mal beiseite. oder davor herauszufinden, dass ihr selbst latent bi oder gar ganz andersum seid? was wäre daran so schlimm? wenn dem so ist, dann währt ihr sicher glücklicher wenn ihr nach eurer fasson leben würdet. oder habt ihr angst davor, dass die ganze welt homosexuell wird und die menschheit ausstirbt? das ist jetzt aber nicht euer ernst, oder?

es sollte keine diskussion darüber geben, ob homosexuellen die gleichen rechte gewährt werden sollen wie heterosexuellen, genau so wie es nie dazu kommen hätte sollen die selbe frage bezüglich frauen , menschen anderer hautfarbe, menschen anderer herkunft und so weiter stellen zu müssen. es geht um menschenrechte, nicht um rechte für diese oder jene!

nebenbei bemerkt, eine phobie (so wie in homophobie) ist eine krankhafte angststörung! DAS kann nämlich sehr wohl, ganz im gegensatz zur sexualität, therapiert und geheilt werden! und im gegensatz zum schwul- lesbisch- bi- oder wasauchimmer sein wird niemand homophob geboren.

denkt darüber doch mal ein paar sekunden nach!