Mittwoch, 4. Juni 2014

VERSICHERUNG VS SPENDEN

mit diesem gedanken mache ich mich vermutlich ziemlich unbeliebt, dennoch möchte ich es mal ansprechen.

wenn häuser nieder- und wohnungen ausbrennen, wenn das hochwasser in keller und wohnungen dringt, ja ganze häuser überflutet und mitreisst, wenn muren und lawinen alles überrollen, dann dauert es nicht lange bis das erste spendenkonto für die opfer eingerichtet wird. prinzipiell ist dagegen ja nichts zu sagen, aber...

ja, ABER.... was ist denn nun mit den versicherungen? fast jeder hausbesitzer hat eine gebäudeversicherung, nahezu jeder hat eine haushaltsversicherung. aus erfahrung und meiner praxis als ehemaliger versicherungsfuzzi heraus weiß ich auch, dass diese versicherungen in der regel sogar sehr schnell erstzahlungen leisten. ich weiß auch wogegen man sich so alles versichern lassen kann und was es ungefähr kostet. 

um es kurz zu machen: wenn man normal versichert ist, dann besteht kein anlass für spendenkonten. warum wird also dennoch fleißig gespendet? entgeht mir da irgendwas? wo liegt mein denkfehler? sogar für ersatzwohnungen oder wenns sein muss auch hotel wäre gesorgt.


wenn man das konsequent weiterdenkt, dann bekommen diese menschen also erst mal spenden und später dann die ersatzleistung von den versicherungen, sie kassieren streng genommen also doppelt. selbst wenn eventuelle spendensummen von der versicherungssumme abgezogen werden, wäre das ja auch nicht besser, denn man würde mit den spenden im grunde die versicherungen unterstützen.

bei all dem ist natürlich klar, dass erinnerungsstücke, oder andere dinge mit großem persönlichen wert niemals von versicherungen abgegolten werden können - von spenden aber auch nicht. und von menschenleben spreche ich hier auch nicht. es geht rein um materielle werte, um das haus, die möbel, die kleidung, all das zeug, das eben in einer wohnung so rumsteht, bzw. um die wohnung und das haus selbst.

lasst mich das ganze mal auf die spitze treiben: wenn ich jetzt behaupte, dass sich eigentlich niemand versichern müsste, da die restliche bevölkerung ja sowieso im katastrophenfall sehr spendenfreudig ist, läge ich denn da wirklich so falsch?

also nochmal: wo liegt hier mein denkfehler? ich lasse mich gerne aufklären!