Montag, 30. Juni 2014

MEINE ZWEIRADGESCHICHTE

ich habe euch ja schon so einiges "geschichtliche" über mich erzählt, von meinen autos, meinen computern, meinen handys, meiner musik und einiges mehr. heute erzähle ich euch meine zweiradgeschichte.


anfangen muss ich natürlich bei meinem ersten fahrrad, roller hatte ich keinen. wenn ich mich richtig erinnere war es rot (oder blau?). ein typisches kinderfahrrad eben, anfangs noch mit stützrädern. ohne stützen fahren lernte ich mit dem rad des nachbarkindes. ich versuchte es einfach und konnte es plötzlich, also wurden die stützräder abmontiert. bald darauf bekam ich ein sportrad mit fünfgangschaltung und mit stylisch gebogener rennradlenkstange. DAS war nun wirklich rot.


dieses sportrad ließ ich dummerweise irgendwann irgendwo stehen und erinnerte mich erst nach einer woche wieder wo. da war es dann natürlich weg. zähneknirschend kaufte mir mein vater ein neues rad, diesmal kein sportrad, sondern ein ganz normales mit dreigangschaltung und in silber. doch nicht lange und ich ließ auch dieses rad irgendwann irgendwo stehen. das wars dann natürlich, ich bekam kein neues fahrrad gekauft.


doch einer meiner freunde schenkte mir eines seiner alten räder, ohne licht und ohne schutzbleche mit völlig abgefahrenen reifen. wieder zähneknirschend half mir mein vater die benötigten teile nachzukaufen, dran rumgebastelt habe ich dann selbst. DIESES rad ließ ich nie irgendwo einfach stehen, doch eines tages stellte es mein vater einfach an irgendeinem schrottplatz ab. ich weiß bis heute nicht warum. vielleicht täuscht mich auch meine erinnerung und das zusammengebastelte fahrrad wurde deshalb auf den schrottplatz gestellt weil ich daraufhin das silberne bekam. ich weiß es wirklich nicht mehr.

ich weiß jedoch, dass ich ein fahrrad hatte, als wir von stuttgart nach tirol umzogen. es könnte aber auch sein, dass dies das rad meiner mutter war. herrjeh, ist ja alles so lange her.

jedenfalls muss dieses rad auch irgendwann das zeitliche gesegnet haben, denn ich bekam von einem meiner freunde ein uraltes klapprad geschenkt, das bei ihm schon seit jahren herrenlos herumstand. ich lackierte es bronzefarben, montierte einen hohen lenker und einen bananensattel und hatte somit fast ein bonanzarad. ich fands cool - bis eines tages mein überaus depperter freund und nachbar meinte MEIN rad silber mit goldenen punkten lackieren zu müssen. ungefragt natürlich. solche aktionen lieferte der öfter mal, dass er ungefragt einfach über meine sachen verfügte. so fand ich zum beispiel mein zimmer nach längerer abwesenheit vollkommen umgeräumt wieder. weil er und mutter meinten sie müssten es umstellen. er benutzte mein zimmer als bastelwerkstatt und ruinierte mir so meinen tollen großen schreibtisch. er kam abends in die wohnung gestürzt (er wohnte ja ein stockwerk über uns), während ich gerade die erstausstrahlung der verfilmung des falco-albums junge römer samt interviews und pipapo ansehen wollte und schaltete einfach um, weil irgendwo irgendwas anderes lief das ER toll fand. ja so war er, wie ein eitriger pickel, den man einfach nicht los wird weil er nie aufplatzt, aber irrsinnig lästig ist und man deshalb damit leben muss.


er ruinierte mir auch mein erstes moped. nun, dieses erste moped war nun wirkloich kein schmuckstück. es war eine puch turbo, hässlich wie die nacht, abgekauft von einer cousine eines meiner freunde, aber es war meins. lange hatte ich es nicht, denn bald rissen brems- und kupplungskabel und ich neigte dazu die fußraster abzubrechen, weil ich mich allzu tief in die kurven legte. eines tages erwischte mich eine polizeistreife und montierte mir mein nummernschild ab. ich war auch entweder zu faul oder zu blöd all das selbst zu reparieren und verkaufte das ding.

leihweise bekam ich später eine puch maxi - oder etwas ähnliches. so ein klappriges ding mit tretpedalen eben, mit auto- oder variomatik. ich brauchte es um einen sommerjob als postzusteller ausüben zu können. auch hier brach ich BEIDE pedale ab aufgrund sportlicher fahrweise. aber da es nicht mir gehörte musste ich es natürlich reparieren.

später dann, in einem alter in dem andere den führerschein machten und ihr erstes auto kauften, kaufte ich einer freundin eine puch mv 50 ab. ich liebte das ding. es war schwarz und sah aus wie aus einem anderen zeitalter - was es im grunde auch war. damit fuhr ich eines tages sogar an einem vormittag von tirol bis nach bad gastein. das ding verlor imemr wieder den auspuffdämpfer, weil offenbar die falsche mutter verwendet worden war, aber das bekam ich bald in den griff. als ich dann selbst endlich führerschein und auto hatte wurde es dann doch wieder verkauft.

eines tages gewann ich bei einem preisausschreiben ein mofa samt helm, da ich es aber nicht brauchen konnte verkaufte ich es auch gleich wieder. da es neuwertig war (vielleicht 5km am tacho), ich es aber unter neupreis verkaufte, war die käuferin sehr glücklich darüber - und ich übers geld.

tja, seit damals saß ich nie mehr auf einem zweirad, weder auf einem fahrrad, noch auf etwas mit motor. vielleicht sollte ich mein auto gegen ein moped tauschen?