Montag, 30. Juni 2014

MEINE ZWEIRADGESCHICHTE

ich habe euch ja schon so einiges "geschichtliche" über mich erzählt, von meinen autos, meinen computern, meinen handys, meiner musik und einiges mehr. heute erzähle ich euch meine zweiradgeschichte.


anfangen muss ich natürlich bei meinem ersten fahrrad, roller hatte ich keinen. wenn ich mich richtig erinnere war es rot (oder blau?). ein typisches kinderfahrrad eben, anfangs noch mit stützrädern. ohne stützen fahren lernte ich mit dem rad des nachbarkindes. ich versuchte es einfach und konnte es plötzlich, also wurden die stützräder abmontiert. bald darauf bekam ich ein sportrad mit fünfgangschaltung und mit stylisch gebogener rennradlenkstange. DAS war nun wirklich rot.


dieses sportrad ließ ich dummerweise irgendwann irgendwo stehen und erinnerte mich erst nach einer woche wieder wo. da war es dann natürlich weg. zähneknirschend kaufte mir mein vater ein neues rad, diesmal kein sportrad, sondern ein ganz normales mit dreigangschaltung und in silber. doch nicht lange und ich ließ auch dieses rad irgendwann irgendwo stehen. das wars dann natürlich, ich bekam kein neues fahrrad gekauft.


doch einer meiner freunde schenkte mir eines seiner alten räder, ohne licht und ohne schutzbleche mit völlig abgefahrenen reifen. wieder zähneknirschend half mir mein vater die benötigten teile nachzukaufen, dran rumgebastelt habe ich dann selbst. DIESES rad ließ ich nie irgendwo einfach stehen, doch eines tages stellte es mein vater einfach an irgendeinem schrottplatz ab. ich weiß bis heute nicht warum. vielleicht täuscht mich auch meine erinnerung und das zusammengebastelte fahrrad wurde deshalb auf den schrottplatz gestellt weil ich daraufhin das silberne bekam. ich weiß es wirklich nicht mehr.

ich weiß jedoch, dass ich ein fahrrad hatte, als wir von stuttgart nach tirol umzogen. es könnte aber auch sein, dass dies das rad meiner mutter war. herrjeh, ist ja alles so lange her.

jedenfalls muss dieses rad auch irgendwann das zeitliche gesegnet haben, denn ich bekam von einem meiner freunde ein uraltes klapprad geschenkt, das bei ihm schon seit jahren herrenlos herumstand. ich lackierte es bronzefarben, montierte einen hohen lenker und einen bananensattel und hatte somit fast ein bonanzarad. ich fands cool - bis eines tages mein überaus depperter freund und nachbar meinte MEIN rad silber mit goldenen punkten lackieren zu müssen. ungefragt natürlich. solche aktionen lieferte der öfter mal, dass er ungefragt einfach über meine sachen verfügte. so fand ich zum beispiel mein zimmer nach längerer abwesenheit vollkommen umgeräumt wieder. weil er und mutter meinten sie müssten es umstellen. er benutzte mein zimmer als bastelwerkstatt und ruinierte mir so meinen tollen großen schreibtisch. er kam abends in die wohnung gestürzt (er wohnte ja ein stockwerk über uns), während ich gerade die erstausstrahlung der verfilmung des falco-albums junge römer samt interviews und pipapo ansehen wollte und schaltete einfach um, weil irgendwo irgendwas anderes lief das ER toll fand. ja so war er, wie ein eitriger pickel, den man einfach nicht los wird weil er nie aufplatzt, aber irrsinnig lästig ist und man deshalb damit leben muss.


er ruinierte mir auch mein erstes moped. nun, dieses erste moped war nun wirkloich kein schmuckstück. es war eine puch turbo, hässlich wie die nacht, abgekauft von einer cousine eines meiner freunde, aber es war meins. lange hatte ich es nicht, denn bald rissen brems- und kupplungskabel und ich neigte dazu die fußraster abzubrechen, weil ich mich allzu tief in die kurven legte. eines tages erwischte mich eine polizeistreife und montierte mir mein nummernschild ab. ich war auch entweder zu faul oder zu blöd all das selbst zu reparieren und verkaufte das ding.

leihweise bekam ich später eine puch maxi - oder etwas ähnliches. so ein klappriges ding mit tretpedalen eben, mit auto- oder variomatik. ich brauchte es um einen sommerjob als postzusteller ausüben zu können. auch hier brach ich BEIDE pedale ab aufgrund sportlicher fahrweise. aber da es nicht mir gehörte musste ich es natürlich reparieren.

später dann, in einem alter in dem andere den führerschein machten und ihr erstes auto kauften, kaufte ich einer freundin eine puch mv 50 ab. ich liebte das ding. es war schwarz und sah aus wie aus einem anderen zeitalter - was es im grunde auch war. damit fuhr ich eines tages sogar an einem vormittag von tirol bis nach bad gastein. das ding verlor imemr wieder den auspuffdämpfer, weil offenbar die falsche mutter verwendet worden war, aber das bekam ich bald in den griff. als ich dann selbst endlich führerschein und auto hatte wurde es dann doch wieder verkauft.

eines tages gewann ich bei einem preisausschreiben ein mofa samt helm, da ich es aber nicht brauchen konnte verkaufte ich es auch gleich wieder. da es neuwertig war (vielleicht 5km am tacho), ich es aber unter neupreis verkaufte, war die käuferin sehr glücklich darüber - und ich übers geld.

tja, seit damals saß ich nie mehr auf einem zweirad, weder auf einem fahrrad, noch auf etwas mit motor. vielleicht sollte ich mein auto gegen ein moped tauschen?

Sonntag, 29. Juni 2014

REKLAME? JA BITTE!

als es damals vor ca. 20 jahren mit dem kabelfernsehen, bzw. mit all den kabelsendern die wie pilze aus dem boden schossen so richtig los ging, gab es noch keinen markt für österreichische werbung auf diesen sendern. entweder war die technik noch nicht so weit, dass man für verschiedene gebiete auch verschiedene inhalte ausstrahlen konnte, oder das interesse war einfach nicht vorhanden.

ich fand das jedoch klasse, denn so sah ich ständig werbung aus einem "fremden" land, wobei deutschland ja nicht wirklich fremd war, denn immerhin hielt ich mich ständig beruflich dort auf. aber so ein- bis zwei mal die woche gab es auch werbung aus, bzw. für die schweiz. und DAS war dann tatsächlich fremd, denn erstens kannte ich ja die meisten angebote nicht und zweitens gab es auch werbung in schwyzerdütsch. das war besonders lustig, denn seltsamerweise verstand ich es nahezu problemlos, konnte es aber weder selbst sprechen, noch schreiben, aber meine exe stand völlig planlos daneben und verstand so gut wie nichts. aber völlig egal aus welchem land die werbung kam, es war immer irgendwie wie urlaub. 

es geht mir heute noch so ähnlich, wenn ich über einen der deutschen regionalsender stolpere. wenn ich schweizer fernsehen oder gar englisches, französisches, italienisches oder sonstiges ansehe, ist das gefühl nach urlaub nicht so stark. das liegt vermutlich daran, dass ich deutsches regionalfernsehen mit urlaub verbinde, weil wir in meiner kindheit und jugend im urlaub, bzw. in den ferien natürlich oft zu den deutschen verwandten fuhren und ich dort, wenn fern gesehen wurde, natürlich die deutschen sender ansah. die mainzelmännchen und 's äffle und 's pferdle wurden für mich genau so synonym für urlaub, wie die signation der tagesschau. in anderen ländern hatte ich nie ferngesehen, da hatte ich einfach anderes zu tun. am strand herumliegen zum beispiel.


somit sind also nachrichten aus einem deutschen bundesland, deutsches regionalprogramm und deutsche werbung für mich gleichbedeutend mit urlaubsfeeling. als dann die ganzen kabelsender dazu übergingen regionale werbungen zu schalten, wir in österreich also nur mehr österreichische werbung zu sehen bekam, war ich auch dementsprechend sauer. mir wurde mein urlaubsfeeling genommen! zudem ist österreichische werbung einfach grottenschlecht!

dafür ist es um so schöner und überraschender, wenn ich wieder mal zufällig in ein deutsches regionalprogramm stolpere.

Samstag, 28. Juni 2014

UNKOMMENTIERTER BILDBLOG

ich bin heute schreibfaul, darum gibt es einen unkommentierten bildblog mit bildern von gestern.





Freitag, 27. Juni 2014

SCHATZKISTE; D WIE DIAS


D WIE DIAS



als wir aus dem haus in dem ich meine ganze jugend verbracht hatte ausziehen mussten, machte ich bilder von meinem zimmer, weil ich mein zimmer so wie es war einfach sehr mochte. ich hatte seltsame dinge herumstehen und an den wänden hängen, eine wand war voller bilder, poster und plakate, ich hatte eine schaufensterpuppe herumstehen, kurz: es war das zimmer eines chaoten.

dummerweise hatte mein vater nur diafilme in seiner kamera, also bekam ich dann eine handvoll dias - die ich mir natürlich nicht mehr ansehen kann, da ich keinen diaprojektor habe. und für die paar bilder einen diascanner zuzulegen wäre ein wenig übertrieben.

wie mein zimmer aussah? es gibt kaum bilder davon, nur diese dias. aber ich habe dennoch eines gefunden. das war übrigens zu fasching, ich trage also ein kostüm! ich habe nie derart abgefahren ausgesehen ;-)

die schaufensterpuppe gibt es übrigens immer noch - nur steht die inzwischen  im keller. und den schwarzen marmorierten schrank besitze ich ebenfalls noch. den werde ich wohl nie hergeben, denn den habe ich selbst gebraucht gekauft und dann selbst angemalen. inzwischen ist er mein cd-lager.



Donnerstag, 26. Juni 2014

MEINE KLEINE GESCHICHTE DER COMPUTER

meine erste begegnung mit etwas das man computer nennen konnte war in den tiefsten 80er jahren. mein vater bekam beruflich damit zu tun und schleppte eines tages einen koffer nach hause, der eine seltsame kiste mit tastatur enthielt. diese hatte ein einzeiliges display auf dem nur zahlen, buchstaben und sonderzeichen dargestellt werden konnten. angeblich war das ein teil mit dem programmieren lernen konnte. hin und wieder sah ich wie er sich damit beschäftigte, selbst rührte ich das ding nicht an, das war mir viel zu unspektakulär. ich hatte ja bereits die alte telexmaschine in meinem zimmer stehen, die zwar nur für texte gut war, aber dennoch hatte ich meinen spaß mit ihr.

dann hörte ich geschichten von meinem besten freund der in die htl ging und dort offenbar mit seinem taschenrechner programmieren lernte. soweit ich das mitbekam konnte das kleine schon viel mehr als die kiste im koffer mit der sich mein vater beschäftigte. doch auch das machte mich nicht sonderlich an.


und eines tages, so gegen ende der 80er jahre, stand plötzlich ein c64 in unserem wohnzimmer. es war ein geschenk des vaters an meine brüder. zum glück gab es auch gleich schon ein paar disketten mit spielen dazu. ich weiß noch, dass wir wie die irren olympic winter games spielten. hin und wieder auch "orm" (hieß das so?) und was man halt so in die finger bekam. da gab es ein kugelrollspiel an dem ich regelmäßig verzweifelte und "the castles of dr. creep, das man nur zu zweit spielen konnte, weil man sich gegenseitig helfen musste. ich fing dann an eine c64-zeitschrift zu kaufen, um spiele- und auch softwaremäßig neues zu bekommen und blieb dann bei "die dunkle dimension" hängen.

ich begann mich nun auch ein wenig für andere software und programmieren zu interessieren, schaffte es sogar eine graphik zu erstellen und diese über den bildschirm wandern zu lassen, ich hatte farb- und soundcodes intus, doch irgendwie verlor sich das dann schnell wieder. ehrlich gesagt habe ich mich bis heute nicht mehr für programmierung interessiert. schade eigentlich.

meine nunmehrige exe schrieb damals an ihrer diplomarbeit und hatte angefangen diese mit einem textprogramm auf dem c64 zu schreiben, doch schnell war klar, dass die ganze formatierungsarbeit mehr zeit kostete, als wenn sie es einfach auf schreibmaschine geschrieben hätte. und da ich ja immer noch dieses telexdings im zimmer stehen hatte, wurde eben dieses dafür verwendet. das bisschen formatierung war schnell gemacht und die texte konnte man hier auch bequem abspeichern.

durch zufall kam ich dann an einen ausrangierten x86, ohne festplatte, mit betriebssystem über floppy disk und schwarz-weiß bildschirm. viel gemacht habe ich damit nicht, ich kannte niemanden der software dafür gehabt hätte und die software in fachzeitschriften kam inzwischen schon nur mehr auf 3,5" disketten mit denen ich nichts anfangen konnte, da ich ja nur floppy-laufwerke im 5,25" format hatte. irgendwann wanderte das teil in den keller und blieb auch dort als ich auszog. meine brüder bekamen übrigens bald darauf einen gebrauchten 286er von daddy geschenkt....

so war es nicht verwunderlich, dass ich dann, als ich in meine (unsere) eigene wohnung umzog und in die arbeitswelt eintauchte, das interesse an computern verlor. ich hätte auch gar keine zeit dafür gehabt, denn ich war im schnitt midnestens 16 stunden außer haus, wenn ich dann wieder zuhause war schlief ich oder hatte anderes zu tun. und am wochenende wollte man mal was von der welt sehen.

1999 bekam ich dann einen ausrangierten apple von einem freund geschenkt. der hatte sich einen dieser stylischen imacs zugelegt und brauchte seinen alten mac nicht mehr. ich war eigentlich recht glücklich damit, endlich ein farbbildschirm, ein laserdrucker (!) und sogar ein cd-laufwerk war dabei. das einzige problem war dafür nun software zu finden, doch auch hier konnte ich auf zeitschriften zurückgreifen, zudem konnte man auch spiele finden die kompatibel waren. so geriet ich an die myst-reihe, die ich auch heute noch klasse finde und vermutlich meine vorliebe für ruhige, denklastige und graphisch wundervoll gestaltete spiele prägte. ansonsten konnte ich mit dem teil nicht viel machen, ausser hin und wieder texte erstellen - und natürlich wunderschön formatieren.

doch dann wurde es beruflich notwendig einen pc samt internetanschluss zu besitzen. also suchte ich rat und hilfe bei einem bekannten, der mir dann tatsächlich die einzelteile für einen pc zusammensuchte, besorgte und ihn auch zusammenbaute. gekostet hat mich das ganze ca. 600,- schillinge (knapp über 40 euro), wenn ich mich nicht irre. vielleicht waren es auch 800,- oder 6.000,-, ich weiß es wirklich nicht mehr, auf alle fälle nur ein bruchteil desen was mich ein gerät im laden gekostet hätte. ich saß also höchst interessiert dabei und fand das faszinierend. und ins internet gings dann auch gleich das erste mal. eine der ersten seiten die ich aufrief war die von yello.

bis dahin hatte ich im grunde so gut wie keinen kontakt mit dem internet gehabt, geschweige denn eine email-adresse. doch all das holte ich in windeseile nach, lernte schnell mit programmen umzugehen, mit dem betriebssystem und auch mit der hardware. im laufe der zeit wurden einzelne komponenten ausgetauscht, oder gleich eine neue kiste aus einzelteilen anderer alter kisten, vermischt mit neuen teilen gebaut. nur ganz selten musste etwas neues gekauft werden, wenn dann fand man es gebraucht, oder man konnte irgendwo ausrangierte computer oder einzelne teile ergattern. ich habe nach wie vor ein viel zu großes lager an einzelteilen hier bei mir herumliegen, aber man weiß ja nie. immerhin steht ein uraltteil in der küche, welches von mir als eine art externer speicher verwendet wird, außerdem verwendet meine mutter einen selbst zusammengeschusterten zombie-pc, von dem ich nahezu täglich erwarte, dass irgendwas seinen geist aufgibt.

inzwischen stehe ich bei einem halbwegs aktuellen und zufriedenstellend leistungsstarken laptop mit zweitem großen bildschirm - doch auch hier ist nahezu alles zusammengeschenkt, -gefunden oder billig gebraucht erstanden. das einzige das ich hier gerne ändern würde ist das betriebssystem. ich muss mich hier mit windows vista herumplagen... hätte irgendjemand vielleicht ein windows 7 herumliegen, das er nicht mehr braucht? *bettel* ^^

da android nun immer wichtiger wird, habe ich versucht mich auch damit auseinanderzusetzen, ich bekam sogar ein ausrangiertes tablet gechenkt, denn mein handy ist nach wie vor einfach nur ein handy, kein android, iphone oder ähnliches, doch irgendwie werden wir beide nicht warm miteinander. ich schiebe es mal auf die uralte android version, die auf dem tablet installiert ist. ich wollte zwar ein custom-rom aufspielen, doch nicht einmal mit hilfe meines bruders, der sich damit besser auskennt als ich, gelang mir das. ich komme einfach nicht über die tatsache hinweg, dass ich für jeden scheiß eine app brauche, anstatt einfach wie in windows mittels browser dorthin zu surfen, wo ich hin möchte. zudem lassen sich die apps nicht ordnen, geschweige denn als liste darstellen. wie gesagt, das mag vielleicht alles an der android version liegen, ich warte einfach auf eine bessere gelegenheit.


beruflich hatte ich auch mit einigen seltsamen exemplaren zu tun. so musste ich zum beispiel 1991 mit einem x86 mit schwarzem bildschirm mit grüner schrift zurechtkommen, in dem man alles nur mittels codes eingeben konnte. er selbst lief unter windows, war aber mit einem größeren system verbunden, dessen name ich vergessen habe. im büro stand ein riesiges gerät, dessen daten jeden abend auf ein großes magnetband in der größe einer vhs-kassette gesichert wurden. ich nahm dieses band immer abends mit, damit nichts passiert, falls das büro über nacht abbrennen sollte, und ein mal die woche wurde ein band mit den daten der woche in ein bankschließfach gebracht. das war echt schräg.

als ich 2002 in einer versicherung anfing bekam ich den ersten laptop meines lebens. der war zwar heillos veraltet, da es ein modell aus 1998 war, dennoch war ich recht glücklich damit. noch glücklicher war ich, als das teil dann 2005 gegen ein brandaktuelles ausgetauscht wurde. nun hatte ich plötzlich sogar ein dvd laufwerk! und das nutzte ich auch! das war die zeit als ich begann dvds auszuleihen und zu kopieren.....

ansonsten gab es beruflich computer in allen farben und formen, uralte windows 98er in irgendwelchen lagern, hochmoderne laptops und jede menge ordinärer kisten mit windows xp. abgesehen vom pc mit dem grünen bildschirm, war das schrägste was ich jemals hatte ein pda. das ist an und für sich noch nicht schräg, schräg war es deshalb, weil ich eigentlich nur ein neues berufshandy brauchte und halt gerade nur mehr dieses teil zur verfügung war, ausserdem war die zeit der pdas längst vorbei, es gab bereits iphones. aber ich hatte es nicht lange, denn schon nach einer woche flog mir das teil aus der jackentasche die treppe hinunter. obwohl mit metallgehäuse versehen hatte es diesen ausflug nicht überlebt - so wie übrigens bereits ein anderer pc von mir, den ich auch auf einer treppe fallen ließ. aber das zu erzählen würde nun wirklich zu weit führen....

Mittwoch, 25. Juni 2014

HOMOPHOBIE

homophobie ist eine gruppenbezogene menschenfeindlichkeit, in diesem fall gegenüber menschen die angehörige ihres eigenen geschlechts jene des anderen vorziehen.

nun gibt es nach wie vor menschen, die schwule und lesben am liebsten tot sehen würden, oder wenn schon nicht tot, dann zumindest im gefägnis, und wenn schon nicht im gefängnis, dann zumindest gekennzeichnet, damit man sie sofort erkennt und ihnen aus dem weg gehen kann. da wir jedoch in keinem jener länder leben, in denen gleichgeschlechtliche liebe mit dem tode bestraft wird, wird man ihnen doch wohl wenigstens das recht auf gesellschaftliche gleichstellung absprechen dürfen. vor allem in unserer christlichen kultur ist der schutz vor sexuellen perversionen unsere heilige pflicht, wie man am äusserst vorbildlichen verhalten unserer kirchenmannschaften sehen kann. die kleinen messdiener, die von unseren gottgesandten mißbraucht wurden und nach wie vor werden (der nächste fall wird sicher nicht lange auf sich warten lassen), hatten es sicher verdient und wenn nicht, dann fällt uns schon noch ein guter grund ein. außerdem war das ja alles nicht so gemeint.

dass jetzt auch noch ein typ, der wie eine frau aussieht, aber einen bart trägt den songcontest gewonnen hat, ist sowieso der gipfel der frechheit. hätte der sich nicht wenigstens rasieren können? so weiß man doch nicht was das ist, manderl oder weiberl. und DAS soll jetzt vorbild für unsere jugendlichen sein? die sollen sich doch lieber an unsere politiker und gottesfürchtigen männer halten!

aber so ein bisschen bi unter frauen ist schon  toll anzusehen, wenn man sich abends, wenn die alte schon im bett ist, mal ein bisschen entspannen möchte. wozu haben wir schließlich internet? ausserdem sind das dort ja sowieso alles ausländische mädels.


na im ernst leute, IHR HABT DOCH EINEN KLATSCHE!?!?!?! ist es nicht vollkommen egal ob man lieber frauen oder männer küsst, ist es nicht völlig egal welchem geschlecht der körper angehört, der mich zum orgasmus bringt? genau so wie es auch völlig egal sein kann auf welche art und weise er das tut. warum soll jemand der sein eigenes geschlecht bevorzugt im nachteil sein gegenüber jemandem der seinen partner schon seit jahrzehnten nicht mehr liebt, nur mehr wegen der kinder und dem haus zusammen ist und sich seinen sex entweder beim seitensprung, im swingerclub oder im bordell holt?

schwul, lesbisch, bi, transsexuell, pansexuell, transvestit, asexuell oder was auch immer zu sein ist NICHT ansteckend! es ist auch nicht ansteckend wenn man solche menschen akzeptiert oder gar unterstützt. zudem ist es keine freie entscheidung. wenn es eine wäre, dann könnte doch jeder interessierte mal über seinen schatten springen und einfach gleichgeschlechtliche liebe ausprobieren. geht aber nicht, denn entweder man ist hetero, oder eben nicht. so wie man eben homosexuell, oder bi, oder whatever ist, bzw. eben nicht.

da es also weder eine freie entscheidung, noch eine krankheit ist, ist es auch nicht therapierbar. und dennoch gibt es jetzt in den usa, genauer gesagt in texas ein  programm für therapiewillige homosexuelle. es wird zwar behauptet, dass dies alles freiwillig wäre und dass man nur wolle, dass man in diesem land die freie wahl hätte, doch wie es wirklich aussieht... nun, darüber kann man nur mutmaßen.

wovor habt ihr homophoben denn bitte angst? davor dass ihr in einem lokal von einem schwulen angemacht, besoffen und dann im suff vergewaltigt werdet, so wie ihr es samstag abend in der disco mit den mädels macht? mal ehrlich, mir ist kein einziger fall bekannt in dem sowas passiert wäre. die geschichten mit den priestern lassen wir jetzt mal beiseite. oder davor herauszufinden, dass ihr selbst latent bi oder gar ganz andersum seid? was wäre daran so schlimm? wenn dem so ist, dann währt ihr sicher glücklicher wenn ihr nach eurer fasson leben würdet. oder habt ihr angst davor, dass die ganze welt homosexuell wird und die menschheit ausstirbt? das ist jetzt aber nicht euer ernst, oder?

es sollte keine diskussion darüber geben, ob homosexuellen die gleichen rechte gewährt werden sollen wie heterosexuellen, genau so wie es nie dazu kommen hätte sollen die selbe frage bezüglich frauen , menschen anderer hautfarbe, menschen anderer herkunft und so weiter stellen zu müssen. es geht um menschenrechte, nicht um rechte für diese oder jene!

nebenbei bemerkt, eine phobie (so wie in homophobie) ist eine krankhafte angststörung! DAS kann nämlich sehr wohl, ganz im gegensatz zur sexualität, therapiert und geheilt werden! und im gegensatz zum schwul- lesbisch- bi- oder wasauchimmer sein wird niemand homophob geboren.

denkt darüber doch mal ein paar sekunden nach!


Dienstag, 24. Juni 2014

ICH UND DIE BEWEGTE MUSIK

heute gibt es wieder einen ausflug in meine höchst persönliche vergangenheit. heute erzähle ich euch etwas über musik, bzw. darüber wie ich sie mir angehört habe, also nicht darüber was ich hörte, sondern wie ich sie hörte, genauer gesagt, wie ich musik hörte wenn ich unterwegs war und nicht zuhause über radio oder musikanlage hören konnte. heute geht es quasi um die bewegte musik.

meine erste begegnung mit mobiler musik wahr vermutlich das autoradio meines vaters. in den ersten jahren noch ohne kassettenteil, sendersuchlauf oder senderprogrammierung. so ein autoradio funktionierte wie ein radio zuhause. man drehte so lange am knopf, bis man das richtige gefunden hatte. als dann zusammen mit einem opel commodore ein radio mit sendersuchlauf und einer art stationsprogrammierung kam, war das eine sensation. vor allem deshalb, weil es für den sendersuchlauf einen knopf im fußraum des wagens gab, auf den er nur kurz mit dem fuß tippen musste, schon suchte das ding los und blieb beim nächsten sender stehen. das war deshalb sensationell, weil man damit alle mitfahrer die das nicht wussten verwirren konnte, denn die sahen ja nicht, dass er drauftippte - und auf einmal suchte sich der radio einen neuen sender.

später gab es dann natürlich autoradios mit kassettenteil. wenn wir länger unterwegs waren bestand ich darauf, dass auch meine kassetten gespielt wurden, andererseits mochte ich vaters kassetten auch recht gerne, denn er hatte sehr viel kabarett aufgenommen. mangels anderer möglichkeiten saßen wir kids im urlaub am campingplatz auch immer wieder mal im auto und hörten uns dort meine kassetten an.

ein anderes seltsames und prägendes erlebnis war, als ich eines tages völlig überraschend feststellte, dass das was der typ da im radio sang keine fremde sprache war, sondern deutsch, genau genommen österreichisch, noch genauer wienerisch. es war georg danzer mit seinem lied über das wiener lokal hawelka. nun, ich war sehr jung, wenn ich mich richtig erinnere ging ich sogar noch nicht mal in die schule und war in bayern aufgewachsen. zudem nuschelt herr danzer ja nun wirklich ziemlich vor sich hin. jedenfalls hörte ich seit diesem tag genauer hin obwohl ich imemr noch dazu neige songtexte zu vernachlässigen, weil ich den gesang immer noch einfach nur als ein weiteres instrument betrachte und nicht die musik als rahmen für einen vorgetragenen text.

mein eigenes erstes tragbares gerät war ein winziger transistorradio. ich weiß dass ich gerne und immer wieder damit musik hörte, aber großen eindruck hat das ding nicht bei mir hinterlassen. der tragbare kassettenrekorder den ich zur firmung bekam jedoch schon, denn den konnte ich ins schwimmbad mitnehmen, der hatte einen anschluss für kopfhörer und einen um ein kabel zum überspielen anzuschließen. all das nutzte ich natürlich bis zum geht nicht mehr aus, obwohl das teil nur mono aufnehmen und abspielen konnte, doch das war mir damals noch egal. im schwimmbad war stereo nicht wirklich gefragt wenn alle "völlig losgelöst" mitgröhlten.

als ich dann eine lehre begann und eigenes geld hatte kaufte ich mir sehr schnell einen walkman. dieser hatte einen radioempfänger und ich hatte mir selbst eine anschlussbuchse hineingebastelt um ihn auch mit strom aus der steckdose betreiben zu können. ich verwendete dafür einfach das ladegerät, dass ich zu einem spiel dazubekommen hatte. dieser walkman machte wirklich viel mit. unzählige besuche in schwimmbädern, auf ausflügen, mehrere urlaube im sonnigen yugoslawien und was weiß ich noch alles. ich liebte das ding sehr, doch irgendwann ging es dann doch ein.

ich blieb jedoch nicht lange ohne walkman und kaufte mir bald ein luxusgerät nach. eines vom erfinder sony, wieder mit radioteil, sogar mit equalizer und uhr mit weckerfunktion. obwohl der noch viel besser war, habe ich kaum erinnerungen daran. weiß der geier warum, vermutlich, weil die zeiten des schwimmbads und der gemeinsamen urlaube mit den eltern vorbei waren. irgendwann verschwand dieser walkman, ich weiß weder warum, noch wann, geschweige denn wohin.

graphik: "nemo" nr.01/2014

so blieb ich also viele jahre ohne mobile musik, ausgenommen diverser autoradios - bis das erste handy mit musikfunktion in erscheinung trat. natürlich wieder von sony. das MUSSTE ich natürlich haben - und ich bekam es auch. naja, nicht ganz, ich bekam das billigere nachfolgemodell, das sich außer in der farbe im grunde in nichts vom original unterschied. später dann bestand ich sogar auf eine noch billigere version dieses handys als berufshandy. 

dieses handy besaß ich mehrer jahre lang und liebte es ebenso sehr wie damals meinen ersten walkman. ich benutzte es zwar nie wie einen walkman, doch ich ersetzte damit den kassettenteil meines autoradios. das hatte auch noch den vorteil, dass ich damit eine billige freisprecheinrichtung hatte inklusive autiomatischem musikstopp wenn ich telefonierte. natürlich musste ich dieses handy auch irgendwann tauschen weil es kaputt ging, doch es gab ja ein nachfolgemodell mit dem ich wieder einige jahre glücklich war. als ersatzhandy habe ich dieses immer noch hier bei mir herumliegen. inzwischen kann ja jedes smartphone als walkmanersatz dienen, also muss ich nicht mehr auf sony bestehen.

inzwischen gibnt es auch keine autoradios mit kassettenteil mehr. alle haben ein cd-fach, das meistens auch mp3 abspielen kann und dazu noch einen anschluss für einen usb-stick. ja und so höre ich heute "mobil" musik. entweder per usb im autoradio, oder mit meinem smartphone. wer hätte das vor 20 jahren gedacht?

Montag, 23. Juni 2014

SCHATZKISTE: C WIE CHRISTBAUMSCHMUCK


C - WIE CHRISTBAUMSCHMUCK




wie ich zu weihnachten, christbäume und christbaumschmuck stehe habe ich bereits hier schon einmal niedergeschrieben, also lassen wir den teil mal aus und widmen uns ganz dem heutigen ausstellungsstück.

was wir hier sehen war einmal ein schön kitschig-glitzernder plastikstern von mehreren, die in meinem elternhaus zu weihnachten immer am baum hingen. ich weiß nicht mehr ob es eine kerze oder ein sternspitzer waren die ihm zu nahe kamen, fakt ist jedoch, dass ihm definitiv zu heiß wurde. dass er nur vor sich hin kokelte und nicht in flammen aufging spricht für ihn, bzw. für seine qualität in punkto sicherheit. dass es ihm dennoch etwas ausmachte, würde für schmuck aus ton, glas oder metall sprechen, andererseits wäre stroh, wachs oder papier - welche alle zu meinen bevorzugten christbaumschmuckmaterialien zählen - viel fataler gewesen. 

warum habe ich mir das zerschmolzene ding aufgehoben? vermutlich weil ich immer schon von feuer und seiner gewalt fasziniert war, weil mir immer schon die schönheit des verfalls besser gefiel als die schönheit des perfekten - und vielleicht auch deshalb, weil ich bereits ahnte, dass es nicht mehr viele gemeinsame weihnachten zusammen mit dieser familie geben würde.

Sonntag, 22. Juni 2014

DEIN KAMPF

ich bin der erste der morgens aufsteht, der erste im bad, der erste am frühstückstisch und der erste der das haus verlässt. natürlich bin ich NICHT der erste auf der autobahn, aber trotzdem der erste im büro. ich erledige alles am schnellsten, mache am meisten umsatz, die wenigsten fehler und so gut wie keinen ausschuß, ich bringe die meisten neue kunden und verliere am wenigsten der bestandskunden. ich hebe das telefon sofort ab und beantworte sofort alle mails in meinem postfach. ich bin der letzte der in die mittagspause geht und der erste der wieder zurückkommt, ich bin der letzte der das büro abends wieder verlässt, bin auch mal an sonn- und feiertagen hier anzutreffen und nehme urlaub nur wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann  aber auch nur tagweise.

unglaublich und unvorstellbar? stimmt! trotzdem versuchen gar nicht mal so wenige menschen genau das zu erreichen. sie wollen gewinner sein und immer an der spitze stehen, völlig ungeachtet der tatsache, dass das überhaupt nicht möglich ist. es kann immer nur einer gewinnen, immer nur einer der beste sein, immer nur einer ist der erste. doch schon die wahrscheinlichkeitsrechnung sagt uns, dass es unmöglich immer der selbe sein kann. also warum tun sich dann so viele menschen diesen unglaublichen stress an immer vorne dabei sein zu müssen?


es muss doch auch mal genügen einfach nur gut zu sein. ja natürlich gibt es situationen in denen es wichtig ist sein bestes zu geben, fehlerfrei zu bleiben oder eben erster zu sein, aber diese situationen sind dermaßen selten, dass es reicht, wenn man sich genau dann reinhängt wenn diese situation eintritt.

wenn man sein ganzes leben als kampf um den ersten platz sieht gewinnt man genau eines, nämlich als erster ein magengeschwür zu bekommen und den ersten herzinfarkt gleich dazu. und wenns blöd läuft noch unter 30 die erste geschiedene ehe (oder sonstige lebensgemeinschaft).

man muss nicht ständig schwanzvergleiche und weitpinkelwettbewerbe veranstalten, es genügt doch gut genug zu sein um ganz normal existieren zu können. oder nicht?

ich weiß nicht, vielleicht bin ich ja auch einfach nur eine faule sau oder habe irgendeinen gendefekt, ich kann nun mal mit dieser einstellung des ewigen wettbewerbs nichts anfangen. und fast hätte ich "sorry" geschrieben, aber ich werde einen teufel und mich dafür auch noch entschuldigen! entschuldigen sollten sich eher jene, die einen ständig in solche sinnlosen wettbewerbe hineintreiben.

dein haus, dein auto deine yacht? ja, schön, dein auto ist teurer als meins, es ist sogar schöner, schneller und stärker, dafür bekomme ich aber auch keinen herzinfarkt wenn ich mir einen kratzer einfange oder meinem kind das eis im auto auf den boden tropft...

Samstag, 21. Juni 2014

REBOOT

was in der musik funktioniert,muss nicht unbedingt auch im kino funktionieren - nämlich die neuinterpretation eines bereits vorhandenen werkes. ich spreche nicht von coverversionen einzelner songs, sondern von ganzen alben, oder alben voll der wichtigsten und besten stücke eines künstlers. herausragende beispiele hierfür sind senor coconut, der gleich mehrere alben voller coverversionen von kraftwerk im latino-stil veröffentlichte, oder das balanescu quartet, das ebenfalls kraftwerk coverte, diesmal mit klassichen instrumenten. weiters laibach, die das album "let it be" der beatles neu einspielten, the the mit einem album voller hank williams interpretationen und mike oldfield, der sich selbst, bzw seine tubular bells gleich 4 mal neu intonierte (tubular bells II und III, the millenium bell und tubular bells 2003). klassische werke werden ja sowieso am laufenden band neu interpretiert, je nach dirigent, orchester und intendant.

doch, wie bereits gesagt, was in der musik funktioniert und altbekanntem oft sogar eine interessante neue variante hinzufügt, funktioniert nur höchst selten im kino. natürlich gibt es auch hier gute beispiele, spontan fallen mir "die fliege" der erste batman mit regisseur tim burton und natürlich der "herr der ringe" ein (ja, da gab es vorher schon einen versuch in form eines zeichentrickfilms). früher hieß sowas noch neuverfilmung, seit neuestem heißt es "reboot", sie wie es auch nicht mehr "filmreihe" oder "filmserie" heißt, sondern "franchise".

solch ein reeboot erfahren seltsamerweise hauptsächlich filme in denen es oft und laut kracht, dinge durch die gegend und in die luft fliegen und viel spezialeffekte zum einsatz kommen. warum ist das so? warum müssen wir uns immer und immer wieder avengers, batman, transformers, godzilla & co in ihren verschiedensten interpretationsfacetten ansehen? ganz einfach: weil die bisherigen verfilmungen erfogreich - im sinne von ertragreich - waren, die effekte jedes jahr noch besser gemacht werden können und die schauspieler beliebig austauschbar sind. bei filmen in denen die erzählte geschichte samt den dahinterstehenden darstellern wichtig sind, funktioniert sowas eben nicht. (ist das irgendjemandem aufgefallen wie ich die einen "schauspieler" nannte und die anderen "darstellter"? das mache ich deshalb, weil die einen eine show vorspielen, während die anderen etwas darstellen *zwinker*)

ein gutes beispiel für das scheitern einer neuverfilmung, sorry, für einen reboot ist "der tag an dem die erde still stand". vordergründig ist es eine science-fiction geschichte, doch im grunde geht es um fremdenfeindlichkeit und menschlichkeit und um das damalige vorrherschende thema "kalter krieg", zudem basiert der originalfilm aus dem jahr 1951 auf einer literarischen erzählung. im reboot mit keanu reeves geht all dies verloren und gipfelt natürlich in einer spezialeffekt-orgie, als klaatu (reeves) die zerstörung der erde einleitet. auch der gedanke der geschichte statt des kalten krieges der 50er jahre das thema umweltschutz aufzusetzen konnte dem gähnpotential dieser verflimung nicht entgegenwirken.

dem charme des originals kann man sich nicht entziehen

und trotzdem rennen die menschen in massen in den x-ten reboot einer comicverfilmung. warum? weil sie nicht an geschichten interessiert sind, sondern an spezialeffekten und sich ihr interesse an neuem ausschließlich darauf konzentriert, denn im grunde wollen sie immer wieder nur die selbe geschichte sehen. so wie sie auch immer wieder nur die selbe musik hören wollen.

Donnerstag, 19. Juni 2014

SCHATZKISTE: C WIE CHAOTZ



als ich noch zur schule ging, gab es einmal den versuch einer schülerzeitung. genau genommen ging ich da bereits in in eine höhere schule, noch genauer in die fachhochschule für malerei und zwar bereits im zweiten anlauf. irgendwie konnte ich mich nie entscheiden. was mir davon blieb ist ist die fähigkeit buchstaben zu konstruieren, mit dem malstock umzugehen und perspektivisches zeichnen zu beherrschen.

jedenfalls fanden wir den namen lustig - eine kombination aus chaos und kotz - und machten uns daran das ding auf die welt zu bringen. wir hatten uns sogar um sponsoren gekümmert, ich besitze immer noch eine lp die eigentlich als preis für ein preisausschreiben gedacht war, doch irgendwie schafften wir es nicht einmal zur ersten ausgabe. es war auch recht schwierig damals. es gab keinen computer und das kopieren mussten wir selbst zahlen. naja, aber dieses plakat habe ich noch als erinnerung an ein hochmotiviertes scheitern.

Mittwoch, 18. Juni 2014

CASEY KASEM

dieser tage stolperte ich im internet immer wieder über eine zeichnung mit einem traurigen hund, der manchmal nach scooby-doo aussah, manchmal wieder nicht, manchmal lag er vor einem grabstein, manchmal vor etwas das wie ein altes radiogerät aussah. sowohl auf dem grabstein, als auch auf dem radio stand der name "casey kasem". diese person war offenbar gestorben und drüben in amiland nicht unbekannt.

immer wenn ich diesen namen las rührte sich irgendwas, irgendwo tief drinnen in meinen erinnerungen, doch ich konnte es nicht festmachen, erst recht nicht im zusammenhang mit diesem bild. es kümmerte mich auch nicht sonderlich. es war offenbar ein name den man immer wieder mal hört, aber mit niemandem direkt verbindet, weil man nichts in deren welt verloren hat, dennoch immer wieder zufällig damit in berührung kommt, so wie zsa zsa gabor, willie nelson oder königin beatrix. also kümmerte ich mich nicht darum zu erfahren um wen es sich handelte.

doch plötzlich klingelten meine ohren, denn meine erinnerung flüsterten mir aus heiterem himmel folgendes zu: "pssssssssstttt...... american top 40 with casey kasem!" - und ich zischte zurück: "aaaahhhhhhhh jaaaaaaaaa......."

wer in der brd aufwuchs, dem sind englischsprachige musiksender nichts fremdes. durch die alliierten besatzungsmächte und den von diesen im ganzen land verteilten kasernen gab es überall irgendeinen englischsprachigen sender, den man natürlich ohne weiteres empfangen konnte. doch in österreich gab es das nicht - bis 1979, denn mit fertigstellung der uno-city in wien wurde blue danube radio eingerichtet, zunächst nur lokal, später dann bundesweit, doch einige sendungen wurden schon vor der bundesweiten ausstrahlung vom damaligen noch-jugendsender ö3 übernommen, so eben auch die american top 40 with casey kasem die sonntag abends ausgestrahlt wurden. samstags hörten wir kids die österreichischen charts, sonntags die amerikanischen. aus blue danube wurde später dann mein derzeitiger lieblingssender "fm4", dem immer noch eine eigenart es alten blue danube nachhängt, nämlich das englischssprachige. laut gesetz muss dieser sender nämlich überwiegend fremdsprachig senden, so kommt es, dass fm4 am vormittag ausschließlich in englisch moderiert wird, über mittag ebenfalls und am nachmittag teilweise. auch wenn dieses konzwpt zufällig entsatnd finde ich es großartig, so kann man nebenbei ohne sich groß anzustrengen sein englisch verbessern, einfach nur durch zuhören.

aber zurück zu blue danube und den american top 40: es gab große unterschiede zwischen den österreichischen und den amerikanischen charts. erstens fielen bei den amis natürlich all die europäischen hits weg, zweitens hörte man dort oft zum allerersten mal einen song, der dann erst wochen später bei uns, bzw. in europa bekannt und zum hit wurde. an einen dieser hits erinnere ich mich noch heute, denn ich hatte ihn zufällig auf kassette aufgenommen und kannte ihn dadurch schon lange, bevor er in unseren charts das erste mal auftauchte, nämlich maneater von hall & oates. ein dritter großer unterschied war, dass die amerikanischen charts irgendwie "braver" wirkten als die österreichischen. ich erinnere mich auch an die aufregung, als falco erst selbst mit der kommissar in den american top 40 war und dann kurz darauf von after the fire gecovert wurde. ein paar jahre später wurde er dann nummer eins mit dem extra für die usa neu abgemischten amadeus, den ich persönlich noch geiler fand als das original.

dass mister kasem in den usa auch noch als sprecher für zeichentrickserien bekannt war, war mir natürlich bis heute unbekannt, denn wer sieht sich schon zum beispiel scooby-doo im original an und recherchiert dann auch die namen der sprecher? genau: niemand! außer er ist vollnerd, aber so weit gehe ich nun wirklich nicht, ich habe nur für diesen blog nachrecherchiert. na ok, ich gebe zu, ich war neuguierig wer dieser mensch wirklich war.

so war mister kasem also nicht nur teil einer us-amerikanischen jugendkultur, sondern auch noch der österreichischen - zumindest in meiner generation. ob ihm das bewusst war?


Dienstag, 17. Juni 2014

SCHATZKISTE: C WIE CASTING



irgendwann einmal hatte ich mich zum spaß auf ein inserat einer castingfirma gemeldet, die leute für eine gameshow suchte. in weiterer folge wurde ich auch immer wieder mal zu diversen castings eingeladen, da diese aber meistens weit weg von meinem zuhause stattfanden, musste ich die meisten dieser gelegenheiten auslassen. dennoch war ich ein paar mal bei so einem casting dabei und schaffte es ein mal sogar bis in in die show "jeder gegen jeden".

mir wurde die fahrt von österreich nach berlin bezahlt, ich wohnte gratis 2 nächte lang in einem hotel inklusive frühstück und abendessen, das mittagessen gab es als catering im studio. von berlin sah ich nicht viel, denn ich kam am ersten tag abends bereits im dunkeln an, am nächsten tag ging es schon früh morgens ins studio, aus dem wir erst wieder zurückkehrten als es schon fast wieder dunkel war. und am nächsten tag ging es dann schon wieder früh zurück nach hause. gewonnen habe ich übrigens nichts, ist ja auch nicht zu erwarten wenn man 9 gegner hat gegen die man sich durchsetzen sollte. spaß hatte ich trotzdem.

der zettel ist von solch einer castingveranstaltung, ich weiß nur nicht mehr von welcher. den nachnamen musste ich natürlich zensieren, für euch bleibe ich von sinnen ;-)

DAS DA WO MAN DRAN RUMFUMMELT

irgendwie hat jedes kfz-modell so seine seltsamen tücken in der innenausstattung, bzw, bei den armaturen. was ich zum beispiel nie verstehen werde ist der tick der franzosen die hupe auf dem blinker zu platzieren. man kann noch so geübt im französchen hupen sein, man wird dennoch immer wieder gleichzitig hupen und blinken. das ist doch totaler blödsinn. zudem ist man einfach gewohnt wenn man schnell die hupe betätigen muss auf das lenkrad zu hauen und nicht ein fingerlein auszustrecken. das entspricht auch ganz und gar nicht der normalen hupsituation. wenn es nötig ist zu hupen, dann ist man gestresst, vielleicht geschockt und meistens sauer. da muss es schnell gehen. mit hupe am blinker gehts nicht schnell, das ist dann eher ein gugg-mal-jetzt-komm-ich hupen.

und warum kann man nicht in JEDEM auto eine ablagefläche auf der beifahrerseite mit einplanen? es wäre ja sowieso nur eine weitere delle in der press- oder gießform (keine ahnung wie das kunststoffteil hergestellt wird). an der kostenfrage kann es ja wohl auch schlecht scheitern, vielleicht braucht man ein paar gramm kunststoff mehr, vielleicht ist die press- guss- oder wasweissich-form auch ein paar cent teurer, aber es wird den gesamtpreis kaum nach oben treiben. an der platzfrage kann es auch nicht liegen. wer schon mal armaturen aus einem auto entfernt hat weiß, dass sich darunter in den meisten fällen erst mal viel luft befindet - sogar wenn es einen beifahrerairbag gibt. es wäre also ohne weiteres machbar, warum macht es dann kaum jemand?


aschenbecher ÜBER der aussparung für das autoradio sind auch total daneben, erstens kommt man nur mehr schwer an das radio ran, zweitens ascht sich dadurch das radioteil irgendwie "von selbst" zu. überhaupt sind aschenbecher ganz ein eigenes thema, was da oft verbrochen wird ist wirklich sagenhaft. aschenbecher an wirklich sinnvollen und gut erreichbaren stellen sind tatsächlich eine seltenheit. manche sind so klein, dass man nach 2 tagen schon wieder ausleeren muss, selbst wenn man nur hinein ascht und die kippe anderweitig entsorgt, andere sind so seltsam verbaut, dass man beim herausnehmen zum ausleeren vor allem erst mal den innenraum einascht. ich plädiere ausserdem für standardmäßige beleuchtung des aschenbechers, oft genug ist er im dunkel der nacht kaum auszumachen. so eine kleine led-leuchte würde so gut wie nichts kosten, bringt aber enorme vorteile für uns leidgeplagte raucher. reicht es denn nicht schon, dass wir den wiederverkaufswert unseres wagens durch unsere sucht mindern, muss man uns bis dahin denn wirklich auch noch das leben schwer machen?

ganz schlimm sind mickrige lautsprecher! bevor man solche dinger einbaut sollte man es besser komplett vergessen und die leute selbst auswählen, bzw. einbauen lassen. es müssen ja keine besonders tollen lautsprecher sein, einfach nur durchnittlich gute, halbwegs erträgliche qualität reicht ja schon. zumindest so, dass man nicht das gefühl hat man würde mit blechbüchsen radio hören.


was gibts denn noch? ahja, innenspiegel die an der windschutzscheibe befestigt wurden! solch ein teil habe ich mir einmal aus versehen abgerissen, das wäre mir mit einem am wagenhimmel befestigten innenspiegel sicher nicht passiert.

und warum verdreht sich der sicherheitsgurt andauernd von selbst, lässt sich aber nicht mehr zurückdrehen? es gab kaum ein auto in meinem besitz, bei dem der gurt nicht auf der einen oder anderen seite dauerhaft verdreht war. von selbst verdrehen können sich die dinger wunderbar, doch von selbst zurück dreht sich keiner.

uhren! jaja, es gibt kaum mehr autos ohne uhr in den armaturen, doch hin und wieder eben doch. so teuer ist so ein ührchen ja auch wieder nicht. bevor ich gar keine habe, nehme ich doch lieber eine dieser digitalen anzeigen die ich immer mühsam umstellen muss wenn die uhrzeit nicht stimmt, wünschen würde ich mir aber eine ganz klassische uhr mit zeiger.


akkurate benzinstandsanzeiger wären auch ein tolles ding. in billigen autos läuft das ja meistens so ab, dass man den halben tank leerfahren muss,bevor sich die anzeige mal rührt, dafür gehts danach rapide bergab. die ersten 200km hat man laut anzeige einen vollen tank, verbraucht dann aber auf den nächsten 200 kilometern drei viertel des tanks. auf die art ist das dann schon ein wenig sinnbefreit. mein kia sephia hatte eine tolle anzeige, die zeigte den genauen stand sogar dann an, wenn die zündung aus war. warum kann das nicht jeder? mein derzeitiger volvo, der ja in grauer vorzeit mal eines von den eher nicht billigen autos war, hat zwar eine recht gute anzeige, doch die ist auch nicht das wahre, die lügt mich auch ganz frech an.

oh und übrigens, liebe kfz-zubehörhersteller, touchscreen im auto ist eine ganz schlechte idee! viele dinge regle ich einfach dadurch, dass ich sie spüre, ich fühle welchen knopf ich in der hand habe, ich spüre in welcher stellung er sich befindet und wie ich ihn drehen oder schieben muss, damit passiert was ich will. auch beim radio. GERADE beim radio! wenn ich erst mal auf einen bildschirm sehen muss, mich vielleicht noch durch ein menü wischen muss, dann ist das nicht wirklich sicher, wenn man sich nebenbei mit über 100 km/h bewegt. touchscreen ist böse. BÖSE!

dies alles wären verbesserungen die nicht viel kosten - behaupte ich jetzt einfach mal. naja, beim gurt bin ich mir nicht so sicher, aber dennoch, ich hatte noch nie das vergnügen in einem kfz zu sitzen bei dem alles gepasst hätte. warum, zur hölle, ist das so? ich bin doch nicht der einzige der so denkt, oder?

Sonntag, 15. Juni 2014

TIL: BESCHUH WERKSTATT

folgende geschichte wurde mir einmal von einer bekannten erzählt:

heute war ein super arbeitstag, ich hatte nur ein kleines problem, aber das war nicht meine schuld. da war ein kunde, der wollte eine "beschuh" werkstatt und ich fragte: "eine schuhwerkstatt? wo soll der schuster denn sein?"

und er sagte "kein schuster, eine beschuh werkstatt ... das is französisch".

und ich dann "ach so, sie meinen bijoux ... einen juwelier? wo soll der denn sein?"

und er so: "nein nein BESCHUH!"

und ich wieder: "können sie das buchstabieren?"

er: "ja das is französisch ... beschuh werkstatt, sagen sie kennen sie beschuh nicht?"

und ich dann: "ich werde das suchen und wir melden uns in ein paar minuten wieder bei ihnen", schreib der kollegin auf "kunde sucht beschuh werkstatt".

2 minuten haben wir gegrübelt, ich hab ihr noch gesagt er meint es wär französisch unhd nach 3 minuten sagt sie dann "ah, er meint eine PEUGEOT werkstatt!"


Samstag, 14. Juni 2014

DIE ALTE TABAKFABRIK

Konservativ (vom Lateinischen conservativus; erhaltend, bewahrend)

von etwas Bestehendem ausgehend, etwas Bestehendes bejahend, etwas bewahrend, an dem Hergebrachten festhaltend, an dem Althergebrachten festhaltend, konservativ darf nicht mit Worten wie regressiv (rückschrittlich), altmodisch oder rückständig verwechselt werden! Das Wort progressiv (fortschrittlich) ist somit auch kein Gegenwort von konservativ! (de.wiktionary.org)

in unserer bezirkshauptstadt stand früher einmal die sogenannte "tabakfabrik", diese gehörte früher mal der staatlichen "austria tabake", später dann irgendeinem englischen tabak-großkonzern. bereits vor dem verkauf an diesen konzern gab es entlassungen, und während des verkaufs hieß es es werde keine weiteren entlassungen geben, der standort sei wichtig und sicher.

und wie das nun mal so ist, war dem natürlich nicht so. immer mehr arbeiter und angestellte wurden gekündigt, nicht nachbesetzt, oder entlassen. irgendwann stand das ganze fabriksgelände leer und wurde verkauft. in weiterer folge wurden dann die ganzen gebäude abgerissen, bis nur mehr die aussenmauern standen, als zaun, bzw. barriere, damit niemand unbefugt auf dem leeren gelände herumrennen konnte. im sommer wurde es manchmal für open-air veranstaltungen benutzt, und das wars. aber hauptsache die gebäude wurden abgerissen, auch wenn man noch gar keinen schimmer hatte was man nun eigentlich hier hinstellen möchte. inzwischen steht dort ein einkaufszentrum. auf googlemaps steht die fabrik übrigens noch :-) klick hier

ich fand den abriss sehr schade. die gebäude waren uralt und hatten diesen speziellen charme des industriezeitalters, sahen nach dampfmaschinen und pferdefuhrwerken aus. leider konnte ich keine bilder der aussenansichten finden, aber es gibt welche der innenansichten:




wie man sehen kann war die architektur unglaublich schön und ich verstehe nicht, warum niemand darüber nachgedacht hat all diese schönen alten gebäude in etwas neues zu integrieren, sie zu sanieren, und dadurch schlussendlich etwas einzigartiges neues entstehen zu lassen. was jedoch nun komplett fehlt, und auch im falle einer sanierung gefehlt hätte, war der typische würzige und angenehme tabakgeruch, der einem immer in der nähe der tabakfabrik in die nase stieg. ich mochte das, und sogar mein sohnemann mochte das, obwohl er mir immer wieder sagt, dass ich endlich zu rauchen aufhören sollte :-)

ich bin sicher nicht konservativ, aber ich mag schöne alte dinge, und da gehören gebäude einfach dazu. ich verstehe nicht warum mit aller gewalt immer alles alte zerstört, abgerissen und weggeschmissen werden muss. es tut mir jedes mal in der seele weh wenn ich sehe wie alte häuser abgerissen werden um platz für neue zu schaffen.

hier in tirol gibt es ja in jeder größeren gemeinde die sogenannten "südtiroler-siedlungen". diese wurden damals kurz nach dem ersten weltkrieg für die aussiedler aus südtirol errichtet, verkamen im laufe der zeit zu sozialwohnungen für alte leute und sogenanntes "asoziales gesindel" (nicht meine worte!) und wurden lange jahre vernachlässigt. und irgendwann wachten die gemeinden auf. die einen rissen sie ab, bauten was neues, und die anderen sanierten sie einfach. und jetzt ratet mal welche heute die schöneren siedlungen sind! die sanierten siedlungen haben ein gewisses dörfliches flair, es gibt noch gärten und genug grünfläschen, die neu gebauten sehen aus wie betonsilos, von charme keine spur.

vielleicht bin ich doch konservativ im ursprünglichen wortsinn, was dieses thema anbelangt. ich finde es einfach viel spannender und interessanter aus etwas bestehendem etwas neues zu schaffen, als altes wegzureissen und ganz etwas neues hinzustellen.

gut, vielleicht übertreibe ich es auch selbst ein wenig damit. ich habe unmwengen an pc-einzelteilen hier herumliegen und traue mich keines wegzuschmeissen, da die erfahrung zeigt, dass man dann, sobald man etwas weggeschmissen hat genau solch ein teil brauchen würde, ich trage meine kleidung bis sie mir wirklich buchstäblich vom körper fällt, und möbel werden so lange behalten wie sie aus eigener kraft noch stehen können. natürlich geht das nicht so weit dass ich die mode aus den späten 70ern trage oder hässliche orange möbel mit blumenmustern herumstehen habe. ein gewisses stilbewusstsein traue ich mir dann doch noch zu.

hätte ich ein altes haus, ich würde es niemals abreissen, sondern sanieren, anbauen, umbauen. denn ich wette, dass ich mit dem selben finanziellen aufwand etwas altes schön sanieren und renovieren kann, anstatt etwas neues hinzustellen. und genau diese wette wäre ich auch bei der alten tabakfabrik eingegangen.